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Was ist Doping im Laufsport ?

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Icon_missing_medium EFah 153 Beiträge


Hallo liebe Lauffreunde,



nachdem Doping im Radsport wieder Thema ist, möchte ich dies aufgreifen um ein paar kritische Fragen zu stellen.



Was ist Doping eigentlich:



Unter Doping versteht man gemeinhin die Einnahme von unerlaubten Substanzen oder die Nutzung von unerlaubten Methoden zur Steigerung der sportlichen Leistung. Hinter der Frage nach der Verwerflichkeit von Doping steht die tiefer gehende Frage, unter welchen Umständen ein Leistungsvergleich im Sport grundsätzlich gerecht ist. (Wikipedia)



Unerlaubte Substanzen und Methoden zur Leistungssteigerung also. Und was ist mit den sogenannten “erlaubten” Mitteln?



Wieviel Schmerzmittel, Gel, Magnesium, Iso, … wird bei Volksläufen und Marathonveranstaltungen geschluckt? Wieviel Nahrungsergänzungsmittel werden bereits in der Vorbereitungsphase, in der Hoffnung auf eine Leistungssteigerung, konsumiert?



Ist das nicht der gleiche Ansatz? Das Wunschdenken, mit weniger Aufwand das gleiche, oder ein besseres Ziel zu erreichen?



Manche Dinge scheinen dann ganz selbstverständlich zu werden, weil es ja alle machen. Auch hier im Forum wird “Gel” und Anderes als Selbstverständlichkeit in den Laufberichten dargestellt.



Ein guter Freund von mir hat mittlerweile einen Leberschaden, aufgrund jahrelanger Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Heute würde er vieles anders machen, – aber er hat ja seine schöne Erinnerungen von seinen früheren “tollen Leistungen”.



Denkt mal drüber nach, ob ein Marathon, nur mit “Wasser” und “Brot” auch eine ganz besondere Leistung sein kann. Allerdings steht dies leider nicht auf der Siegerurkunde.



Euer EFah



 
Icon_missing_medium credo 128 Beiträge


Hallo, eine optimierte Ernährung oder erschwerte Bedingungen zählen nicht zum Doping. Höhentraining, Gegenwindläufe, Gewichtsschlitten sind natürliche Qualen. Bei den Nahrungsergänzungsmitteln gibt es eine Grauzone -ähnlich dem Koffein. Die Sporthochschule Köln hat mal die Präparate so getestet. Ca. 10 % waren verunreinigt. Es gibt wenig bewiesenes. Hottenrott hat es auch beschrieben, was wirklich was bringt. Naturgemäß versuchen alle Firmen, irgendwie etwas zu verhökern. Pillen und Pulver sollen Wunder bringen. Ebenso Laufsocken (Compressionsstrümpfe). Wem 40 – 60 Euro für einen Placeboeffekt nicht zuviel erscheint, kann das Geld so ausgeben. Haile ist auch wieder z.B. mit kurzen Socken seine 2:03:59 gelaufen. Witzigerweise fragen auch Reporter immer nach Schuhen und Ernährung, anstatt mal die Trainingsleistungen zu hinterfragen. Eine andere Untersuchung hatte ergeben, das z.B: Marathonteilnehmer in Berlin sehr oft mit ASS, Ibuprofen etc. an den Start gehen. Auch bedenklich. Welche Erfahrung ich immer wieder mache: wenn ich so wie die beiden letzten Wochen, pro Woche 170 km oder mehr laufe, ist zumindest die Ernährung belastbarkeitssichernd (optimierung der Glykogenresynthese unmittelbar nach den Läufen). Ich empfehle in meinem Lauftreff und Verein immer erst die Reihenfolge zu beachten: Erst das Training optimieren, dann die Kleinigkeiten. Und immer wieder fällt auch auf: in den 80ern wurde insgesamt in der breiten Masse schneller gelaufen (auch im Marathon) – ohne Herzfrequenzmessung, ohne die tausend Pillen und Pulver – aber ebend mit richtigen Trainingsumfängen die als Reiz und nicht als Welnessprogramm dienten. Mein Tip ist daher auch immer: einfach mal die alten Pläne anschauen die es noch so gibt, nicht erschrecken und dann systematisch herantrainieren. Denn nur durch essen wird man nicht besser – Form kommt immer nur durch Reiz (auch mit Doping – Perfluorcarbon bildet da nur eine kleine Ausnahme). Die frage bleibt natürlich,ob der Kausalzusammenhang Deines Freundes wirklich da ist. Denn es gibt unzählige Leberschädigungen, die auch genetisch od. umweltbedingt auftreten können. Bestimmte Anforderungen werden zu bestimmten Leistungen immer bleiben: Marathon unter 3 braucht ca. 80 – 100 km die Woche (und nicht nur die letzten 12 Wochen). Marathon unter 2:35 braucht meistens schon 190 km die Woche (siehe auch Frau Heinig). Nur Talente kommen mit weniger aus. Was übrigens jetzt viel spannender wird: Bleibt das Radeln olympisch und im Fernsehen oder nicht ?……Gesunde schnelle, natürliche Geschwindigkeit wünscht credo.



