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Umfrage_2018

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lieber schnell und gleichmäßig oder langsam und am Ende schnell laufen?

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Icon_missing_medium datademin 9 Beiträge


Hallo liebes Forum,
mich beschäftigt seit einiger Zeit die Frage, ob es besser ist, zu Beginn eines Laufes lieber langsam zu laufen und das
Tempo zum Ende deutlich zu erhöhen, oder lieber über die gesamte Strecke das selbe Tempo zu laufen???



Habt Ihr diesbezüglich Erfahrungen? Wie macht ihr das so?



Viele Grüße
Dennis



 
Frbf1816_medium Chrimuh 77 Beiträge


Hallo datedemin,



 



kommt drauf an, was du trainieren willst. Wenn du was für die Grundlagenausdauer machst, dann solltest du gleichmäßig, langsam und lange Strecken laufen, wenn du eine Tempoeinheit machst, dann  denke ich, ist ein negativer Split am besten, ähnlich wie bei einem Rennen, also nicht deutlich schneller, so 4 – 6 sek/km schneller auf der 2.Hälfte. Zur Vorbereitung auf einen Marathon steht z. B. im Greif-Trainingsplan jede Woche eine lange Einheiten mit insgesamt 35 km mit Endebeschleinigung, d. h. zuerst Renntempo + 45 bis 60 sek., zum Schluss dann Renntempo, es beginnt bei 32 km langsam, 3 km schnell und steigert sich jede Woche um 3km bis 20 km langsam, 15 km schnell. Ich kenne viele Leute, die nach Greif trainieren, begeistert sind und super Ergebnisse damit erreicht haben. Möchte dieses Jahr auch danach trainieren, der Plan ist aber sehr anspruchsvoll.



MfG



 



Christian



 
Icon_missing_medium datademin 9 Beiträge


Hallo Christian,



erstmal danke für Deine Antwort.
Ich habe vor, beim Braunschweiger Nachtlauf mitzumachen. Da ich noch nicht so lange laufe, habe ich mir erstmal die 6,2 km Strecke vorgenommen.
Wenn ich gleichmäßig laufe, schaffe ich auf 7 km eine Zeit vom 5:23 min/km. Heute habe ich mal probiert zu Beginn langsamer zu laufen (5:43 min/km). Gegen Ende der Strecke habe ich das Tempo dann deutlich angezogen und lag bei 5:11 min/km. Das hat im Endergebnis aber nicht gereicht um im Gesamtschnitt der ganzen Strecke meine beste Zeit zu erreichen. Zumal ich nach gut eineinhalb Kilometern in dem Tempo schon deutliche Konditionsschwierigkeiten hatte. Laufe ich allerdings gleichmäßig habe ich keine all zu großen Probleme.
Da im Wettbewerb ja alles anders ist, habe ich natürlich Bedenken, dass ich evtl. zu schnell loslaufe und am Ende keine Puste mehr habe um durchs Ziel zu laufen :)



Könnt ihr mir da in meinem Fall eine Empfehlung geben? Wie macht Ihr das so im Wettkampf?



Nächste Woche wollte ich dann anfangen, die Streckenlänge stufenweise bis auf 10 km zu erhöhen. Dann wird die Kondition ja auch wieder etwas besser.



