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Wann ist man ein ambitionierter Läufer?

Abonniere Wann ist man ein ambitionierter Läufer? 15 Beiträge, 6 Stimmen

 

Haldern_2010_6_medium deschbeck 21 Beiträge

Hi @ll,

ich wollte mal gerne Eure Meinung hören ab wann ihr denkt das man ein ambitionierter Läufer ist. Vielleicht gibt es ja auch was festes greifbares was einer weiß wodran man das messen kann.

Wie ich zu der Frage komme. Hier in diesem Forum muss man bei den persönlichen Einstellungen einstellen: Freizeitsportler, ambitionierter Sportler oder Leistungssportler. Ich für meinen Teil habe bei mir ambitioniertere Sportler eingetragen, denn nach meine persönlichen definition bin ich einer.

Ich denke man ist dann ein ambitionierter Sportler wenn man: nach Plan mehrmals pro Woche trainiert, Regelmäßig an Wettkämpfen (sprich an seine Leistungsgrenzen gehen) teilnimmt und das Ziel hat sich zu verbessern bzw. sein Niveau zu halten.

Wie seht ihr das? Kann man das überhaupt in irgendwelchen Formen passen oder ist es ausschließlich ein individuelles empfinden?

Ich bin gespannt auf Eure Meinungen

Gruß

deschbeck

 
Biel_2012_-_nach_100_km-smal_medium meberl 15 Beiträge

Hallo deschbeck,

das ist eine gute Frage. Das kann ich hier auch nur sehr subjektiv beantworten und sehe es ähnlich wie Du. Wer nach Plan trainiert und sich mit dem Thema Laufen ernsthaft auseinandersetzt, ist aus meiner Sicht ein ambitionierter Sportler. Wer gezielt an seine Leistungsverbesserung arbeitet und dieses kontrolliert, durch Statistik etc. und an Wettkämpfen Höchstleistung erbringt, ist ein Leistungssportler. Solange ich auf den Wettkämpfen nicht unter den Besten gehöre, sehe ich mich eher als Freizeitsportler. Das Alles ist allerdings nicht wichtig. Wichtig ist sich selber Ziele zu setzen und glücklich zu werden damit. Gesund bleiben und Spaß haben. Früher war ich mal Leistungssportler, so ein wenig hat das auch Einfluss auf mein Training heute. Allerdings interessieren mich die Wettkämpfe und der Beweis meiner Leistungsfähigkeit nur wenig. Erst wenn ich in relevante Zeiten Laufe, wird sich das konkret ändern. Im Moment bin ich damit zufrieden mich als Freizeitsportler zu sehen. Hauptsache Gesund und glücklich.

Grüße
Martin

 
Haldern_2010_6_medium deschbeck 21 Beiträge

Es ist für mich auch nicht wichtig ein ambitionierter, Freizeit- oder Leistungssportler zu sein, denn das sehe ich wie Du, das Spaß und Gesundheit im Fordergrund stehen sollte. Und wenn ich durch das Laufen eine bessere Gesundheit und dazu auch noch Spaß habe, dann habe ich viel erreicht und bin glücklich.

Das streben nach schnelleren Zeiten, finde ich hat etwas mit persönlichen Ehrgeiz zu tun und kann in allen 3 Stufen vorhanden sein. Beim ambitionierten wie Leistungssportler sowieso, aber auch beim Freizeitsportler.

 
Icon_missing_medium credo 128 Beiträge

Hallo, ist nicht einheitlich definiert. Es gibt aber ein paar Versuche, die sich an den Wochenstunden orientieren. Gesundheitsoptimum nach Paffenbarger: ca. 5 Std./Woche. Freizeitsport ambitioniert ca. 7 – 10 Std. Leistungssport über 12 Std./Woche. Wobei es dann auf die Sportart ankommt: Triathlon Ironman Profi: 40 Std.,

Kenianer bei Dr. Rosa für Marathon: 20 Std. Radfahrer und Ruderer im Profibereich auch eher 40 Std.

Zintl/Eisenhut haben es anschaulich in dem Buch: Ausdauertraining beschrieben.

Viel spass beim Lesen und Laufen, credo

 
Biel_2012_-_nach_100_km-smal_medium meberl 15 Beiträge

…also auf über 12 Stunden Training komme ich nicht. 40 Stunden geht auch nur, wenn man beruflich nur Sport treibt. Damit ist sicherlich nicht die reine Laufzeit gemeint, sondern das gesamte Training: Warm machen, dehnen, training etc.

 
88_medium lottediemotte 45 Beiträge

Hallo ,

ich finde man ist ein ambitioniert, wenn man regelmäßig läuft und wenn man auf grund einer Zwangspause Entzugerscheinungen bekommt. Ein ähnliche Frage stelle ich mir immer, wann verlässt man den Anfängerstatus. Für mich stellt sich diese Frage immer, wenn ich einen Trainigsplan suche. Meistens fällt man unter die Anfänger immer, wenn man den Marathon in 4:30 schaffen möchte und dann kommt man in die Kategorie ambitionierter Läufer bei den  4:00 Trainigsplänen . In welche Schublade kommt man denn wenn man 4:10 oder 4:15 anstrebt.

