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Umfrage_2018

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hilft schnelleres Laufen gegen Knieschmerzen

Abonniere hilft schnelleres Laufen gegen Knieschmerzen 11 Beiträge, 6 Stimmen

 

101_medium Maratommy 322 Beiträge

Hallo liebe Msps !

Tommy hat mal wieder ne Frage. Ich hatte ja über meine Knieprobleme berichtet.

Folgende Theorie ist mir durch den Kopf gegangen und ich brauche mal  Input von den Profis unter euch ob das so sein kann wie ich mir das denke.

 

 

THEORIE TOMMY :  Ich laufe langsam und belaste durch die relative lange Zeit auf einem Bein mehr Körpergewicht auf die Kniegelenke

                           und habe dadurch schneller Schmerzen.

                          Ich laufe schneller und habe durch die relativ kurze Zeit die jedes Bein den Oberkörper trägt weniger Belastung und

                           dadurch natürlich weniger Schmerzen.

 

oder ist das alles Quatsch was ich mir da ausdenke und die Schmerzen kommen aufgrund der langen Distanz ( 30.5 KM )

 

Wenn meine Theorie stimmen würde hätte ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Bessere Zeitpuffer für den Besenwagen und weniger Schmerzen.

Ernsthaft gemeinte Vorschläge bitte an diese Adresse schreiben. Natürlich könnte ich auf mit dem Bus fahren aber das wäre ja geschummelt :-)

 
Marathon_12_medium andy67 376 Beiträge

Hallo Tommy,

nein, das kann so nicht funktionieren, da Du mit höherer Geschwindigkeit auch dementsprechend härter mit dem Fuß aufsetzt und daher auch das Knie mehr Druck abbekommt.

Mach jetzt die angekündigte Reduzierung und dann wieder sehr langsam steigern. Trägst Du Kniebandagen beim Laufen? Damit kannst Du das / die Knie stabilisieren.

Viele Grüße

Andy

 
101_medium Maratommy 322 Beiträge

Hallo Andy ! Danke erstmal für die schnelle Antwort. Dann bin ich jetzt schon mal weiter.

Kniebandage habe ich von Bauerfeind. dei hilft ganz gut. Also bleib ich bei meinen langsamen Läufen. Danke Dir

Habe mir zusätzlich ein Patellasehnenband bestellt

 
P4120036_medium traumboot 273 Beiträge

Deine Krankheit wirkt sich auf jeden fall auf die Symetrie deiner Bewegung aus. Um dein großes Ziel zu erreichen mußt du Mittel und Wege finden, Die Schmerzen sind ein Signal, und du mußt darauf hören. Auch wenn du viele Schmerzen ertragen kannst, das ist nicht die Lösung. Wenn du die Schmerzen vermeidest machst du alles richtig.

Und schneller lieber Tommy……………..Masse mal Beschleunigung… hää

Grüße Traumboot 

 
Dsc_0366_medium teadjay 284 Beiträge

Tommy, doe Lösung heisst halt – auch wenn es schwer fällt – weniger Belastung, also weniger Training.

Ich meine mehrfach gelesen zu haben, dass für Nicht-Profi´s von Trainingsdauern über 3h abgeraten wird, weil die Belastung als solche (unabhängig von der zurückgelegten entfernung) zu groß wird und man die Grenze halt nur im Wettkampf überschreiten sollte.

 
Sg101952_medium ThomasKnacks... 50 Beiträge

Hallo Tommy,

 

deine Annahme ist nicht neu(da muss ich Dir leider die Urheberrechte aberkennen). Ich meine Manfred Steffny hat mal(sinngemäß, bitte nagel mich nicht fest) den Ausspruch getan: Wenn Du Probleme mit der Muskulatur oder dem Stützappart bekommst, einfach schneller laufen. Es mag ja sein, dass man bei einer wissenschaftlichen Untersuchung, zu der man ein paar Doktoren einlädt, zu einer messbaren Erleichterung in minimalen Bereichen kommt, aber mal ganz ehrlich: Bei den Beschwerden die Du beschreibst und bei deinem gesundheitlichen “Handicap” ist das eine Illusion. Ich verfolge deine Berichte und kann Dir nur einen Tipp geben(ich weiß, damit ist Dir nicht viel geholfen): Höre auf deinen Körper, wenn er sich bei Dir meldet. Versuche zusammen mit ihm zu kämpfen und nicht gegen ihn. Wenn er alles auffährt, was er zu bieten hat; oder andersrum: Dir alles verweigert, hast Du keine Chance, egal wie willensstark Du auch sein magst. Wie das genau aussehen soll? Die Frage kann im Endeffekt nur einer beantworten; nämlich Du! 

