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Laufen mit Hüftgelenkarthrose

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Dogrunner_medium dogrunner 2 Beiträge


Hallo zusammen,



bin noch neu hier im Forum. Ich bin Freizeitläufer seit 2006, laufe auch Wettkämpfe 10km u. HM.



Da ich nicht mehr der Jüngste bin (58) ,habe ich ab und an auch schon mal ein kleines Läufer -Wehwehchen zu



behandeln. 2008 im Mai nach einem HM Wettkampf ( 2:09 ) und einwöchiger Laufpause bekam ich Beschwerden in beiden



Leisten. Es folgte ein Arztbesuch, Röntgen und die Diagnose Arthrose an beiden Hüftgelenken.



Der Arzt empfahl mir andere Sportarten , wie radfahren u. wandern.



Da ich ein begeisteter Läufer bin, trainiere drei mal in der Woche und laufe in Wettkampfvorbereitung  bis



 35 Km.(Woche) würde ich mein geliebtes Hobby nur ungern aufgeben wollen !



Wer hat  gute Ratschläge für mich ?



Gruß  Dogrunner



 



 
101_medium Maratommy 322 Beiträge


Hallo Dogrunner !



Erst einmal Respekt von mir das Du mit diesem  " Problem " derartig motiviert bist.



Ich kann nur von meiner Person sprechen, denn da ich kein Mediziner bin und auch nicht in Deiner Haut stecke. Es wäre fatal voreilige Ratschläge zu geben.



Ich bin selbst chronisch krank und habe Morbus Bechterew . Eine nicht aufzuhaltende Versteifung der Wirbelsäule.



Leide außerdem an der chronischen Polyathritis sog. Gelenkrheuma.



Um die Schmerzen auszuhalten nehme ich Tramadol ( anteiliges Morphium) sowie Indometazin ( Anirheumatikum ).



Am wichtigsten ist für mich "DIE INNERE EINSCHÄTZUNG ".



Was kann ich mit meinem Gewissen vereinbaren ?



Wann bin ich glücklich, wann geht es mir schlecht ?



Für was lebe ich denn eigentlich ?



Trotz meiner Krankheit habe ich wahrscheinlich mehr erreicht als mancher "GESUNDER " der 5 mal die Woche zu MC Donalds geht.



Es gibt in machen medizinischen Berreichen keine Möglichkeit die Ursache zu beheben.



Wie bei mir " muß man damit leben ".



Ich kann nur laufen weil ich die Medikamente nehme, ansonsten ist die Krücke mein Wegbegleiter.



ich akzeptiere Chemie in meinen Körper zu schütten um beim Laufen glücklich zu sein.



Jahrelang habe ich das für mich nicht akzeptieren können und lebte nur noch im Schmerz.



Die völligste Verzweifelung hat mich zum Schmerztherapeuten gebracht dessen einziges Ziel es war mich Schmerzfrei zu machen, egal wie.



Heute bin ich weitestgehend Schmerzfrei und bereite mich auf meine ersten HM vor.



 



Ich habe für mich entschieden die Medikamente zu akzeptieren und Sport zu treiben.



Ich rauche nicht, trinke nicht, esse gesund und versuche somit den Chemiecoktails entgegenzutreten und lebe jeden Tag.



Informiere Dich so gut es irgend geht was Deine Krankheit betrifft und hole Dir Informationen ein in Hülle und Fülle !!!!



Gehe zu Orthopäden, Schmerztherapheuten, Rheumatologen, Chiropraktikern usw usw usw und du wirst sehen………………………………………..jeder sagt Dir etwas anderes !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!



Lerne Dein eigener Arzt zu sein.



 



Was mich betrifft habe ich den Ärzten immer das Gegenteil bewiesen !!!



mein Kinderarzt……………du wirst in Rente gehen bevor Du angefangen hast zu arbeiten ………..so ein Quatsch !!!



arbeite bis zu 60 Stunden die Woche….mit Spaß !!!



in der Schule vom Sport befreit worden…………….so ein Quatsch !!! bin zehnter der Deutschen Meisterschaften im Sportschießen geworden sowie Landesmeister Westfalen…und da muß man auch ein bischen mehr machen als nur ballern!



