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Uhrzeiteinwirkung auf die Herzfrequenz

Abonniere Uhrzeiteinwirkung auf die Herzfrequenz 23 Beiträge, 10 Stimmen , Tagged: uhr zeit frequenz herzfrequenz Polar wetter aufstehen arbeit nachmittag abend früh frühstück morgens

 

Derwaldseeer Beff 156 Beiträge

Hallo liebe Läufergemeinde,

ich möchte hier mal eine Frage bzw. These in den Raum werfen und möchte gerne eure Meinung dazu wissen.

Mir ist jetzt über längere Zeit aufgefallen, dass sich die Uhrzeit auf die Herzfrequenz extrem auswirkt. Am Morgen, egal ob mit oder ohne Frühstück, ist die Herzfrequenz meist etwas erhöht – mag wohl daran liegen, dass das ganze Herz-Kreislauf-System noch nicht richtig in Schwung gekommen ist. Am Nachmittag hat sich die Frequenz normalisiert, zeigt keine Wahnsinnsausschläge nach oben / unten jedoch ist meist die Leistungsfähigkeit nicht optimal. Ich persönlich habe herausgefunden, dass 18:00 Uhr die optimale Trainingszeit ist. Die Herzfrequenz bewegt sich auf geringem Niveau, steigt nicht schlagartig an und ich kann ohne Probleme in meinem aeroben Bereich trainieren, selbst am Berg bleibe ich unter der Schwelle. Außerdem ist die Leistungsfähigkeit sowie die Kraftauswirkung und Körpergefühl hervorragend.

Wie geht es euch? Habt ihr ähnliches festgestellt oder ist es bei euch anderst?

Ich freue mich auf viele subjektive Meinungen – falls es jedoch eine medizinische Erklärung dafür gibt, freue ich mich sehr über diese.

Viel Spaß beim “friedvollen” diskutieren,

grüße euer Beff.

 
10 dasmuli 802 Beiträge

Hallo Beff.

Da hast Du aber eine “schöne” Selbststudie gestartet. Ehrlich gesagt habe ich das noch nie ausprobiert.

Aber … werde es tun und dann natürlich auch berichten, wie es bei mir war.

Bis dahin alles Gute und auf zum Testen :-))

 
Icon_missing_medium credo 128 Beiträge

Hallo beff, natürlich gibt es dafür eine med. Erklärung: das Herz-Kreislauf-System ist nur das Zubringersystem für den Bedarf der Muskelzelle und reagiert wie Du weist auch Wärme, schlechten Schlaf, Hormonelle Einflüsse etc.. Also setzt man sich in die Sauna, schaut auf den Pulser und: siehe da eine 160 HF in Ruhe und man wird Weltmeister…..Schau mal bei Peter Greif und seinen Ausführungen an….Kümmere Dich nicht so um den Puls, sondern wenn Du eine bestimmte Zielzeit hast um diese. Die Leistung in m/s entscheidet. ES sei denn Du bist Herzkrank, dann kläre das mit einem Kardiologen. Bist Du gesund, mach es wie Haile…einfach trainieren und gewinnen! Viel Erfolg!

 
Zieleinlauf_online_medium Brueller1 261 Beiträge

Hallo Beff!

Stimme Credo in diesem Bereich zu. Zwar nutze ich die Pulskontrolle zur Trainingsstuerung, aber ich nehme es auch nicht so genau. Wenn ich das Gefühl habe, es läuft gut und ich fühle mich wohl, dann laufe ich halt schnell. Um schnell zu sein muss mann halt schnelles Laufen trainieren. Aber ich habe auch festgestellt, dass ich die besten Leistungen am Nachmittag und frühen Abend bringe…

 

Sportliche Grüße, Martin

 
Icon_missing_medium credo 128 Beiträge

Hallo Brueller1, bei mir ist es auch Nachmittags am besten. Die Frühen Einheiten (z.Z. 2 am Tag) mache ich gegen 5:30 Uhr. Das sind dann bei mir auch nur GA1 Läufe. Die Kenianer in den Traingslagern in Iten etc. sind allerdings anderer Meinung: Früh ist man noch frisch und nicht so geistig abgelenkt und da wird dann auch geknüppelt. Auch einer der vielen Gründe, warum man nur deren Rücken im Rennen sieht. Wichtig ist aber auch: es muss noch Spass machen. Und vom Puls kontrollieren wird man ebend nicht schneller….auch wenn einige Firmen es immer behaupten…

 
Derwaldseeer Beff 156 Beiträge

Danke für eure Antworten.

 

@ Credo: Mir geht es nicht darum, ob jemand ständig seinen Puls kontrolliert, oder nicht. Ich laufe zwar mit Herzfrequenzmesser, schaue jedoch nicht jede Trainingseinheit ständig darauf. So sollte kein Training aussehen. Wenn ich mich gezielt auf einen Wettkampf vorbereite, dann versuche ich mich in meinen Zonen (vom Leistungsdiagnost mittels Laktatstufentest ermittelt) aufzuhalten um mein Training zu optimieren. Auch Peter Greif gibt eine gewissen % der HF an, in der trainiert werden “sollte” – ob man jedoch dann nach vorgegebenem Tempo oder der vorgegebenem HF trainiert, bleibt letztendlich jedem sein Ding. Das andere Faktoren außer die Uhrzeit auf den Körper Einfluss haben, weiß ich und mein Herz ist vollkommen in Ordnung.

 

Mir geht es hauptsächlich um die subjektive Meinung jedes Einzelnen, wann für Ihn seine beste Trainingszeit ist, bei der er eine optimale Leistungsfähigkeit an den Tag legen kann, bzw. sich am wohlsten fühlt – und falls jemand dabei seine Herzfrequenz beobachtet und ähnliches feststellt wie ich (oder anderes), so freue ich mich über diejenigen Feststellungen.