Viele Grüße
Dennis



 
Icon_missing_medium credo 128 Beiträge


Hallo datademin, der Organismus braucht zum warmwerden immer so ca. 20 min, von daher sollte man im Training und Wettkampf immer eine warmmachphase einplanen. Das eigentliche Renntempo sollte aufgrund des Anspruches (will man z.B. eine Bestzeit aufstellen) und der Streckenlänge gelaufen werden. Ab 10 km bietet sich immer ein negativ Split an. Selbst im Marathon (meine Bestzeit bin ich in HH mit 1:20 zu 1:17 also 2:37 gelaufen) werden so die Rekorde geknackt. Die Kenianer trainieren nicht nur sehr viel mehr als die Deutschen Profis, sondern knüppeln selbst im Training immer mit Endbeschleunigung. Greif empfiehlt die Variante im Marathontraining allerdings nur für Bestzeitenjäger, die in der Lage sind die 35 km Läufe sicher zu bewältigen. Fängt dann aber soft an: 3 km, die Woche darauf 6 km, dann 9 km, 12 km, 15 km. Dann der letzte 35 km Lauf einen Woche vor dem Marathon ganz ruhig. Da die Glukoneogenese trainiert wird (Zuckerneubildung aus den letzten Reserven – Aminosäuren) ist die Variante stark formgebend, aber auch mit Nachteilen behaftet. Denn das Immunsystem besteht aus Aminosäuren (Infekthäufung). Eine gute Grundlagenausdauer sollte man schon haben. Allerdings erscheinen mir Deine Trainingsläufe ein wenig kurz. Kannst Du ja nochmal präzisieren. Für einen guten 6 – 10 km Wettkampf sollte man die doppelte Länge im Training, im Griff haben (nicht immer, aber ab und zu). Intervalle etc. gehören dann auch dazu, wenn der Anspruch bestehen sollte schnell zu laufen. Auch normale Trainingsläufe machen mit Endbeschleunigung viel mehr Spass. Sollte zwar nicht immer sein, aber einfach mal ausprobieren. Viel Erfolg!



 
Dsc_0366_medium teadjay 283 Beiträge


Hallo Dennis,



 



Bin selber im letzten Jahr das erste Mal beim Nachtlauf mitgelaufen, auch die 6,2 km weil ich mich nach einer Zerrung nicht an die 12,2 rangetraut habe. Über das Anfangstempo brauchst du dir keine Sorgen machen   es ist zuerst immer proppenvoll, da es am Anfang eine Menge enger Kurven gibt (die etwas geänderte Streckenführung in diesem Jahr ändert da nicht viel). Die längeren Stücke auf denen man ziemlich frei laufen kann liegen auf der 2. Hälfte der Runde. Die 2. Runde ist dann sowieso etwas freier, da sich das Feld auseinanderzieht.



Für das Training solltest du das Tempo variieren. Zum einen macht es mehr Spass, wenn man nicht immer im selben Trott dahinzieht. Zum anderen gibt es halt einenTrainingseffekt, wenn man Streckenlänge und Tempo innerhalb einer Trainingswoche variiert. Da es noch fast 3 Monate bis zum Start sind, hast du genügend Zeit um dir einen kleinen Trainingsplan zu organisieren, der dir sowohl genügend Ausdauer, als auch Tempotraining bietet. Runnersworld oder Just4Run bieten regelmäßig kostenlose Trainingspläne an. Natürlich sind keine Pläne für 6 km dabei, aber ich bin mit den 10 km – Plänen gut gefahren bzw. gelaufen.



Sieh zu dass du dein Training auch auf unebenen Belägen -  also z.B. im Wald – machst, denn die Nachtlaufstrecke hat teilweise Kopfsteinpflaster, das s merkt man sonst schnell in den Knöcheln. Und lauf zumindest ab und zu spät, denn es heißt nicht umsonst Nachtlauf, auch wenn der 6,2er “schon” um 21:30 gestartet wird. Letztes Jahr gab es Verzögerungen und es wurde erst nach 22:00 gestartet – der 12,2er war erst deutlich nach Mitternacht zu Ende.



Gruß Torsten



 
Bospa08snr893q_medium derRene 326 Beiträge


Hallo zusammen!!!



Das Ziel bei einem Anfänger sollte immer sein, möglichst konstant durchzulaufen.