Ansonsten sind diese “einfachen” Lösungsvorschläge oft reizvoll. Als mein Sohn noch klein war, hat er mal zu mir gesagt: “Ich weiß, wie Du Haile Gebresselassie schlagen kannst.” Da war ich echt gespannt. Der Ratschlag: “Du musst nur bei einem Rennen mitlaufen, bei dem er startet. Du bleibst einfach an ihm dran und kurz vor dem Ziel überholst Du ihn.” Tja…ich hatte nie die Chance, das auszuprobieren, aber ich denke mal, dass Haile eine knappe Stunde vor mir ins Marathonziel gerannt wäre. Doch reizvoll war der Gedanke schon. Halt eine schlichte, einfache Taktik…

Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen, dass Du Deine Wünsche für dieses Jahr erfüllen kannst.

 

Grüße aus Delligsen

 

Thomas

 

 

 
101_medium Maratommy 322 Beiträge

@Thomas Knackstädt…..vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht. Von Profis kann man ja nie genug lernen. Ich gebe Dir Recht das dieses Ziel wahnsinn ist aber alles im Leben hat Gründe, warum man sich solche irrealen Ziele setzt.

Seit meinem 8 Lebensjahr habe ich starke Schmerzen und der Körper sowie der Geist gewöhnt sich an diese Dinge….irgendwann. Und leider wurden die Schmerzen immer schlimmer und auch daran gewöhnt man sich und irgendwann wirds zur Lebensaufgabe die Backpfeifen die der Körper einen gibt zu ertragen und die Wangen hinzuhalten und einfach das beste daraus zu machen.

Manchmal, relativ selten seniere ich darüber und frage mich…Thomas  wann war es das letzte mal als Du keine Schmerzen hattest ?…und dann merke ich das ich das nicht beantworten kann und denke mir, egal Du kannst es nicht ändern …mach das beste draus.

Ich muss nach Lösungen suchen, das ist meine Aufgabe, ich greif sehr oft in die Sch…ße weil mein Körper  STOPP sagt und dann beginnt das eigentliche Spiel. Wie kann ich meinen Körper dazubringen seine Meinung zu revidieren ?

Es gibt fast immer einen Weg und den werde ich finden. Zur Zeit habe ich keine Lösung aber ich vertaue auf meine Erfahrung diesbezüglich.

Die Geschichte mit Deinen Sohn finde ich einfach nur klasse. Solch ähnliche Theorien spricht meine Tochter ( 6 Jahre ) oft auch aus.

 

Ich freue mich das Du meine Berichte liest und ich freue mich noch mehr wenn Du Deine Erfahrung miteinspielen läßt. Für Ratschläge bin ich immer offen. Allerdings ziehe ich natürlich das raus was ich für mich anwenden kann.

Ich brauche nach " ROM " mit Sicherheit länger als andere meine Zeit aber auch ich werde ankommen. Wie genau wird meine Aufgabe sein das herauszufinden.

 

 
Sg101952_medium ThomasKnacks... 50 Beiträge

Hallo Tommy,

 

nach Durchsicht des Threads will ich mich jetzt doch noch einmal zu Wort melden. Ich verspreche, dass es abschließend sein wird. Ich möchte meinen Senf einfach noch mal dazugeben, da es sich ja wirklich um eine außerordentliche Situation handelt.

Die Ausgangssituation ist: Du bist krank und alles andere als ein “typischer” Langstreckenläufer. Du willst einen Marathon laufen!

Okay, was kann man da machen? Als Trainer sage ich folgendes: Wenn man kein typischer Langstreckenläufer ist, wieso sollte man sich dann auf einen Marathon typisch(d.h. klassisch) vorbereiten? Macht das Sinn? Wenn es problemlos geht; ja. Wenn es nicht problemlos geht; nein.

Bei Dir sind es vor allem die Schmerzen, die jeden langen Lauf zu einer Tortour machen. Falls ich das in deinen Beiträgen richtig mitbekommen habe. Zudem schreibst Du, dass du ständig Schmerzen hast.