 
Haldern_2010_6_medium deschbeck 21 Beiträge

Das mit dem Anfänger ist auch noch mal ein gutes Beispiel. Ist man überhaupt ein Anfänger wenn man einen Marathon läuft bzw. laufen kann? Derjenige der fast ohne Training einfach mal einen laufen will weil es gerade Mode ist, bestimmt. Derjenige der sich aber so wenig Risiken wie möglich aussetzen will und die Marke (2 Jahre Lauferfahrung vor dem ersten M) einhält, ist in meinen Augen kein Anfänger mehr, egal bei welcher Zielzeit.

Vielleicht kann man Anfänger oder nicht Anfänger eher in Jahren des betreibens der Sportart/Laufen rechnen, unter 1 jahr regelmäßigem Laufen = Anfänger?!

 
Biel_2012_-_nach_100_km-smal_medium meberl 15 Beiträge

Hallo,

für mich ist man Leistungssportler, wenn man unter die 3 Stunden läuft. Obwohl ich eine Zielzeit von 3:30 Stunden für den Marathon anstrebe, fühle ich mich mehr wie ein Freizeitsportler. Möchte ich unter die 2 Stunden kommen, braucht es ein tafferes Training wo ich bis zu 3 mal am Tag laufe. Das ist allerdings nur möglich, wenn Sport mein Beruf ist.

Grüße
Martin

 
Biel_2012_-_nach_100_km-smal_medium meberl 15 Beiträge

..und offen gestanden ist es doch unwichtig wie wir uns kategorisieren. Am Ende zählt das Ergebnis. Solange ein Läufer nicht zur Landes- oder sogar zur Weltklasse gehört, ist er Freizeitsportler. Im Leistungssport geht es um Ruhm, Anerkennung und vorallem Geld. Wenn ich mir die TOP-Zeiten von 2:05 Stunden auf Marathon anschaue und sehe wie diese Leute trainieren, finde ich es schon unpassend, wenn ich mir Gedanken mache ob ich Freizeit- oder ambitionierter Sportler bin.

 
Haldern_2010_6_medium deschbeck 21 Beiträge

Mir gehts hier auch nicht darum wie sich ein einzelner eingruppiert. Nur wird man ja immer wieder damit konfrontiert wie hier bei den persönlichen Einstellungen, bei Trainingsplänen, bei der persönlichen Einstellung der Uhr in Foren etc.

Ich hatte mal in einem Forum etwas gefragt und dort wurde mir (recht grob) gesagt das ich das im falschen Bereich geschrieben habe, das hätte zu den Anfängern gehört. Wenn es aber keine feste Regeln gibt, woher soll man das wissen. Deswegen habe ich hier mal gefragt wie Ihr das so seht um auch zu gucken ob ich meiner Einschätzung völlig daneben liege.

 
Biel_2012_-_nach_100_km-smal_medium meberl 15 Beiträge

Zu dem Thema Laufen gibt es ja ne ganze Menge zu lesen. Viele professionelle Läufer, wie zum Beispiel Herbert Steffny, liefern ein ausgiebiges Basiswissen. Wenn es Fragen sind die in der allgemein gültigen Literatur zu finden sind, ist es wohl eher eine “Anfänger” Frage. Fragen nach “Wie finde ich den richtigen Schuh für mich?”, “Wie ermittel ich meinen MaxHF”, “Soll ich Magnesium nehmen?” etc. gehören dazu. Weitergehende Fragen wie “Wie verhalte ich mich bei Achilles Problemen?”, “Wie steigere ich meine Leistung durch richtige Ernährung”, “Wie dehne ich richtig, bringt das wirklich etwas?” gehören aus meiner Sicht in die Leistungsorientierte Thematik. Dennoch machen sich doch Leute lächerlich, die meinen, dass es einen Klassenunterschied gibt zwischen Hobby-Jogger, Läufer, Marathonläufer, ambitionierter Sportler oder Leistungssportler. Wenn ich damals eine Landesmeisterschaft gewonnen habe oder mal international auf dem Treppchen stand, hat es für mich wenig Bedeutung gehabt. Die Pokale und Medailien habe ich verschenkt. Es war mir schlicht weg egal und auch etwas peinlich, wenn ich erster wurde, weil es keinen gab der den Sport ernsthaft verfolgt hat. Mir ging es damals nur darum, meine eigene Leistung zu verbessern.

Jeder der hier Sport treibt und seine Leistung verbessern will, hat mein ehrlichen Respekt verdient. Auch die jenigen, die aus beruflichen und privaten Gründen nicht mehr leisten können und dennoch am Ball bleiben, haben ausserordentliche Anerkennung verdient. Ein Leistungssportler zeigt mir was alles möglich ist. Dadurch erhalte ich Ziele an denen ich arbeiten kann. Wer weiss, vielleicht werde ich mal so gut werden, dass ich einem Hochleistungssportler im Wettkampf Auge um Auge begegnen kann. Ein kleines Lächeln der Annerkennung würde mir fürs Leben schon reichen. Bis dahin konzentriere ich mich auf die Leistungsverbesserung, die mir in meinen Rahmenbedingungen möglich ist. Einen Klassenunterschied lehne ich kategorisch ab, weil es unsportlich ist.