Evtl am Anfang ein wenig langsamer und auf keinen Fall am Anfang schnell…



 



 



m.f.G. René



 
Icon_missing_medium datademin 9 Beiträge


Hallo Leute,
wenn ich Eure ganzen Tipps jetzt richtig verstanden habe, soll ich die ersten ca. 20 Minuten etwas langsamer laufen, damit der Körper auf Betriebstemperatur kommt. Danach kann ich nach etwa der Hälfte der Strecke das Tempo anziehen. Beim Training ist es dann auch nicht schlecht, wenn man ab und zu einen Intervall einbaut um so die Tempohärte und die Ausdauer zu verbessern. Klingt schonmal nach einer guten Methode.



Morgen mache ich meinen nächsten Lauf. Da werde ich zu Beginn bewusst langsamer laufen und gegen Ende das Tempo anziehen. Mal sehen, ob sich das bei meiner Gesamtzeit etwas auszahlt.



Nächste Woche wollte ich dann auch anfangen, die Streckenlänge auf 10 km auszuweiten um mehr Ausdauer zu erlangen. Und dann hoffe ich, dass ich mich damit gut auf den Nachtlauf vorbereitet habe.



Das Problem ist momentan, dass ich die Streckenlänge nicht sofort während des Laufens erhalte, um zu sehen, ob ich gut in der Zeit bin. Das ist für mich als Laufanfänger noch sehr schwierig, sich die Zeit und die Kraft einzuteilen. Ich habe immer das Gefühl, dass ich “zu langsam” laufe. Erst am Ende des Laufes sehe ich dann, ob es gut war. Deswegen spiele ich momentan mit dem Gedanken, mit den GARMIN Forerunner 205 zu kaufen.



Viele Grüße
Dennis



 
107_08_mlp_26419_medium andyschuette 7 Beiträge


Hallo,



 



auch wenn mein Ziel(Marathon) ein anderes ist als deines(6,4km). Ist es immer gut zunächst Grundlagenausdauer zu trainieren. Also längere Läufe mit einem niedrigen Puls. Ich laufe momentan nach Trainingsplan der sich in folgende Einheiten gliedert.



Grundlagenausdauer(lange Einheiten mit niedrigen Puls; sollen 80% des Trainings ausmachen(also zumindest für Marathon))



Laufspiel(Tempo selbst bestimmen; hier ist hügeliges Gelände in der Natur vorteilhaft, dann machts erst so richtig Spass)



Intervalltraining(z.B 4×2km schnelleres Tempo; dazwischen ca 3min sehr langsam Laufen damit der Puls runter kommt; für Fortgeschrittene geeignet, sonst ist angeblich die Verletzungsgefahr relativ groß)



Krafttraining&Dehnungsübungen(Krafttraining, damit die Wirbelsäule und der gesamte Oberkörper stabilisiert wird)



Beim Laufspiel und beim Intervalltraining (also auch allgemein bei schnellen Trainingseinheiten) sollte man generell 10min Einlaufen und 10min Auslaufen.



So mach ich das immer und es läuft gerade hervorragend. Da ich schon lange die 80% Grundlagenausdauer strikt eingehalten habe, merke ich jetzt Erfolge, die die Tempoeinheiten hermachen. Dadurch schaffe ich gerade in den letzten Wochen/Monaten auch lange Strecken schneller zu laufen.



Gruß
Andy



 
Bospa08snr893q_medium derRene 326 Beiträge


@andyschuette



Previously wrote:









Grundlagenausdauer(lange Einheiten mit niedrigen Puls; sollen 80% des Trainings ausmachen(also zumindest für Marathon))




Hallo Andy!
Was soll das denn?? wo haste den Quatsch denn her?? 80% des Training lange Einheiten mit niedrigen Puls?? Das würde ja zum Beispiel heißen, das bei 80 Wochenkilometer 2 lange Läufe, über 30 km enthalten sein müssen…. Damit macht man sich nur fertig (pysisch und psychisch, da das Training viel zu monoton is)… Und die Trainingsreize kommen auch zu kurz…