Das klassische Ausdauertraining für den Marathon sucht das Salz in der Suppe in den Langen Läufen. Das ist auch okay. Wenn die jedoch zur Qual werden, und das erklärte Ziel des Läufers ohnehin ist nur ist über die Ziellinie zu laufen, bevor die Zeitmatte eingerollt wird, ist dann die klassiche Grundlagenausdauer noch immer unverzichtbar? Ich sage: In bedingtem Umfang: Nein!

Bei einem sehr langsamen Lauf sollte es möglich sein, mit geschickter Vorbereitung und Verpflegung während des Rennens die Kohlenhydratspeicher nie vollständig zu entleeren. Damit wäre der Mann mit dem Hammer schon mal ad acta gelegt.

Wenn ich deine Berichte lese, habe ich den Eindruck, dass ab Kilometer 20 ohnehin nicht mehr deine Grundlagenausdauer das Laufen in Gang hält, sondern dein starker Wille. Insofern machen die langen Läufe; jedenfalls was DEINE Grundlagenausdauer angeht, wenig Sinn. Es sei denn, sie sorgten dafür, dass du keine Schmerzen mehr hast. Das kann ich aus deinen Berichten jedoch nicht entnehmen. Somit sind diese Läufe für mich, aus Sicht eines Trainers, kontraproduktiv.  Beim Marathonstart musst du in diese Schmerzphase ja ohnehin hinein, egal ob du lange Läufe trainiert hast, oder nicht. Sollte das so sein, ist der erlittene Schmerz in den Trainingsläufen nicht Gewinn bringend. Im Gegenteil, er frustriert dich und belastet den Körper über Maß.

Würdest Du in unserer Gruppe laufen, käme von mir für dein Training folgender Vorschlag: Die Geschichte mit Laufen/Gehen ist okay. Ich halte zwar von bekannten Laufmethoden wenig, da der Autor sie weder für Dich persönlich geschrieben hat, noch sie für Dich persönlich Hundertprozentig passend sind. Aber wenn Du damit klar kommst, ist das gut.

Ich würde fünf Trainingseinheiten die Woche zwischen einer und anderthalb Stunden einplanen(immer davon abhängig, wann die starken Schmerzen beginnen). Dabei würde ich die Geh/Lauf Intervalle variieren und auch die Geschwindigkeit der Laufintervalle variieren. Solltest Du schmerzfrei, oder schmerzfreier, Rad fahren oder Schwimmen können, würde ich eine der fünf Einheiten dazu nutzen, so lange wie möglich zu fahren oder zu schwimmen. Da wäre ein wenig Grundlage durch die Hintertür zu ernten.

Für den Tag X würde ich gezielt Tests im Training machen, was ich trinken und essen kann, während ich mich belaste. Viel Kalorien, die mich beim Laufen nicht belasten, das wäre gut. Vor dem Marathon würde ich  diese Nahrungsaufnahme in einem Halbmarathonwettkampf testen. 

Am Tag X sollte die Vorbereitung ausreichen, um dein Ziel zu erreichen. Wobei deine Situation, das sollte dir klar sein, es immer zu einem Vabanquespiel macht, ob du ankommst oder nicht. Wichtig ist, dass Du ausgeruht und frisch am Start stehst und nicht durch zu hartes Training bereits leicht angeschlagen bist. Dann heißt es für dich einmal(dann vermutlich jedoch richtig) zu beißen und Schmerzen zu ertragen. Ich gehe davon aus, dass sich das sowieso nicht verhindern lässt. In diesem Bereich verfügst du ja auch über eine Willensstärke, die lauftechnisch zu deinen Stärken gehört und nicht noch extra trainiert werden muss.

Vorteil dieser Methode wäre, den Schmerz im Training in Grenzen zu halten, den Körper nicht ständig überzubelasten, und nicht unnötig viel zu trainieren, für ein Ziel, das man vermutlich auch mit weniger Belastung erreichen kann.

So würde ich das in unserer Gruppe vorbereiten. Dann bliebe für dich nur noch die Möglichkeit, das zu probieren(bei Misserfolg würde ich dann auch die Verantwortung für das Ergebnis übernehmen/es sei denn du fällst verletzungsbedingt oder durch Krankheit aus), oder für Dich allein zu trainieren(ja, so hart läuft das hier in Delligsen).

