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Wadenprobleme

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Trikot_medium BobderBaumei... 81 Beiträge


Mich hat es mal wieder erwischt, am Montag stand laut Trainingsplan eine Tempoeinheit (12 km bei 5min/km) auf dem Programm. Bis km 10 lag ich gut in der Zeit. Dann machte es Zisch, Bum, Peng = Zerrung,  „Sch…“ geschrien und dann nach Hause gehumpelt.



Heute kann ich eigentlich schon wieder gut gehen. Klar merke ich noch was! Hab mir auch eine paar Tage Ruhe verordnet und nun überlege  ich vor mich hin, was mache ich verkehrt.



 



Und da ich gerade bei Tempoeinheiten immer Problem mit der Wade habe, überlege ich was ich vorbeugend machen kann.



Dehnen, Stretchen mache ich eigentlich vor und nach dem Lauf ca. 5 Min lang.



Ich überlege ob es Sinn macht 1x monatlich zur Lockerungsmassage zu gehen oder kennt jemand Anleitungen wie ich meine Wade selber massieren kann.



 



Habt Ihr Ideen?



 



Für Eure Ideen wäre ich Euch sehr dankbar, denn es ist immer ein blödes Gefühl (Unsicherheit) ob die Wade hält oder nicht. Dadurch, so denke ich, läuft man immer verkrampft.



 



MfG



BobderBaumeister



 
Grisu_kai_medium GrisuKai 30 Beiträge


Sorry,



ich bin nun auch nicht gerade der große Dehnungsspezialist, aber 5 min nur vor und nach dem Training? Das halte ich schon für arg wenig. Wenn wir unsere Tempoeinheiten machen, sind es vorweg wenigstens 15 Min Gymnastik, manchmal auch etwas mehr. Und nach dem Training eigentlich immer Minimum 10 Min, und unter der warmen Dusche mache ich sogar weiter. Ich glaube, das du ein wenig zu wenig Gymnastik machst. Zumindest aus deiner Beschreibung.



Übrigens: wenn du einen guten Masseur kennst, solltest du das immer ausnutzen, das kann nie schaden :)



Soweit erstmal vom kleinen Grisu, der irgendwann wieder Läufer werden will, nicht nur Jogger :)



 
Dsc_3257_medium traudl 986 Beiträge


vielleicht machst du den Fehler, den ich auch schon oft machte, vielleicht verlangst du zu viel von deinem Körper?? ich hab jetzt auch wieder die Erfahrung gemacht, dass man auf seinen Körper sehr gut hören muss. wollte zu viel und merkte nach ein paar wochen, dass es in die total falsche richtung geht…. anstatt dass ich mich verbesserte, war ich immer müder, total platt, gereizt etc.



wegen deinem Problem, versuch doch einfach mal, auch bei den Tempoeinheiten, ein kleines bisschen den Stress rauszunehmen. ich glaube es ist nicht schlimm, wenn du jetzt mal statt 5min/km einfach 5:10 läufst… oder du läufst ohne uhr und achtest nur auf deine Atmung



solange du schmerzen hast, solltest du auf keinen Fall Tempotraining machen, aber ich glaube, das weisst du selber??



massage wird dir nicht schaden- meine persönliche Einstellung dazu: Massage ist passiv, Dehnen ist aktiv. ich bin mehr fürs aktive. kannst ja auch mal Rotlicht versuchen und wenn der Muskel warm ist, VORSICHTIG dehnen.



auf jeden Fall wünsch ich dir gute besserung und weiterhin viel Spass u Freude am Laufen



grüßle traudl



 
Dsc_3257_medium traudl 986 Beiträge


hey grisu, ich glaub du bist LÄUFER!!!



das mit dem Dehnen ist schon das A und O. da bin ich persönlich  oft etwas nachlässig. vor und nach tempoeinheiten lauf ich erst mal 2-3 km locker. Dehnprogramm hinterher dauert bei mir ca 5 -10 Min.



grüßle aus P von T



 
Neumi_medium neumi 59 Beiträge


Hallo,



Verletzungen (Zerrungen, Muskelfaserriss etc.) sind eigentlich typische Sprinterverletzungen. Ursache kann so einiges sein, falsches Training, zu wenig Training, zu viel Training. Wenn die Wadenproblem aber immer bei den Tempoeinheiten auftreten, dann deutet vieles daraufhin, dass die Muskulatur nicht entsprechend vorbereitet ist.



