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Schrittlänge oder Schrittfrequenz, was trainieren?

Abonniere Schrittlänge oder Schrittfrequenz, was trainieren? 8 Beiträge, 5 Stimmen

 

Zieleinlauf_online_medium Brueller1 261 Beiträge

Hallo liebes Forum!

Eine Frage an die Experten:

Seit kurzem habe ich diesen Laufsensor von Polar, der mir nach Kalibrierung ziemlich exakt die gelaufene Strecke, den Kilometerschnitt, etc. anzeigt. Vorher bin ich immer mit GPS gelaufen, ist mir aber zu umständlich, weil das Teil so riesig ist. MIt dem Schuhclip bin ich jetzt aber sehr zufrieden.

Jetzt habe ich entdeckt, dass mir die Software auch Schrittfrequenz und Schrittlänge anzeigt.

Bei meinen üblichen Trainingsläufen habe ich festgestellt, dass ich eine durchschnittliche Schrittfrequenz von 85/Min. habe. Dieser Wert schwankt zwar immer mal wieder z.B. bei steilen Bergab-Passagen, bleibt aber eigentlich ziemlich genau gleich. Die Schrittlänge hingegen variiert bei einer hügeliegen Strecke sehr stark zwischen 110 und 128 cm.

Jetzt bin ich gestern bei einem 5000m Lauf (Maltheser Sommernachslauf in DU Huckingen) zum ersten Mal mit dem Sensor gelaufen und hatte natürlich ganz andere Werte:

Die Schrittfrequenz ist hier ziemlich stabil bei 95/Min., Die Schrittlänge schwankt zwischen 157 und 167cm.

Daraus ergibt sich für mich die Frage, was ich trainieren soll, um schneller zu werden. Hat von Euch jemand genug Erfahrung in diesem Bereich um mir den einen oder anderen wertvollen Tip zu geben?

Jetzt bin ich mal auf Antworten gespannt!

 

Gruß, Martin

 
Bospa08snr893q_medium derRene 326 Beiträge

 

Gebt den Afrikanern Pulsmesser, Kilometerzähler und Schrittzähler und wir werden wieder Weltmeister!!!!

Wie ich hier schon mehrfach geschrieben habe: an seinem Laufstil rumbasteln ist der größte Fehler den man machen kann… Der Körper paßt sich automatisch an. Um so schneller man läuft um so mehr verlagert sich der Körper nach vorn, man läuft mehr auf dem Vorfuß. Die Schrittlänge variiert sehr mit der Steigung Gefälle und Erschöpfung…

Also laß die Finger davon!!! Dein Körper sucht sich den richtigen Laufstil. Wenn du an deinem Laufstil anfängst rum zu basteln wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit früher oder später zu Verletzungen führen (Überbelastung einzelner Muskeln, dann Zerrungen, Faserris oder auch Ermüdungsbruch).

Schnell wird man durch schnelles Laufen! (klingt doof, ist aber so) Und dies erreicht man nur mit einem abwechlungsreichen Training, welches Regeneration, Tempotraining und Ausdauertraining beinhaltet..

m.f.G. René

 
Frbf1816_medium Chrimuh 77 Beiträge

Hallo Brueller,

ich bin der selben Meinung, wie Rene. Ich liebe solche Technikspielereien und laufe nie ohne Pulsuhr. Nach dem Training wird sofort alles auf den PC geladen und die Werte in MeinSportPlatz übertragen. Ich ändere deswegen aber mein Training nicht, wenn ich während des Laufs mal einen höhren Puls habe, lasse ich mich dadurch auch nicht stören.

 

Um schneller zu werden, ist ein ausgewogenes, systematisches Training wichtig. Tempodauerlauf, Intervalle, lange Läufe, viele regenerative Läufe. Die Tempodauerläufe und Intervalle sollten max. 30% der Wochenkilometer sein, der Rest langsam. Dabei ist wichtig: die langsamen langsam genug, die schnellen schnell genug. In einem Buch hab ich mal den Tip gelesen, die Intervalle auf einer Treppe aufwärts zu machen. Das bringt Kraft und deine Schrittlänge wird automatisch größer.

MfG

Christian

 
Bo7ma011813_medium michi 3 Beiträge

Also rein physikalisch gesehen ist es ja so.
Schrittlänge * Frequenz = Geschwindigkeit.
Aber das ist die Theorie. Wenn du schon länger läufst, wirst du sicher eine für dich gute Schrittfrequenz gefunden haben, da würde ich nicht mit Gewalt was ändern wollen.
Die Schrittlänge hängt ganz stark von der Kraft ab, mit der Du dich vom Boden abdrückst. Und das kann man trainieren. Mir haben dabei Bergauf Sprungläufe geholfen. Du suchst dir ein rel. steiles Bergaufstück und drückst dich kräfig mit großen Kniehub ab, springst als quasi von einem Bein aus andere. Das in 3-4 Serien a 50 m, ein- bis zwei mal die Woche. Kann man in einen ansonsten ruhigen Dauerlauf gut einbauen.