 



HÖRE ALS ERSTES IMMER AUF DEIN INNERES……WENN ES DIR SO WICHTIG IST ZU LAUFEN DANN MUßT DU AKTIV WERDEN UND WIRST LÖSUNGEN FINDEN.



VIELLEICHT BINDEST DU DAS RAD FAHREN EINFACH ALTERNATIV MIT EIN !!!



 



Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles gute auf Deinem Weg und würde mich freuen Beiträge über erfolgreiche sportliche Leistungen zu lesen



 



Alles gute shootertommy



 
Dogrunner_medium dogrunner 2 Beiträge


Hallo shootertommy,



vielen Dank für Deine gut gemeinten Vorschläge. Ich freue mich über alle Ratschläge und guten Tipps.



Auch ich wünsche Dir noch viele schöne und schmerzfreie Laufkilometer mit dieser blöden chronischen Krankheit.



Alles Gute  dogrunner !



 
P1030092_medium Massi 78 Beiträge


Hallo Dodrunner



Erst einmal das ganze differenzierter sehen. Es gibt vom Ansatz bis zur totalen Arthrose verschiedene Stufen. Auf deutsch wie schlimm ist die Arthrose? Was ist eigentlich eine Arthrose? usw.



Was ist eine Arthrose



Jedes Gelenk hat Gelenkflächen (mit Gelenkknorpel überzogen), die bei guter Gelenksbewegungen an allen Flächen einen vernüftigen Druck haben. Wird ein Gelenk nicht in der/den Achsen vernünftig bewegt, gibt es Stellen wo mehr Druck ausgeführt wird und Stellen wo weniger Druck ausgeführt wird. Das mit dem weniger ist nicht so schlimm, doch der vermehrte Druck führt zu Abnutzungserscheinungen am Gelenkknorpel. Es entstehen Löcher/Ausrisse. Der Knochen kommt durch. Jetzt Reiben die Knochenteile auf einander kann es zu Einblutungen kommen. Blut in der Gelenksflüssigkeit stört aber die Ernährung des Gelenkknorpel und es kann noch mehr Knorpel gestört werden. Die freien Knochenstellen sind auch die Schmerzauslöser. Es muß jetzt eine Einteilung der Schwere der Arthrose her. Was ist zu tun. In erster Linie sollten die Beinachsen untersucht werden. Die Statik überprüft und eine Bewegunganalyse durchgeführt werden. Fehler sollten durch Krankengymnastik verändert werden. Sollte die Schmerzen sich nicht bessern muß mit dem Arzt andere Möglichkeit herangezogen werden. Von Spritzen um den Gelenkknorpel wieder aufzubauen sollten nur im Anfangsstatium durchgeführt werden. In den späteren Stadien bringen sie nur etwas für den Arzt.



Kleiner Trost, es haben mehr Leute Artrose in den Gelenken als Du denken kannst. Die Ärzte lassen sich heute leider nur zu schnell von den Bildwiedergebeverfahren (Röngten, usw.) blenden. Die meisten Artrosen geben gar keine Schmerzen ab. Die Schmerzen kommen in den meisten Fällen von der Muskulatur die, die Beine nicht richtig bewegen (falsche Achsenbewegung). Viele Patienten haben neue Gelenke bekommen und immer noch die Schmerzen. Eine Arthrose kommt nicht über Nacht und auch nicht von einem HM / Marathon oder sonst wo. Eine Arthrose ist immer einschleichend und aufbauend (negativ gesehen). Bei den plötzlichen Schmerzen sind immer die Muskeln die Schwachmaten.



Hoffe Dir geholfen zu haben, falls noch Fragen sind melde Dich.



Geuß Massi



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