Ich würde also mit den entsprechenden Kraft- und Stabilisationsübungen anfangen, und einmal in der Woche ein Lauf-ABC machen. Die Tempoeinheiten dann locker von unten beginnen, also zunächst z.B. 15 × 100 m, dann 10 × 200 m, 15 × 200 m, 10 × 400 m usw. Tempo zunächst in der gewünschen 1.000 m Zeit, um nicht zu schnell zu werden. Der Sprint ist für die Muskulatur sehr anspruchsvoll, da man fast ausschließlich über den Vorfuß läuft, und der Muskel dabei kaum entspannen kann. Man verschärft das noch, wenn man auf Tartan läuft, also lieber auf Asche oder auf ebenen Feld- und Waldwegen anfangen.



 



Aus Platz- und Zeitgründen kann ich hier nicht alle Übungen erklären, dazu sollte man sich an einen erfahrenen Läufer oder Trainer wenden. Außerdem ist ein guter Physiotherapeut, besser noch ein Osteophat, einem Masseur vorzuziehen. Ein Osteophat wird sich dann wohl auch mit Rücken, Rumpf und Füßen beschäftigen, aber nicht direkt mit der Wade. Die zu Massieren ist zwar sicher angenehm, hilft bei dem Problem aber nicht wirklich. Ansonsten vor den Tempoeinheiten schön warmlaufen (sehr langsam und im Winter sicher mind. 15 Minuten), auf jeden Fall nach den Einheiten Dehnen (leichtes Stretchen vorher kann auch nicht schaden…), und dann auch locker und langsam wieder auslaufen.



 



Ich habe das hier bewußt sehr allgemein gehalten, da Wade und Achillessehne ein sehr komplexes Thema sind, und beim Laufen immer wieder die Probleme bringen. Ich würde hier auf jeden Fall einen guten Arzt oder Physiotherapeuten mit Lauferfahrung befragen, denn ohne genaue Inaugenscheinnahme und Anamnese läßt sich das wirklich nicht beurteilen.



 



Herzliche Grüße



 



neumi



 
Dsc_0366_medium teadjay 283 Beiträge


Hey,



 



mit Neumi´s Erfahrung kann ich nicht mithalten, aber Dehnen ohne Warmmachen vor dem Laufen??? Aufwärmen ist auf jeden Fall richtig. Meine Tempoeinheiten sind längs nicht so lang, aber vorher 15m aufwärmen darfs schon sein. Das ist letztlich in jeder Sportart so. Als “gelernter” Schwimmer und auch ehemaliger Ballsportler kann ich nur sagen, dass wir das immer so gehalten haben – ca. 20% der Trainingszeit fürs vorbereiten. Das hilft mir heute beim Laufen sehr – wenn ich selbst auch oft etwas luschig dabei bin.



Gruß



Teadjay 



 



 
Neumi_medium neumi 59 Beiträge


Hallo Teadjay,



 



mein Problem ist, dass man soche Ratschläge nie einfach so in ein paar Sätzen erteilen kann, weil es so viele Aspekte gibt. Richtig ist auf jeden Fall das Stretchen oder Dehnen VOR

dem Training oder gar einem Wettkampf sehr kontrovers diskutiert werden, und, um es einfach zusagen, eigentlich out sind. Warmmachen (laufen) auf jeden Fall, um die Muskulatur zu lockern und den Organismus auf Betriebstemperatur zu bringen. Zum Warmup-Programm im Spitzensport gehören heute viel mehr Halte- und Balanceübungen, die den eigentlichen Bewegungsablauf im Training oder Wettkampf bereits vorwegnehmen, und Nerven und Muskeln so auf Bewegungsabläufe einstellen. Dies dient auch oder gerade der Muskulatur, die Stützfunktionen erfüllt, und somit Verletzungen vorbeugt.