 
Goofman_medium goofman 42 Beiträge


Nettes Thema. Einen Leberschaden habe ich wohl auch, allerdings dem Konsum des Alkohols geschuldet. Aber im Ernst, Doping, was ist das?



Ich schaue mir gerne Radrennen an und mittlerweile ist es mir fast egal ob die bis oben hin vollgepumpt sind. Wo der Kommerz Ausrichter ist, wird diese Problematik immer bestehen.



Bei Menschen die ihre Leistungen im Bereich “Hobby” ansiedeln ist die Gefahr des Mißbrauchs gering, allerdings fast jeder von uns zieht sich starken Kaffee rein um fit (oder wieder fit zu werden) zu sein, schluckt Tabeletten im Glauben das es ohne nicht geht, usw.



Solange dann noch die Industrie schön an Produkten zur Nahrungsmittelergänzung verdient wird sich immer der Eindruck des legalen, fördernden einstellen.



Viele verkrampfen geistig bei dem Gedanken jetzt eine Topleistung zeigen zu müssen, ob nun beruflich oder sportlich. Es bedarf mentaler Stärke und der Fähigkeit sich in seinen Körper reinzuhören. Menschen mit dieser Gabe sind weniger anfänglich für Versprechungen, egal ob es sich um die neuesten Ernährungspläne, Medikamente oder sonstiger “Neuheiten” handelt.



Ausdrücklich ausnehmen möchte ich chronisch Kranke die in neuen Methoden Linderung ihrer Leiden erhoffen. Das heißt dann im Umkehrschluß: Wie krank müssen Sportler sein die Mittel konsumieren, die eigendlich im positiven Sinne für Erkrankte entwickelt wurden.



Ich möchte mich nicht in die Psyche derer begeben, ich lebe mein Leben, beruflich und sportlich und bin nur mir allein gegenüber verantwortlich. Wer meint dopen zu müssen riskiert zu erst sich selbst und zeigt das mangelnde Selbstbewußtsein. Auch wenn es sich platt anhört – abgerechnet wird immer am Ende.



Auf ein sportliches, fröhliches Miteinander,



 



Goofy



 



 
Dsc_0366_medium teadjay 283 Beiträge


Gutes Thema – Grundsätzlich teile ich die Meinung von Credo. Erst mal kommt das Training und damit die Intensität. Wenn die Umfänge entsprechend groß (d.h. hier aber durchaus nicht Hochleistungssport) werden, so ist eine gezielte oder “optimierte” Ernährung unabdingbar. damit der Körper die geforderte Leistung erbringen kann. Genau in dieser Optimierug liegt das Problem. Es ist unter Umständen einfacher ein paar Pillen einzuwerfen, als entsprechend Zeit beim Einkaufen und Zubereiten zu verbringen.



Natürlich spielt auch der Ehrgeiz mit – “Dieses und nur dieses Ziel muss erreicht werden”. Nur genau damit gerät man in die selbstgstellte  Falle. Wenn es nicht passt, dann muss nachgeholfen werden. Es fällt schwer, gesetzte Ziele als “zu groß” oder “so nicht erreichbar” einzustufen, man sieht es ja oft im Forum, wenn gefragt wird ob mit dieser oder jener Verletzung nicht doch der eine oder andere Lauf absolviert werden könnte – es fällt schwer sich von einem Ziel zu verabschieden.



Während meiner aktiven Ziet als Leistungsschwimmer musste ich es lernen, dass der Körper manchmal Grenzen vorgibt, die auch mit täglichem Training nur wenig verschoben werden könne. Aber seitdem kann ich mich entscheiden, entweder kann ich mehr in mein Training investieren und die Grenzen finden oder aber ich muss mein Ziel anpassen.