 
Marathon_1a_medium Running Gag 105 Beiträge

Hallo Deschbeck,

 

laut Definition ist die Ambition der Ehrgeiz oder der starker Wunsch, ein bestimmtes Ziel zu erreichen!

 

Ich denke, dass es erst mal unwichtig ist, wie wir uns kategorisieren. Wir sind alle Sportler. Der eine rennt, der andere läuft, der dritte joggt, aber alle tun das Gleiche. Wir bewegen uns aus einem für uns wichtigen Grund heraus.

Auch diese Gründe sind bei jedem anders.

 

Wenn in einem Forum Dir jemand grob sagt, dass Du hier falsch bist, ist meiner Meinung nach nur einer falsch, nämlich der, der Dir diese Antwort gab!

 

Es geht hier nicht um Kastendenken, sondern um den Austausch von Sportlern untereinander. Nach dem Motto: Der olympische Gedanke. Dabeisein ist alles.

 

Wenn Du ein festes Ziel hast, und den Ehrgeiz dazu, dieses zu erreichen, dann stelle doch für Dich ambitionierter Sportler ein. Denn das bist Du dann!

 

Viele Grüße

 

Wil E. Coyote

 
Icon_missing_medium klecks 14 Beiträge

Ich glaube das mit den Kategorien ist etwas überzogen. Kategorien sind nicht schlimm! Das was wir über diese Kategorien denken ist doch das Problem. Wenn ich das hier lese sind ja die Leistungssportler die, die gut angesehen werden. Die Sportler und Freizeitsportler sind dann nicht mahr ganz so toll und die Anfänger sind die armen Schweine, die das ganze Mitleid verdienen! Ich bin Anfänger und habe kein Problem damit. Einen passenden Trainigsplan zu finden in den entsprechenden Kategorien ist doch viel leichter. Wären wir alle einfach nur Sportler würde sich eine solche Suche schon schwieriger gestalten.

Hier wird immer ein Marathon als Maß herrangezogen. Was ist den wenn wir plötzlich einen 150km Lauf als Maß nehmen? Dann sind hier sicher plötzlich mehr Anfänger wie noch vor der neuen Einteilung. Können diese Leute dann schlechter laufen? Sicher nicht! ;)

Jemand der seit vielen Jahren “seine” Runde joggen geht ist meiner Meinung nach kein Anfänger mehr. Der weiß was er macht. Auch jemand der seinen 12 oder 14 Marathon läuft ist kein Anfänger mehr, nur weil er sich nicht wünscht diesen unter 5h zu beenden. So ein Mensch weiß er kommt ins Ziel und kennt auch ganz genau seinen die Bedürfnisse, die sein Körper für eine solche Strecke hat. Was wieder bedeutet, Kategorien müssen definiert werden. Erst über Leistungsziel (egal wie groß oder klein) und Leistungsstand (realistisch) kann ich mich in eine Kategorie einordnen. Und auch dann sind die Grenzen fließend. Alles andere ist Geschwafel!

 

LG Maik

 
Icon_missing_medium credo 128 Beiträge

Hallo klecks, katerogien werden von der Wissenschaft und z.B. vom Deutschen Institut für Normung nicht nur gemacht um zu “schwafeln” sondern um eine wenigstens annähernd einmheitliche Terminologie zu haben, damit nicht völlig aneinander vorbeigeredet wird. Ebenso wirst Du auch froh sein das z.B. eine Schukosteckdose in Deutschland in die Katerogie Elektrozubehör gehört und nicht auch noch von Haushalt zu Haushalt unterschiedlich ist. Selbst wenn Du damit nicht einverstanden bist, die Sportwissenschaft hat Katerogien eingeteilt. Gehe mal zu einem Kongress und sage z.B. Dr Kuno Hottenrott, das er geschwafel von sich gibt. Dann schreibe mal, wie er darauf reagiert. Würde mich wirklich interessieren. Viel Spass, und alle waren mal Anfänger, nämlich als Säugling….

 
Icon_missing_medium klecks 14 Beiträge

Hallo credo,

ich weiß nicht mal wer Dr. Kuno Hottenrott ist. Aber ich habe mich auch nicht gegen Kategorien ausgesprochen. Ganz im Gegenteil. Kategorien sind gut und hlefen uns bei der Ordnung. Eine Steckdose ist klar viel deutlicher abzugrenzen wie etwas das variabel ist. Vom Sportler zum Leitungssportler sind die Grenzen wohl eher schwimmend. Deswegen hab ich gesagt, “Erst über Leistungsziel (egal wie groß oder klein) und Leistungsstand (realistisch) kann ich mich in eine Kategorie einordnen.” ;)

LG

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