 



Bei 5 Minuten pro Kilometer kann man sicher noch nicht von einer echten Tempoeinheit sprechen (aus subjektiver Sicht des jeweiligen Sportlers sicher schon), bei der man auf dem Vorfuß läuft, da wir hier über 30 Sekunden auf 100 m sprechen. Für das Fallbeispiel ist es aber sicher so, dass die Muskeln (insbesondere der Wade) nicht auf die schnellere Einheit eingestellt sind, und das erreicht man durch die oben genannten Übungen. Zerrungen, die wegen zu kurzer Aufwärmphase entstehen, ereilen einen sicher nicht nach 50 Minuten, also auf den letzten Kilometern. Hier scheint es mir tatsächlich eher eine Ermüdung zu sein.



 



Herzliche Grüße



 



neumi



 



 
Trikot_medium BobderBaumei... 81 Beiträge


Hallo zusammen,



jetzt, glaube ich, kann ich mein Hamburg Marathon abschreiben.



Aus dem Wadenproblem ist ein dicker, angeschwollener Knöchel geworden. Die Schwellung trat immer während und nach dem Lauf auf. Sie hat sich im Laufe der Zeit hochgeschaukelt und ging dann nicht mehr während der Ruhephasen zurück, Am Montag mußte ich mein Training nach 11km abbrechen. Zwischendurch war ich beim Hausarzt. Der, so glaube ich, war alledings damit überfordert. Nun befinde ich mich in Behandlung der Sportheilstätte. Leider ist der Befund noch nicht eindeutig. Man spricht von einer inneren Entzündung (Bakterien, oder wie heißen diese Viecher)und hat eine Blutuntersuchung gemacht. Ergebnisse bekomme ich aber erst noch. Knochen, Muskel, Sehnen sollen OK sein.(Hoffentlich). Ein bisschen Hoffnung habe ich noch, aber ….



Nun zu meiner Frage:



Wieweit kann mich eine Pause von 1-2 Wochen zurückwerfen ? Letzten Samstag bin ich meine ersten 30er gelaufen und habe damit eine Wochendurschnitt von 50-60km in der Vorbereitung auf HH erreicht.



 



Viel Grüße ein frustierter



BobderBaumeister



 



 
Flashstockpic1_medium Fastfoot 559 Beiträge


Hallo BOB,



wenn Du es dir gelingt, in der Zeit dein Training auf andere Sportarten zu verlagern: Fahrrad ( Hometrainer wg. der Kälte ) fahren, Aquajogging oder Schwimmen an sich, dann wird dein Leistungsniveau nicht soweit absinken, dass Du Hamburg ( 27.04.2008 ) abschreiben musst. Die Zeit reicht.



Im Vodergrund sollte aber erstmal die nachhaltige Genesung stehen. Ansonsten macht der Marathon im April keinen Sinn.



Den Leistungsverlust prozentual auszudrücken finde ich nicht unbedingt seriös, da dieser Wert zu Allgemein wäre. Erfahrungsgemäß sagt man aber, dass Du für 2 Wochen Pause wiederrum 2 Wochen Aufbau benötigst. Das ist aber nicht so zu verstehen, dass Du dann das doppelte absolvieren musst. Das ganz normale Training bringt dich wieder rein. Im Rennen wird dich dieser Zeitraum sicherlich keine großen Zeiten kosten. Im Marathontraining ist auch mal eine Woche fast ohne Training als Regeneration normal, bzw. wird mit leichten Ausgleichseinheiten kompensiert. Und das könntest Du dann wie oben erwähnt, mit Schwimmen etc. ja tun.



Ich wünsche dir gute Besserung !!!



Gruß



Fastfoot 



 
Dirka_gedesby_medium dirka 107 Beiträge


Hallo Bob,



 



ich denke auch, dass Du eine Pause von 1-2 Wochen leicht kompensieren kannst. Ich fürchte nur, wenn sich der Verdacht einer “inneren Entzündung” oder etwas bakteriellem bestätigt, dass 1-2 Wochen bei weitem nicht reichen werden. Darüber wird man Dich aber sicher in der Sportheilstätte aufklären.



Alles gute und vor allem gute Besserung



dirka



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