In so weit sind Gels, Nahrungsergänzungsmittel etc. formal sicher nicht wirklich Doping, aber sie machen das Training leichter oder erfolgreicher. Da muss jeder selbst entscheiden – auch wenn es dabei sicher eine gewisse Wettbewerbsverzerrung gibt.



Wer aber meint er/sie müsse Medikamente, selbst wenn es “nur” ASS oder ähnliches ist, einnehmen – damit am Ende ein besseres Ergebnis dabei rum kommt ….  Sorry, aber die haben den Schuss nicht gehört.



Gruß Torsten



 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


Hallo EFHa,



aus meiner Sicht ist es kein Problem sich über die gängigen Nahrungsergänzungsmittel Gedanken zu machen. Ich finde, dass wir froh und glücklich sein sollten, dass wir  in der heutigen modernen Zeit die Möglichkeit haben uns solcher Hilfsmittel zu bedienen.



Ob Gels, Pulver oder in welcher Form auch immer handelt es sich schließlich um, teilweise essentielle, Stoffe, die dem Körper zu Verfügung gestellt werden müssen.



Und oftmals, gerade in Gels, handelt es sich ja fast nur um Zucker ( mono- und dissacharide ).



Es ist einfach nur eine Frage des Komforts der Aufnahme ( ein Schokoriegel würde annähernd das Gleiche bewirken ). Nach einem anstrengenden oder einem langen Lauf hilft zur Regeneration nebenbei bemerkt sicher auch eine Frikadelle und 0,5 Liter Milch,



Man macht es aber  vor allem dem eigenen Körper durch die Konsistenz / Osmolarität leichter diese Stoffe aufzunehmen. Eine Banane ( Obst an sich ), Wasser oder auch wie von dir geschrieben Brot, wird vom Körper, speziell unter Belastung, nun mal schwerer resorbiert, wenngleich Wasser und Brot beim Marathon dem Demutsgedanken näher sind. Charme hat es ohnehin. Wie wäre es mal mit einem Nostalgie-Marathon.



Vielleicht sollte man es mal testen :) Ich wäre sofort dabei.



 



Zu den Worten von Credo darf ich noch ein paar Bemerkungen loswerden.



Auch ich bin ein klarer Verfechter von Training und halte es für Fadenscheinig erst mal die Frage der Ausrüstung vor die eines klar strukturierten Trainings zu setzen.



Oft handelt es sich da sicher auch um Statussymbole. Aber wer es mag, ist doch ok.



 



Und ich bin ebenso ein Fan des 80er Trainings und der Läufer aus dieser Zeit. Hier wurde noch der Wettkampfgedanke gepflegt, und Marathon nicht nur aus Gründen der Selbstdarstellung gelaufen.



Heute hat die Menge der Läufer aber auch nicht mehr die Zeit und die Möglichkeiten in der Woche 100km aufwärts zu trainieren.



 Aber trotzdem sollte man sich den modernen Möglichkeiten im Bereich Ausstattung und Ernährung nicht verschließen. Im Gegenteil, ich bin sicher, dass die Läufer aus den 80ern froh gewesen wären, die heutigen Technologien nutzen zu können. Ich wollte auf keinen Fall mehr mit einem Jogginganzug aus Vollbaumwolle meine Runden drehen. Und auch das antiquierte Pulsmessen ( stehen bleiben und zählen ) ist unnötig. Wäre Abebe Bikila seinen Marathon nicht in Rom 1960 sondern in Peking 2008 gelaufen hätte er vielleicht ein paar Nike Mayfly angehabt, wer weiss  ( falls er nicht aus Protest Barfuß gelaufen ist ) ?



 



Sicher gibt es  auch eine ganze Menge an Placebos, aber was soll`s ?



Sport findet schließlich zu einem nicht unwesentlichen Teil  im Kopf statt, da kann man oft trainiert haben wie man will. Wie oft haben Sportler in einem super Trainingszustand schon versagt, weil sie z.B. den linken statt den rechten Socken zuerst angezogen hatten. Ist deswegen, im Umkehrschluss, die Beachtung einer Reihenfolge beim Sockenanziehen leistungssteigernd ?



Also darüber zu diskutieren ist ohne die individuellen Hintergründe zu kennen gar nicht möglich.



