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Verlust des antrainierten

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Marathon_medium Romeo 111 Beiträge

Hallo zusammen,

 

Aufgrund von leichten körperlichen Problemen möchte ich mein Training 3,5 Wochen vor meinem Marathon reduzieren, in der Hoffnung das sich eine Besserung einstellt. Ich stelle mir vor, max. 3 Einheiten/Woche zu absolvieren, davon keine Einheit länger als 11 km. 

Hier die Frage: Nach welcher Zeit verliert man die antrainierte Kondition, oder ist ein Tapering von 3,5 Wochen sogar förderlich?

Über Eure Meinung und Erfahrung wäre ich dankbar.

 

Romeo  

 
Img_1130_medium Ponschi 78 Beiträge

Hallo Romeo,

am Sonntag Nachmittag kann ich dir sagen wie viel Kondition man nach 12 Wochen Pause verliert.

Ich bin selber mal gespannt ob 2 1/2 Wochen Training nach einer so langen Pause für einen Marathon reichen.

Bis bald….. Ponschi

 
Icon_missing_medium EFah 153 Beiträge

Hallo Romeo,

meiner Erfahrung nach verliert man zuerst die Schnelligkeit. Dem könntest Du evtl. (sofern körperlich möglich) mit Steigerungsläufen abhelfen. Intervall und Tempodauerläufe gehen bei Verletzungen zu sehr an die Substanz. Steigerungsläufe (4 mal 100 Meter vom Traben zum schnellst mgl. Tempo) sind hier ein gewisser Kompromiss. Du kannst diese einfach in Deinen normalen Lauf einbauen.

Die Grundlagenausdauer wirst Du in 3,5 Wochen keinesfalls verlieren, sofern Du vorher ausreichend Lange Läufe absolviert hast.

Ich hatte mal eine ähnliche Situation, habe mich dann wirklich geschont und bin danach Bestzeit gelaufen. Also keine Panik. Lieber auskurieren als mit dem Kopf durch die Wand.

Ich drück Dir die Daumen.

EFah

 
Profilbild_medium dirge 77 Beiträge

Nun, ein bisschen geheimnisvoll hast Du das ja jetzt schon gemacht: "Aufgrund von leichten körperlichen Problemen…".


Du möchtest wohl vermeiden, dass wir versuchen Dir den Marathon ganz auszureden ;-).


Nun aber ernsthaft: Ich sehe in einer 3 1/2 Wochen andauernden Taperingphase kein Problem. Es gibt da ja ohnehin verschiedene Auffassungen zu dem Thema und sogar solche, die 4 Wochen Tapering empfehlen (siehe Runners World – Marathon Special) . Runners World gehört nun nicht gerade zu meinen absoluten Referenzen, aber in so einem Fall würde ich mir einfach die Meinung greifen, die zu meiner Situation am besten passt.

Warum? Weil ich denke, dass der Kopf dabei sowieso die größte Rolle spielt.

Wenn Du denkst: "So ein Mist, jetzt geht alles den Bach runter!" wird Dich das belasten. Wenn Du denkst: "Na ja, jetzt mache ich mal ein ausgiebiges Tapering. Die werden schon irgendwie recht haben." und Du glaubst ganz fest daran, dann wirst Du während des Laufes nicht das Gefühl haben, dass Dir irgendetwas fehlt.


Nun noch etwas aus meinem eigenen Erfahrungsschatz:

Am 20.04.2008 bin ich den Zürich Marathon gelaufen. Nur 18 Tage davor hatte ich einen recht schweren Fahrradunfall, nach dem ich 11 Tage lang gar nicht trainiert habe und dann nur noch einen kurzen Testlauf absolviert konnte, um zu sehen, ob das Laufen überhaupt geht.

Von meiner Leistungsfähigkeit bei dem Marathon war ich dann doch recht überrascht.


Kurz: gehe es einfach positiv an und sag Dir, Du wirst wenigstens gut erholt an den Start gehen. Vielleicht wirst Du dann von Deiner Leistungsfähigkeit ebenso überrascht sein.


Viele Grüße und gute Besserung

dirge

 
Profilbild_medium dirge 77 Beiträge

… nur noch einen kurzen Testlauf absolvieren konnte,…

 
Brocken_1 Ralf 67 70 Beiträge

Hallo Romeo,

zuerst einmal vielen Dank für deine Rückmeldung zu meinem Blog.

Aus diesem konntest du entnehmen, dass ich genau ab dem 2. Halbjahr (26 KW-siehe Kilometerspiel) mein ohnehin nie 3 Wocheneinheiten übersteigendes Training weiter reduziert habe. Bin nur auf 20 km im Schnitt pro Woche gekommen.

Mir ist es an diesem Tage gelungen mein eingeschätztes Tempo (3:45 h) zu laufen und zu halten. Ich denke das die Grundlagenausdauer, ist sie erst einmal vorhanden, nicht leidet. Die Tempospitze allerdings schon. Im “normalen” Trainingszustand hätte ich den Darmstadt Marathon statt mit 3:41h sicherlich in 3:20h – 3:25h beendet.

Diese Erfahrung mache ich jede “längere” Trainigspause.

Kurz: Marathon geht (fast) immer, nur nicht schnell!

 

Viele Grüße

Ralf

 
Marathon_medium Romeo 111 Beiträge

@Ponschi, ich wünsche Dir für Deinen ersten Marathon nach so "langer" Zeit viel Erfolg und ein gesundes Finish


@EFah, Deine Aussage macht mir mut. Ich werde alles geben und berichten.


@dirge: bereits in Deinem ersten Satz hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen. Aber so weitreichend ist Euer Einfluss dann auch nicht ;-). Und wenn mir morgens vor dem Marathon das Bein abfällt, würde ich noch an den Start gehen, eh humpeln.


@Ralf: leider oder zum Glück ist mir nicht nur das Finish sondern auch die Zeit nicht ganz unwichtig.


Heute habe ich dann also mal wieder eine lockere 10 km Trainingseinheit eingelegt. Beim Blick anschliessend auf die Uhr habe ich dann verdutzt festgestellt, dass ich nur 50 Minuten gebraucht habe. Vielleicht sollte ich es wirklich etwas langsamer angehen lassen. Aber die Intervalle und etwas mehr Pause macht sich also bezahlt.


P.S. Ich freue mich auf den Marathon.

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