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Heilfasten und Lauftraining

Abonniere Heilfasten und Lauftraining 16 Beiträge, 10 Stimmen

 

6-stunden-lauf-09-11-2008_014_medium Jeremies 65 Beiträge


Hallo zusammen,



ich beabsichtige in der nächsten Zeit mal eine Woche Heilfasten zu machen!



Hat jemand von euch Erfahrung mit Heilfasten gemacht und dabei auch noch das Lauftraining weitergemacht?



Mir ist schon bewusst, dass ich in der Zeit des Fastens keine Powereinheiten machen sollte, aber ganz aufs Laufen will ich dennoch nicht verzichten! Auch wenn es nur eine Woche ist!



Berichtet mir doch bitte von euren Erfahrungen!



 



Danke und einen schönen Gruß



Olli



 
Bospa08snr893q_medium derRene 326 Beiträge


Warum willst du denn als Sportler heilfasten???



Ich kenn mich wirklich nicht wirklich mit so etwas aus, da so etwas nicht für mich in Frage kommen würde… Aber als Läufer ist doch jeder langer Lauf ähnlich wie Heilfasten…. Klar ist das nicht so intensiv, aber der Körper geht auch an seine Reserven (je nach Trainingszustand mehr oder weniger)…



Ich weiß nur von meiner Schwiegermutter, die das auch mal probiert hat. (sie macht keinerlei Sport) Das sie nach 3 Tagen abbrechen mußte, weil sie ständig (noch) schlechte(re) Laune hatte und ihr ständig schwarz vor den Augen geworden ist… Ich halte es für sehr bedenklich dann noch Sport zu machen… Ich denke mal jeder Arzt wird dir davon abraten. Und ich finde du solltest dazu schon einen Arzt befragen.



Ja nachdem was für eine Form von Heilfasten du machen willst (gibt da ja verschieden Varianten), das meiste sollte eh nur unter ärztlicher Kontrolle stattfinden…



 
Icon_missing_medium maraman 2 Beiträge


Hallo Olli,



ich habe die letzten 3 Jahre zu Jahresbeginn jeweils eine Woche gefastet. Bei mir ging es in erster Linie darum langfristig etwas Gewicht zu verlieren und die Ernährung langsam gesunder/bewusster werden zu lassen. Ich bin Wiederholungstäter, denn es war für mirch immerwieder ein toller Impuls, der mich meinen Zielen näher gebracht hat.



Meiner Erfahrung nach brauchst Du auch aufs Laufen nicht zu verzichten, ich war nach den ersten ein/zwei Tagen Gewöhnung regelmäßig bester Laune und zu leichten Trainigsläufen in der Lage. Gerade auch bzgl. der (gar nicht so stark eingeschränkten) Leistungsfähigkeit fand ich den ‘GU Ratgeber Gesundheit – Wie neugeboren durch Fasten’ sehr motivierend.



Was hier angeregt wird ist (und was ich auch bestätigen kann): Es wichtig ist sich die Fastenzeit als Zeit für sich selbst frei zu machen. Arbeiten, Laufen, sonstige Freizeitaktivitäten ist alles drin, sollte sich aber der Besinnung auf sich selbst nachgeordnet werden können.



Viel Erfolg und eine tolle Erfahrung



wünscht



Christian



 



 



 



 
Heilbronn_2007_medium emma 41 Beiträge


Hi Olli,



ich faste schon seit Jahren regelmäßig im Frühjahr 7 – 10 Tage am Stück. Schön nach Anweisung und mit vorherigem Ärztlichem Einverständniss. Ich Heilfaste auch ganz geziehlt nicht wenn ich im Urlaub bin sondern in einer ganz normalen Arbeitswoche. Ich gehe auch regelmäßig laufen (3-4 mal die Woche) nur natürlich im absolut regenerativen Bereich und nicht über 1 Stunde. Auch lauf ich in dieser Zeit nur mit Laufpartnern, nie alleine, weil es immer mal sein kann es wird einem Übel oder der Kreislauf spinnt. Ich stelle in diesen Tagen immer wieder fest wie viel Power in mir steckt, denn eigentlich müßte der Körper ja an Kraft verlieren aber es ist ganau umgekehrt. Durch das, das du deinem Magen und Darm ein paar Tage Ruhe gönnst und dein Körper sich nicht mit Nahrungsverarbeitung verausgaben muß kann er im sportlichem Bereich viel mehr leisten. Es gibt viele Leistungssportler die vor Wettkämpfen Heilfastentage einlegen.