Ich z.B. liebe meine Kompressionsstrümpfe, auch wenn ich genau weiss, dass ich ohne sie genauso schnell bin. Aber ich mag sie einfach, weil ich den Druck auf die Wade gut finde, und nach langen Läufen eine bessere Erholung erfahre. Aber das ist meine Erfahrung / Glaube.



 



Das hat also aus meiner Sicht alles nichts mit Doping zu tun. Der Körper braucht seine „Betriebsstoffe“. Was Doping entspricht ist auf der Dopingliste festgehalten, und daran sollte man sich orientieren. Wer seinen Körper manipulieren will, der soll es bitteschön tun, aber dann muss er die Konsequenzen dafür tragen. Vielleicht nicht unmittelbar, aber in vielen Jahren.



 



Weiterhin gut versorgte ( und dopingfreie ) Läufe wünscht,



 



Fastfoot      



 



 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


EFah: sorry ! ich habe dich in der Anrede falsch geschrieben :( ich bitte um Nachsicht.



 
Icon_missing_medium credo 128 Beiträge


Hallo Fastfood, das schöne ist ja gerade im Laufsport, das man vieles an sich selbst auch ausprobieren kann. Dies ist sowieso sinnvoll vor Wettkämpfen, damit man nicht überrascht wird. ich merke z.B: bei mir, das mir morgens um 5:30 Uhr  die 8km Regenerationsläufe und Nachmittags die richtigen (z.B. 16 km Tempo GA2 bei insgesamt 22km), sehr viel mehr bringen, als ebend nur eine Einheit am Tag. Ich bin zwar eigentlich kein Frühaufsteher, aber wenn ich die 2:37 unterbieten will, muss ich bei meinem eingeschränkten Talent über den Fleiß gehen. Ebenso ist es mit Höhentraining. Immer wenn ich ca. 30 Einheiten auf 2500m Höhe (bei www.himaxx.net), absolviert habe, geht es mir auf Normalnull deutlich besser. Genauso kann man die Methoden der 80er (also nicht nur 3 × 3000 sondern bis zu 6 x3000, Crescendoläufe auch bis 40 km) durchaus mal ausprobieren. Der weitere positive Effekt: Je mehr man trainiert umso gesünder und vollwertiger wird die Ernährung und zwar schon instinktiv. Ein Nostalgiemarathon ist eine gute Idee, es wären nur alle erstaunt, wenn ohne Herzfrequenzmessung, in Schuhschlappen und Baumwollkleidung, die Zeiten auch so wären, wie in den 80ern. das würde wohl einige technikgläubige verstummen lassen….Manchmal ist ein Blick in die Vergangenheit durchaus richtig. Prof. Fuchs und Reiß haben auch schöne Pläne in den 809ern erstellt, macht schon Muskelkater nur beim lesen, Greif ist dagegen Wellnes (die Pläne habe ich auch Jahrelang bekommen), weiß aber selbst, das die wenigsten danach trainieren können oder wollen. Spannend bleibt der Sport auch ohne Doping !



 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


Hallo Credo,



wie gesagt, es ist auch eine Frage des Komforts. Es ist wie immer im Leben eine gute Mischung aus alt bewährtem und neu erschlossenem ( nicht zu vergessen, dass auch die alt bewährten Dinge mal neu waren, und häufig mit Skepsis beäugt wurden ).



Ich bin sicher, dass auch die 80er Läufer im Gegenzug erstaunt gewesen wären, wie nett doch Laufen auf Leistung mit ein wenig Komfort vereinbar ist.  



Übrig bleiben letztendlich sowieso die Dinge, die Kontinuität und folglich auch Sicherheit bieten.



Gutes Trainng bietet Kontinuität und Sicherheit, keine Frage.



Auch ich trainiere teilweise über die Empfehlungen hinaus, auch weil ich es austesten will. Dafür verflucht mich mein Laufpartner nicht selten. Der Erfolg ist dann aber immer wieder der Lohn für harte Arbeit. Und geschadet hat es bisher nicht, zumal ich meinem Körper die nötigen Ruhephasen gebe.



Um wieder auf den Punkt zu kommen, für mich käme Doping ebenso nicht in Frage. Um es mal ganz drastisch und ( man verzeihe mir die Ausdrucksweise ) ordinär darzustellen: ich kotze mir nach 20×400 lieber das letzte Essen raus, als in die Versuchung zu kommen mir irgendein Zeug reinzufahren das mich später mal Blut kotzen lässt.