Da du allerdings nicht bei uns trainierst, brauchst Du dich diesem strengen Diktat nicht zu beugen. Du kannst dir das Durchlesen, es vielleicht mal probieren, oder auch nicht. Du merkst ja schon an der Resonanz anderer User, dass einige der Meinung sind, du würdest dich zu sehr “quälen”. Ich sehe das ähnlich. Allerdings habe ich nichts dagegen, wenn jemand sich sehr quält. Ich stehe nur nicht darauf, wenn sich jemand unnötig quält. Der Mensch ist die Krone der Schöpfung geworden(leider auch im negativen Sinn) weil er eines besser kann als jedes andere Lebewesen: Mit wenig Aufwand möglichst viel zu erreichen. Das ist sozusagen das menschliche Grundprinzip jeglichen Handelns. Wieso also sollte man sich das nicht auch beim Laufen zu Nutze machen…

So…das war jetzt wieder mal viel zu lang und ausschweifend und vermutlich auch nicht wissenschaftlich belegt, aber egal. Ich hoffe, ich habe nicht zu viel “Mist” geschrieben, den der ein oder andere Laufpapst völlig anders sieht, aber wenn doch…was solls.

Also: Abschließend noch einmal viel Glück für dein Vorhaben. Wir werden ja lesen, was dabei herauskommt.

 

Grüße aus Delligsen

 

Thomas Knackstedt

 

 

 
P4120036_medium traumboot 273 Beiträge

Hallo Tommy,

ich denke Thomas Knackstedt spricht das aus was viele denken. Ich würde auf die Ratschläge hören!

 
101_medium Maratommy 322 Beiträge

@thomas….Erst einmal vielen Dank das Du Dir so viele Gedanken über meine Person gemacht hast. Das weiß ich wirklich zu schätzen.

Bezüglich der Schmerzen bei langen Läufen muss ich sagen das ich meinen Morbus Bechterew sehr gut im Griff habe, allerdings bin ich auch sehr fokussiert. Ich habe durch den Schießsport gelernt mich völlig in die Handlung zu vertiefen. Die Knieproblem sind allerdings ein Schmerzbereich den ich sonst nicht gewohnt bin und deswegen schlechter psychisch verpacken kann.

Ich gebe Dir da vollkommen Recht das es momentan unsinnig ist die langen Läufe bei derartigen Schmerzen durchzuführen, denn irgendwann läßt auch der stärkste Geist nach.

Ich muss noch überlegen wie ich es mache. Die fünf Einheiten sind für mich schwer zu bewältigen, da ich zeitlich doch schon arg eingeschränkt bin.

Momentan laufe ich relativ kurze Einheiten die sich 3 mal die Woche zwischen 5 -15 Km bewegen. Die Variation werde ich zusätzlich einbauen .

Ich werde Ende Januar den nächsten langen Lauf noch versuchen und testen was mir die 14 Tage des verhaltenen Trainings gebracht haben. Sollte keine Verbesserung eingetreten sein und ich immer noch auf dem Zahnfleisch gehen, werde ich definitiv umschwenken.

Dafür müßte ich mein Privatleben allerdings umkrempeln.

Eine vertrakte Situation ,allerdings bin ich sehr dankbar für die wertvollen Tips, die mir die Möglichkeit bieten zu variieren.

Es wird definintiv einen Weg geben den Marathon zu schaffen. Wer 30 KM schafft, wird die 12 auch noch hinbekommen.Davon bin ich felsenfest überzeugt. Da leider niemand ( oder Gott sei Dank ) sich in meinen Körper reinfühlen kann ist jeder Tipp auch natürlich von mir anders auszuwerten wie er von aussen vielleicht wahrgenommen wird.

Wie heißt es so schön. Man kennt sich selbt am besten.

Die Erfahrung die hier viele Läufer haben und weitergeben ist ein ganz wichtiger Bestandteil meines Trainings. Und Thomas Du kannst sicher sein das ich mir das sehr zu Herzen nehme.

Ob ich alles so umsetzten werde, kann ich jetzt noch nicht sagen, aber auf jeden Fall regt es mein Denken und schließlich auch mein Handeln an.

Ich werde mir von eurem Wissen die Rosinen rauspicken und freue mich auf den Tag …Danke dafür zu sagen wenn ich es geschafft habe.

 

 
Img_20180627_222757_medium Joern75 58 Beiträge

Up the irons Tommy!

Zieh dein Ding durch!

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