Ich kann es jedem “gesunden” nur empfehlen. Ich hatte noch nie Probleme beim Heilfasten aber es muß jeder für sich die Erfahrung machen. Marathon laufen kann auch nicht jeder aber das weis man erst dann wenn man es ausprobiert hat, oder?



Liebe Grüße Micha vom Frankfurt-Marathon-Team



 
Dsc_3257_medium traudl 986 Beiträge


wollte auch mal 1 woche heilfasten machen- zu meiner “Fettzeit”. es wurden sage und schreibe 21 Tage. ich fühlte mich supergut, hatte nur gute laune, konnte “Bäume ausreissen”. ab der 2. Woche habe ich aber nicht nur Wasser und Suppe zu mir genommen, sondern auch Obstsäfte. ich denke wenn du das machen willst, dich gut fühlst, dann mach es. lasse dir von niemandem einreden das schadet, das kann nicht gut sein…. geh deinen Weg…. ich kann es nur empfehlen. alles gute und viel Erfolg



wünscht dir Traudl aus Plochingen



 
25092010416_medium 42erMichel 66 Beiträge


Grüß dich Olli,



finde ich eine gutes Unterfangen von dir, eine bestimmte Zeit Heilzufasten. Es muß der Gedanke der Gewichtsreduktion keinesfalls vorne anstehen. Der Effekt der Entschlackung und Entgiftung für den Körper ist ganz immens. Die Erfahrung die Traudl schildert, dass man sich nur toll fühlt und Bäume ausreissem könnte wird sehr oft geschildert. Es spricht überhaupt nichts gegen körperliche Bewegung – gibt es genügend Angebote für Fastenurlaube (Fastenwandern), wobei dann tagtäglich große Strecken zurückgelegt werden. Mit vernünftig eingesetztem Menschenverstand und der Beobachtung seiner Körpersignale (die oftmals in dieser Zeit besonders deutlich wahrgenommen werden) ist auch sportliche Betätigung in gewissem Rahmen möglich. Ein ganz wichtigter Punkt ist sicherlich der echte, eigene Wille (vielleicht auch das Bedürfnis) fasten zu wollen, der dir dann auch die Kraft gibt es durchzuhalten. Wobei es erfahrungsgemäß die ersten 3 Tage nicht ganz leicht ist, dem Verlangen nach fester Nahrung zu Widerstehen. Hast du diese Tage geschafft, kann meist sehr leicht damit umgegangen werden.



Unglaublich intensiv ist meist dann nach dem Fasten auch das neue Erleben, wie aus relativ wenig (vollwert- oder hochwertiger!) Nahrungsmenge viel, sogar sehr viel Energie unser Körper gewinnen kann.  



Als extremstes Erlebnis  durfte ich vor Jahren einen sportlichen Rentner erleben, der jährlich im Frühjahr fastete (nur Tee und bestimmte säurearme Frucht- und Gemüsesäfte) – ohne Zeitbegrenzung, immer so lange, wie er sich wohlfühlte. In einem Jahr verspürte er erst nach fast 40 Tagen wieder das Bedürfnis, mit einem halben Apfel seine Fastenzeit zu beenden. Er war übrigens begeisterter “Gärtler” und Tennisspieler – und hat auf keines von beidem in dieser Zeit verzichtet.



Viel Erfolg bei deinem Vorhaben, und lass von dir lesen, wie es dir dabei erging!



Schöne Grüße!



michael 



 
Stewo1_medium stewo1 39 Beiträge


Hey Olli,



von mir gibt es keine fundierte Aussage bzw Antwort.Nur soviel—eine Woche ohne ein Schnitzel,ein Steak oder,für die Berliner,ohne Bulette kann ich mir überhaupt nicht vorstellen.Und ich weiß das ist nur ein kleiner Teil des Verzichts beim Heilfasten.Deswegen hast du auch meine Hochachtung.



Also viel Spaß



 



Ps:wie war eigentlich dein 6h Lauf?