Wobei ich sicher auch das Glück habe über einen ein wenig Talent und mit 171cm / 61kg. K-Fett 8% über “begünstigende” Maße zu verfügen. Insofern bleibt mir die Versuchung sicher doppelt erspart mich mit illegalen Leistungsförderen zu beschäftigen.



Insofern: etre d´accord 



Gruß



Fastfoot



 



  



 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


PS: himaxx würde ich testen. Leider gibt es so etwas in unserer Region nicht. Im Übrigen: tolle Entwicklung ;)



 
Icon_missing_medium EFah 153 Beiträge


Hallo credo, hallo Goofy, hallo Torsten, hallo Fastfoot,



ich danke Euch herzlich für Eure sehr umfangreichen Stellungnahmen. Teilweise sehe ich es genau so wie Ihr. An erster Stelle kommt immer das Training. Irgendwann kommt man dann an einen Punkt, an dem eine Steigerung scheinbar nicht mehr möglich ist. Bei mir ist so eine Grenze 100 Wochenkilometer und mehr. Sowohl zeitlich, als auch Kräftemäßig. Dann kommen Überlegungen wie man diese Hürde nehmen kann.



So, und nun trennen sich für mich die Hilfsmittel:



1. Hilfsmittel von außen: Dies könnten Strümfe, windschnittige Trikots, bessere Schuhe, etc. sein.



2. Hilfsmittel durch anderes Training: Höhentraining, Krafttraining, Bahntraining, Intervall, Schlittenziehen, etc.



3. Hilfsmittel von innen: Gels, Nahrungsergänzugsmittel, Mittel zur schnelleren Regeneration, etc. (keine Ahnung was es da so alles gibt)



Für mich gilt grundsätzlich: So puristisch wie möglich. Dennoch nehme ich gerne Hilfsmittel zu 1. an, die meine Gesundheit fördern. Beispiel: gute Laufschuhe um die Knochen zu schonen. (Aber auch hier nur bedingt. Diesbezüglich habe ich schon vor langer Zeit auf Vorfußlaufen umgestellt. Somit übernimmt die größte Dämmung meine Wadenmuskulatur. Pronation ist dadurch ebenfalls kein Thema mehr)



Funktionskleidung um Erkältungen zu verhindern klingt für mich sehr vernünftig und ist auch Standard bei mir. Pulsuhr nur zur Dokumentation im Lauftagebuch um Verbesserungen festzustellen. Pulsgesteuertes Training mache ich z.Zt. nicht mehr.



Zu den 2. Hilfsmittel: Bin ich ebenfalls aufgeschlossen. Finde ich interessant. Habe ich aber kaum Erfahrungen.



Hilfsmittel der Kategorie 3 kämen für mich niemals in Frage. Mein Misstrauen in die Pharmazie/ Industrie ist dabei viel zu groß. Was diese Dinge in meinem Körper anrichten, kann ich nicht nachvollziehen. Nebenwirkungen, Langzeitfolgen für mich nicht kalkulierbar. Also Finger weg, weil unnatürlich. Außerdem hätte ich dann immer das Gefühl, die Leistung nicht selbst vollbracht zu haben.



Es macht mir geradezu Spaß, mich von der Masse abzuheben. Wieviel Prozent der Menschheit kann einen Marathon laufen, wieviele davon unter 3:30 Stunden, wieviele davon ohne Hilfsmittel zu 3. Dieser Gedanke macht mich glücklich. Dieser Gedanke gibt mir Selbstwertgefühl. Dieser Gedanke macht mich aber auch dankbar und demütig. Dankbar über meine Gesundheit, dankbar über meine Disziplin im Training und in meinen Gedanken, dankbar über meine Leistungsfähigkeit.



Übrigens auch dankbar über meine Freunde in diesem Forum.



Herzliche Grüße,



Euer EFah



 



 



 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


Hallo EFah,



deine Meinung ist zu akzeptieren und auch in vielen Punkten nachvollziehbar. Und wie gesagt, statt einem Gel tut es auch ein Milky Way :) kannst Du ja mal testen. Gleichwohl, das puristische, wie bereits erwähnt, seinen Charme hat, und auch zu deiner Individualität beiträgt. Vielleicht lernen wir uns ja mal persönlich kennen. Und einen Marathon in 3:30 Std. würde ich dann sogar mal mitlaufen.