 
Bo7ma011813_medium michi 3 Beiträge

Noch was zum Laufstil. Lass dich von einem erfahrenen Läufer beobachten oder lass ne Videoaufnahme machen.
Man selber meint immer, man hat den perfekten Laufstil, Haile könnte sich da noch ne Scheibe abschneiden. Dann sieht man sich einmal auf Video und sucht verzweifelt das nächste Mauseloch.
Mein Fehler waren am Anfang zu große Schritte und das landen voll auf der Ferse mit fast durchgedrücktem Knie (wWar also ein extremer Rückfußläufer). Hab mich dann auf den Mittelfuß vorgearbeitet und habe seit dem weniger Probleme mit der Achillessehe und bin auch schneller geworden. Ein Vorfußläufer werde ich nicht mehr, aber dieses extreme Hackenlaufen bin ich los.
In Maßen läßt sich also schon was ändern.

 
Zieleinlauf_online_medium Brueller1 261 Beiträge

Hallo Michi!

Danke für Deinen Tipp! In der Tat habe ich mittlerweile eingesehen, dass ich nur mit sehr hohem Auwand seinen Laufstil optimieren kann und da ich auch selber ein gutes Gefühl dafür bekommen habe ob es, je nach Tempo, “rund läuft”, bin ich einfach mal zufrieden damit, was ich bisher erreichen konnte. Die Frage, die ich ursprünglich beantwortet haben wollte, hat aber leider bisher keiner beantworten können, nämlich, ob man die Funktionen Schrittlänge und Frequenz meines Polar Fußsensors sinnvoll ins Training einbauen kann.

Mittlerweile sehe ich aber ein, dass das richtige Körpergefühl in Kombination mit Herzfrequenzkontrolle und einem ordentlichen Trainingsplan hinreichend ist und noch mehr Technik sicherlich nicht nützt, oder?

LG Martin

 
Icon_missing_medium credo 128 Beiträge

Hallo Brueller1, vergiss einfach den Zusammenhang zwischen Polar Fußsensor und gewollter Messgenauigkeit. Passt nicht! Ein Vereinskollege hat sein teil mehrfach nachgeeicht (400m Wttkampf-Bahn, 20cm vom Innenrand weg), und das Teil ist genauso gut wie schätzen. Schade, das Du dafür evtl. Geld ausgegeben hast. Angebliche Messtoleranzen bei +- 2% bedeuten in der Praxis für ein Messgerät nur “Schande”. Mein Vereinskamerad schätzt mittlerweile das aktuell gelaufene Tempo, so wie ich, auf die sek. genau. Wir machen allerdings auch regelmäßig Bahntraining. GPS ist genauso schlecht, Radar – welches ich benutze – ist zwar am genauesten – aber leider nur bei Trockenheit. ich selbst habe vorher auch alle Systeme getestet (Landstrassen-km, Bahn, 10km City-NACHT Berlin) und bin beim Radar geblieben. Ideal ist bis heute, trotz aller Werbeversprechen der Hersteller, kein System bzw. Gerät. Schneller wird man in der LZA 1 – 4 vor allem duch Beachtung der Trainingsprinzipien und viel Trainingsfleiss. Selbst Haile macht es so. Keine Kompressionssocken, keine technische Spielereien nur 3 mal Training am Tag, alles in der Höhe ab 2500m üNN, und trotzdem: Weltrekord im Marathon……Viel Spass beim km-schrubben -und bolzen, credo

 
Zieleinlauf_online_medium Brueller1 261 Beiträge

Hallo Credo!

Hast Recht, habe ich mittlerweile auch festgestellt, dass eine Messgenauigkeit noch Wunschtraum ist, aber ganz verzichten möchte ich auf den Schnickschnack auch nicht :-) :-) :-) Was Haile betrifft, so läuft der natürlich nicht ganz ohne technische Untersützung, denn natürlich wird der professionell betreut. Ich betrachte die Geschwindigkeitsmessung meiner Polar als kleine Kontrollinstanz, zum Bahntraining konnte ich mich bisher leider nur selten durchringen, aber natürlich hast DU Recht, das würde mein persönliches Tempo-Empfinden schulen… Von Radar-Messung habe ich allerdings noch nicht gehört…

Ansonsten: fleissig bin ich, versprochen! Trainingsprinzipien: Na klar!

LG Martin

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