 
Kajakwolli_medium kajakwolli 137 Beiträge


hallo ich hätte dazu eine frage:



wer kann mir sagen wie sich das heilfasten auf die gewichtsreduktion auswirkt? wieviel habt ihr abgenommen und wie schnell wieder zu?



ging es euch nur ums entschlacken oder auch um das seelische wohlbefinden?



stimmt es, dass man ab dem dritten tag keinen hunger mehr hat?



hmmm viele fragen :)



antworten würden mich sehr freuen



 
Dsc_3257_medium traudl 986 Beiträge


heilfasten sollte grundsätzlich nicht “nur” zum Abnehmen gemacht werden. (war bei mir damals aber der Hauptgrund) im Vordergrund sollte entschlacken und seelisches Wohlbefinden stehen. auf jeden Fall sollte mit dem Fasten immer eine Verbesserung der Ernährung nach der Fastenzeit stehen. also bei jedem mal fasten ein kleines Stück näher an die ausgewogene Vollkornernährung.



Das mit dem Hunger stimmt auf jeden Fall. ich habe die ersten Tage den Hunger gnadenlos mit Wasser bekämpft, ich wusste ja, dass ich abnehmen will und darum war ich auch gnadenlos zu mir. das schlimmste für mich war damals der Beginn mit Glaubersalz—>zum abführen.



mir hat es damals viel gebracht, einfach um zu erfahren, dass man gut eine Zeitlang ohne feste Nahrung auskommt. ich fand es sehr interessant, dass es mir von tag zu tag besser ging, keine negativerfahrung, nur Höhenflug. Klar gibt es im Umfeld immer wieder leute, die dann so was in Frage stellen, das kann doch nicht gut sein, du brauchst doch die Nährstoffe und und und.. damals wog ich 87kg! da hatte ich genug Speicher und Reserven. ich fand es damals einfacher gar nichts wie weniger zu essen. ich habe damals in der ersten Woche 5 kg abgenommen, in der 2. Woche waren es noch3 kg und danach ging nicht mehr viel. danach musst du aber tatsächlich gaaaaanz langsam wieder mit normaler ernährung anfangen. Die erste malzeit war ein superleckerer Apfel. was mir dann noch aufgefallen ist, man hat wieder einen viel besseren Geschmacksinn… ist schon mal eine interessante Erfahrung. ich denke, wer dann unter dem Fasten hemmungen hat, wegen der Einläufe, lass sie einfach weg, du gehtst auch so oft genug zur Toilette :)



möchest du es durchziehen mit Fasten?? ach so das mit dem Abnehmen ist bei jedem unterschiedlich, wenn du genügend “Material” hast nimmst du schnell ab und wenn du sowieso wenig auf den Rippen hast ist es entsprechend weniger. Darum finde ich 20 kg abzunehmen ist oft einfacher wie 2 oder 3 kg. viel wichtiger ist es, dann danach das gewicht zu halten….



egal ob du läufst oder abnimmst oder ein anderes Ziel hast, durchhalten. konsequent und diszipliniert. hört sich ganz schön geschwollen an, aber nur so erreicht man seine Ziele.



wenn du noch fragen hast, schreib einfach nochmal…



ganz liebes grüssle aus Plochingen



traudl



 
Mimmi_medium mimmi 61 Beiträge


Hallöchen,



also fasten sollte man meiner Meinung nach auf keinen Fall, wenn man abnehmen will. Es ist gut, um seinen Körper kennen zu lernen und festzustellen, dass man wirklich nicht viel zum Leben braucht. Es wird einem klar, dass man wirklich vielzuviel zu sich nimmt. Und es wird einem bewußt, dass man die meiste Zeit des Tages mit Essen oder dem Gedanken daran verschwendet. Wenn man fastet hat man auf einmal viel mehr Zeit zur Verfügung und das kann unter Umständen recht anstregend sein. Ja man muß sich mit sich selbst beschäftigen.
Natürlich hat man einen recht schnellen Gewichtsverlust, aber ich kann nur sagen, dass es echt enorm schwer ist, wieder in ein normales Essverhalten reinzukommen. O.K. das ist natürlich sehr individuell, aber wenn man fastet nur um abzunehmen und nach dem Fasten feststellt, dass die Kilos so schnell wieder drauf sind wie sie runtergingen (das ist immer so, da kann mir keiner was anderes erzählen, egal ob Eiweißpulver oder nicht!) ist schnell enttäuscht und hört evtl. erneut auf zu essen. Also ich hab so ziemlich alles durch an Fastenmethoden, Diäten und Essstörungen. Heute Laufe ich und esse worauf ich Bock habe und mein Gewicht ist in Ordnung!