Also, eine schöne Antwort, und Du bleibst dir treu, dass finde ich bemerkenswert und es zeichnet dich aus.



Vielleicht nehme ich es als Gedankenanstoß beim nächsten Gel einfach mal nein zu sagen…..wer weiss ?



Gruß



Fastfoot



 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


PS: das mit dem “sogar mal mitlaufen” hört sich schon verdammt arrogant an, sorry ;)



3:30 sind auch kein Pappenstiel, und auch für einen unter 3Std. Läufer wie mich nicht auf einer A….Backe abzureissen.



Gruß



Fastfoot



 
Icon_missing_medium EFah 153 Beiträge


Hey Fastfoot,



Du bist witzig, lach… An Arroganz hab ich bei Dir keinesfalls gedacht.



Zum Thema Milky Way: Ich habe mal gelernt, dass Schokolade / Traubenzucker im Marathon eher kontraproduktiv sei. Die Erklärung war in etwa folgendermaßen: Durch die Zufuhr von Zucker produziert die Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin, welches dann unter Umständen mehr Zucker abbaut als zugeführt wurde und somit zu einem Leistungseinbruch führt. Hab ich da etwas falsch verstanden?



Thema Nahrungsergänzung: Ich habe mal ein Seminar besucht, bei dem glaubhaft gemacht wurde, dass ein/e heutiger Apfel, Kartoffel, Salat, Möhre etc. lange nicht mehr soviel Nährstoffe enthält wie vor 100 Jahren. Bedingt durch überdüngte Böden, saurer Regen, Luftverschmutzung. Deshalb sei eine Nahrungsergänzung unbedingt erforderlich. Selbst wenn man daran glaubt, sollte man doch zumindest kritisch darüber nachdenken, was in diesen Mittelchen alles drin ist. Kontergan wurde auch speziell für Schwangere hergestellt und als unbedenklich eingestuft. Diesbezüglich gibt es sicherlich noch viele andere Beispiele. Deshalb stellt sich für mich die Frage: Teufel oder Belzebub.



Zu Deinem Marathonangebot: Ich bin auf jeden Fall dabei. Ich hab mich heute zu einer Laufwoche mit Dieter Baumann in Portugal angemeldet. Wissen holen, Winter verkürzen, Trainingsvarianten kennenlernen. Dementsprechend bin ich zuversichtlich, dass ich nächstes Jahr die 03:15 knacke. Credo traut mir längerfristig sogar unter 03:00 zu. Das heißt, ich gebe mein Bestes, damit Du vielleicht auch ein paar Tropfen Schweiss abgibst.



Liebe Grüße,



EFah



P.S.: Immer wieder bin ich erstaunt über Dein/ Euer Wissen. Ich danke Dir/ Euch für den Gedankenaustausch.



 
Icon_missing_medium DoktorB 17 Beiträge


Previously wrote:





deine Meinung ist zu akzeptieren und auch in vielen Punkten nachvollziehbar. Und wie gesagt, statt einem Gel tut es auch ein Milky Way :) kannst Du ja mal testen. Gruß Fastfoot



Das mit dem Milky Way ist ja witzig. Bei meinem Marathondebüt wurde an einem Nachmittag gestartet und 3 Stunden vor dem Rennen habe ich 3 Milky Ways gegessen. Hatte das Gefühl, das brauche ich (genau wie die Bratwurst 10 Minuten nach Zieldurchlauf).



Und der Marathon klappte auch ganz gut ohne Gehpausen, obwohl oder weil ich im Vorfeld nur 2 mal länger als 2 Stunden am Stück lief (allerdings lief ich schon regelmäßig 110 km die Woche)



Gruß



 






 



 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


Hallo EFah,



also zum Thema Marathon und Milky Way ( Zucker nzw. monosaccharide – Einfachzucker – ): sicher ist es grundsätzlich das Ziel Zucker zu sich zu nehmen, der langkettig und somit auch lange versorgt zu sich zu nehmen. Aber irgendwann benötigt der Körper im Rennen dann auch mal was schnell verwertbares, und das ist dann nun mal der Einfachzucker. Daher auch die Empfehlung von Cola ab km 32-35 ( Koffein spielt da aber sicher auch eine Rolle ). Also wenn Du das Gel vermeiden willst -> Schokoriegel ( ohne Nüsse etc. ).