Und was is mit Regeneration
Gemütliche Läufe bzw andere Sportarten zum Ausgleich? Lauf ABC? Dies ist viel wichtiger als Krafttraining…

Ein sinnvolles Training beinhaltet Ausdauertraining, Tempotraining und Regeneration(inkl Gymnastik und LAUF ABC). Die Häufigkeit der einzelnen Komponenten sollte ungefähr gleich sein.  Es gibt verschieden Formen die einzelnen Komponenten zu trainieren. (z.B. Tempotraining: Tempodauerlauf, Intervalltraining, Fahrspiel usw)

PS: entweder hast du dich ungünstig ausgedrückt und ich hab dadurch etwas falsch verstanden, oder du solltest dich besser informieren (durch ein Abwechslungsreicheres Training könntest du dann auch viel mehr erreichen)

m.f.G. René


 



 
Kajakwolli_medium kajakwolli 137 Beiträge


ähm *räusper



lieber rene, ich schätze ja deine beiträge und meinungen sehr, aber …



 



wo nimmst du eigentlich deine selbstsicherheit her, derart gegen gängige meinungen zu verstoßen?



 



ich zitiere victor röthlin aus einem interview in der süddeutschen:



kann man <<hier>> nachlesen



 



Röthlin: Du läufst viel im Wald. Und 75 Prozent meines Trainings finden im ruhigen Bereich statt, in dem ich also noch wirklich Philosophieren kann.





ich denke, wenn röthlin das sagt, dann darf es als richtig betrachtet werden und dass es ja alle anderen laufgurus auch so vertreten erwähne ich erst mal gar nicht :)



 



hab dich aber trotzdem lieb,



der wollige aus tirol



 
Bospa08snr893q_medium derRene 326 Beiträge


@wolli



Ich glaube wir reden mal wieder aneinander vorbei (alle 3)!



dein von dir zitierter “ruhiger Bereich” beinhaltet ja Ausdauertraining (lange Läufe) und REGENERATION (einlaufen, auslaufen, einfach Mal zwischen harten Trainingstagen gemütlich durch den Wald traben usw.) wenn man das zusammen nimmt kommt man durchaus auf 70-80 %…



Kann natürlich sein, das Andy es auch so gemeint hat und ich es nur falsch verstanden habe….



ALso denn… Ein schönes Lauf-Wochenende noch…



 



m.f.G. René



 
Kajakwolli_medium kajakwolli 137 Beiträge


hey ihr lieben mitläufer :)



ich bin kein trainingsexperte, ich lese nur sehr gerne in der badewanne, weswegen ich auch kaum dusche ;)



 



aus diesem grund sind mir die meinungen der gurus geläufig und so mancher fachausdruck hat mein durch höhenluft schon ziemlich beeinflusstes gehirn doch noch erreicht. ich trainiere ja wieder nach dem vicsystem und der viktor wird das schon machen.



 



im herbst winter trainiere ich nach steffny und laufe viel, lange und ruhig.



 



alles in allem laufe ich sicherlich zu mehr als 75 prozent in einem bereich den ich als angenehm empfinde. den rest empfinde ich als anstrengend, weil der gut viktor immer mit der peitsche hinten nachläuft und mir noch dazu ein verdammt schlechtes gewissen beschert, wenn ich seine forderungen nicht erreiche.



 



ich kann mir in keiner weise vorstellen, dass andy das anders gemeint hat, und wenn doch, dann hauen wir ihm erst mal die ganzen standard-trainingsbücher auf den kopf und holen zur sicherheit noch vics peitsche heraus :)



 



wollige grüße aus tirol



 
Masterelmi_medium masterelmi 9 Beiträge


Wie schnell ist langsam?



 
Bospa08snr893q_medium derRene 326 Beiträge


langsam ist das Tempo, was du ewig laufen kannst und bei dem du dich bequem unterhalten kannst…



(einfach ausgedrückt)



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