Also: Fasten ist OK, wenn man es aus einer ich sag mal “spirituellen” Motivation heraus macht. Es geht einem nach dem dritten Tag echt gut und es ist dann auch nicht mehr schwer durchzuhalten. Aber um abzunehmen, NO!!



Liebe Grüße M.



 



 
Icon_missing_medium credo 128 Beiträge


Hallo alle zusammen! Zum Heilfasten kann  man kurz sagen: einfach ausprobieren. Was aber absoluter medizinischer Unsin n ist: Entschlacken. Schlacken fallen im Hochofen oder beim Schweißen an (MIG, MAG, Elektro). Die Esoterik-Heilpraktiker-Scharlatane, die keine medizinische Ausbildung geschafft haben, haben diesen unsinnigen Begriff in diesem Zusammenhang missbraucht. Deswegen kann auch keiner eine chemische Summenformel der angeblichen Körperschlacken zum Beweis heranführen. Die anderen Vor -und Nachteile (Förderung der Betaoxidation, Psyche etc.) sind hingegen erfahrungswissenschaftlich und von jedem schon viel eher nachvollziehbar. Wer es schafft, seine Psyche durch Heilfasten schon zu härten, hat natürlich alleine deswegen schon einen Vorteil. Lasst aber den Schlackenquatsch weg. Spinat ist auch nicht so eisenhaltig wie man dachte (verrutschen der Kommastelle)…..Viel Erfolg! 



 
Kajakwolli_medium kajakwolli 137 Beiträge


:)
hallo traudl, mir gefällt deine einstellung verdammt gut- du gibst wohl niemals auf **ggg



 
Icon_missing_medium credo 128 Beiträge


Hallo an alle, genau richtig: Durchbeissen, hartnäckig und aufgeschlossen sein – nur so kommt der Erfolg!



 
Dsc_3257_medium traudl 986 Beiträge


wie wahr!!!! heute hatte ich das erste mal mit 26km zu kämpfen, die letzten 3km waren “unendlich”, ich glaube länger als die ganze Strecke die ich schon hinter mir hatte…. aber ich will ja in Berlin nächstes Jahr starten….und in einer anständigen Zeit durchkommen… und das ist gigantisch motivierend. zur “Belohnung” laufe ich nächsten freitag 29km….



ich wünsche euch allen eine schöne, lauffreudige Adventszeit.



grüssle aus Plochingen



traudl



 



 
Icon_missing_medium credo 128 Beiträge


Hallo traudl, genau richtig, diese systematische Steigerung des langen Laufes. Wenn Du erstmal ca. 3 mal die 35 km im Training gelaufen bist, wird Dir diese Einheit nicht mehr so viel ausmachen. Gerade für den Marathon kann man nicht genug lange Läufe absolvieren. Weiterhin viel Durchhaltevermögen!



 
Icon_missing_medium maraman 2 Beiträge


Mimmi _ Previously wrote:








Also: Fasten ist OK, wenn man es aus einer ich sag mal “spirituellen” Motivation heraus macht. Es geht einem nach dem dritten Tag echt gut und es ist dann auch nicht mehr schwer durchzuhalten. Aber um abzunehmen, NO!!






Liebe Grüße M.



 



Hallo!



Ich hatte vor ungefähr1.5 Jahren noch einen BMI um die 30. Ich konnte mir gut vorstellen, dass das für Läufer alles andere als gesund ist. Habe seither 3-4 mal jeweils 5-7 Tage gefastet. Die ‘“spirituelle” Motivation’ von der Mimmi da schreibt, kann man auch so interpretieren, dass dieser Weniger-ist-manchmal-mehr-Weg sicherlich nicht ohne (gewollte & positive) Veränderungen der Persönlichkeit zu gehen ist. Ich habe mittlerweile ca. 20 Kilo verlohren (ohne eine Essstörung entwickelt zu haben!), bin dieses Jahr meinen ersten Marathon gelaufen, habe Spaß am Laufen und weiteren großen Zielen … und am Essen.



Also: Fasten zum Abnehmen? ==> Solange es nicht die einzige Motivation dahinter bleibt, nimmt man auch ab dabei!



Grüße



Christian






 



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