Zu deinem Seminar: welche Lobby stand denn dahinter :) ?



Ein vernünftiger Oecotrophologe oder ein ebenso vernünftiger Agrarwirt würde darüber lachen. Eine Pflanze benötigt zum wachsen Nährstoffe. Wenn das alles nicht mehr gegeben wäre, dann würden wir nur noch Zierobst anbauen können ;) ( ok. das ist sehr einfach gedacht, aber hört sich doch plausibel an, findest Du nicht ? ).



Laufen in Portugal: toll, das finde ich klasse, das freue ich mich sehr für dich, genieße es !!! Baumann ist bestimmt richtig gut, den mag ich !



Und die 3 Std. nächstes Jahr ? das wäre doch was ! Vielleicht machen wir den Milky Way Lauf draus :)



Hierzu ist ein guter Bericht auch der aktuellen Runners Worls Seite 36 ( da habe ich auch das it dem Milky Way geklaut ) zu entnehmen.



Also bis demnächst.



Liebe Grüße



Fastfoot



 
Icon_missing_medium EFah 153 Beiträge


Hallo Fastfoot,



oh je, jetzt war ich schon ganz stolz zu wissen, dass Zucker = Kohlenhydrat ist. Darüber hinaus weiht mich meine Liebste gerade in die Magie der Trennkost ein. Hätte nie gedacht wo überall Eiweis drin steckt. Jetzt kommst Du, lieber Fastfoot, mit Einfachzucker und langkettigem Zucker daher. Ich muss sagen, ganz schön kompliziert. Ich hätte wohl in Chemie doch besser aufpassen sollen.



Fazit: Cola und Milky Way (Einfachzucker) sind für die schnelle Energieversorgung geeignet. Das würde auch erklären, dass ich nach langen Läufen immer ein sehr großes Verlangen auf “Süßes” habe. (Intuitive Intelligenz?)



Milky Way wäre etwas, was ich mir als “Hilfsmittel von innen” vorstellen könnte. Ich teste das mal und bin gespannt auf meine neue Bestzeit.  :)



Das mit dem Milky Way Lauf wär doch vielleicht ausbaubar. Wenn deren Marketingabteilung unsere Beiträge lesen würde, treten die sicher als Sponsor auf. So richtig mit Trikotwerbung, Versorgung, …



Herzliche Grüße, frohes Schaffen,



EFah



 



 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


Hallo EFah,



da könnte ja mal wieder eine Idee geboren sein :)



Der erste Milky Way Nostalgie Marathon: Nackt am FKK Strand von Sassnitz, alle 5 km Getränkestände mit purem Wasser und tonenweise Milky Way im Sommer bei 35°, haha…….das wäre doch Marathon in seiner Reinkultur.



Oder vielleicht in Frankfurt auf dem Werksgelände von Ferrero, da gibt es dann an den Getränkeständen jeweils 0,5 Liter Schokomilch und der Sieger bekommt die längste Marathonpraline der Welt mit 42,195 Metern……:)



Dir ebenso frohes Schaffen,



Gruß



Fastfoot



 
Dsc_3257_medium traudl 986 Beiträge


hallo epha, hallo fastfoot



was habt ihr denn gefrühstückt??? hab schon Tränen in den Augen vor lachen……….:)



 
Icon_missing_medium EFah 153 Beiträge


Guten Morgen Traudl,



was werden wir wohl gefrühstückt haben??? Milky Way natürlich.



@Fastfood: Nackt am FKK-Strand muss nochmals genauer besprochen werden. Wo wird dann die Startnummer befestigt? Ich stell mir vor, dass das “Gebammel” sowohl bei Männlein als auch bei Weiblein auf die Dauer schmerzhaft ist.



Liebe Grüße,



EFah



 
Dsc_3257_medium traudl 986 Beiträge


guten Morgääähn :)



hab ich mirs doch gedacht… Schokolade macht glücklich und inspieriert…..



Euer Milky Way Lauf- ich mache für euch die Fotos – schliesslich wollen ja A L L E was von dem Nostalgie Matathon haben… wegen der Startnummer braucht ihr euch keine Sorgen machen, die kann man ja mit wasserfestem Edding direkt auf die Haut schreiben und das bisschen “Gebammel” ob Männchen oder Weibchen ein paar Klebestreifchen und alles ist fixiert.



Einen erfolgreichen schönen Tag wünscht euch



TT;)



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