 
Icon_missing_medium credo 128 Beiträge

Hallo beff, ich hab jahrelang nach Greifplänen trainiert. Anscheinend hast Du diese Pläne und dazugehörigen Infos nicht wirklich genau gelesen. Ist auch nicht schlimm. Greif schreibt die HF Vorgaben rein, weil ebend viele danach gieren. Er selbst gibt aber immer den Geschwindigkeitsvorgaben die oberste Priorität. Ebenso nett sind seine Ausführungen über seine sogenannten “Pulsfetischisten”. Lies die mal und auch Du wirst schmunzeln können. Selbst die Sportwissenschaft gibt jetzt offiziell der erbrachten Leistung den Vorrang und nicht allen möglichen biologischen n Parameter. Natürlich kann manm alles mögliche messen und erfassen. Besser ist es aber wahrscheinlich seine doch bergrenzte Lebens -und Trainingszeit mit etwas sinnvollerem wie z.B. das Training an sich zu gestalten. Aber das kann man ja für sich selbst entscheiden. Aber selbst Tergat und Haile haben nicht mal eine Spiroergomtrie mit Laktatmessung nötig gehabt…es gibt also doch diverse andere Gründe, warum man schneller als andere Laufen kann. Lesenswert dazu sind Hogens Ausführungen und das Buch von Jürg Wirz: Trainingsgeheimnisse der Kenianer. Nach dem Lesen wirst Du den Pulser wegschmeissen, jedenfalls wenn Du schneller werden willst. Also: Hacken zeigen! Gruss credo

 
Dsc_3257_medium traudl 986 Beiträge

hallo Beff,

ich habe es noch nicht bewusst beobachtet- wenns bei mir mal wieder richtig läuft, werde ich mal darauf achten. Wenn ich gleich am Morgen laufe, bin ich fit für den Tag- da habe(hatte) ich das Gefühl “mir geht es so gut, fühle mich stark und ausgeglichen”

Wenn ich mal Abends gelaufen bin, waren es meistens eher ruhigere Läufe. Genauere Auswertung gibts dann im Laufe des Jahres. Vielleicht schreiben ja noch ein paar andere Läufer.

grüßle traudl

 
Icon_missing_medium Thea 116 Beiträge

Hallo Beff,

interessantes Thema..

Meine beste ‘Laufzeit’ ist eindeutig Morgens.

Ich habe mal gelesen/gehört (?) das das Training morgens um 8:30 Uhr an effektivsten sein soll.

Gruß, Thea

 
Zieleinlauf_online_medium Brueller1 261 Beiträge

@all

 

interessanter Thread, der sich hier gerade entwickelt. Tatsächlich können die meisten, erfahreneren Läufer recht schnell auf ihre “Pulser” verzichten, allerdings muss man da schon ein gutes Körpergefühl haben und auch entsprechend reagieren.

Zurück zum Thema Uhrzeit und Laufen:

Ich selbst würde auch lieber regelmässig zu einer bestimmten Uhrzeit laufen, würde mich dann aber trotzdem immer für den Nachmittag oder Abend entscheiden, weil ich kein Frühaufsteher bin. Allerdings gibt mein Job (Dreischichtdienst) diese Regelmässigkeit leider nicht her, so dass es bei mir immer Wochen mit häufigen, gut aufeinander abgestimmten Trainingseinheiten gibt und andere Wochen, wo “es” gar nicht gut läuft. Ist aber bei mir auch teilweise eine Frage der mangelnden Disziplin. :-)

 

Sportliche Grüße, Martin

 
Marathon_12_medium andy67 376 Beiträge

Hallo zusammen,

ich lauf zwar oft mit Pulsuhr, aber benutze den Puls kaum zum Training, da es bei mir starke Abweichungen gibt.Allerdings bin ich mir sicher, dass ich morgens sicher entspannter laufen kann als nachmittags nach der Arbeit.

Viele Grüße

Andy

 
Bospa08snr893q_medium derRene 326 Beiträge

Hallo Beff,

soviel Zeit wie du, möchte ich auch mal haben…

Ich zerbreche mir den Kopf wie ich mit so geringem Zeitaufwand wie möglich, den größten Trainingsefekt erziehlen kann und wie ich Familie, Arbeit und Training unter einen Hut bekomme, ohne das eines davon zu kurz kommt… Du dagegen beschäftigst dich mit so sinnlosen Sachen wie wann ist mein Puls am höchsten…

Wie du sicherlich weist, sollte ein Training aus verschiedenen Trainngsreizen bestehen. Die Frage sollte sein, wann ist der Trainingsreiz am grösten/optimalsten und nicht wann ist der Puls am höchsten. Jetzt ist die Frage ist der Triningsreiz größer, wenn man sich gut fühlt und zur Tageszeit läuft, an der man sich  am Besten fühlt oder wenn man ein bischen langsamer läuft, sich dabei aber mehr"quält"….

Ich denke hier kommt der Faktor Mensch dazu, also wie weit man an seine Grenzen geht.. Also im Großen und ganzen wird es egal sein, zu welcher Tageszeit man trainiert. Bei Wettkämpfen ist dies sicherlich etwas anderes.

PS: ich will damit nicht sagen das man immer am Limit laufen muss um optimale Trainingsreize zu erziehlen. Aber wer im Training nie an seine Grenzen geht, kennt seine Grenzen nicht und wird auch nie wirklich schnell im Wettkampf sein. Man sollte natürlich niemals bei jeder Einheit an seine Grenzen gehen. Wie die meisten sicherlich wissen, besteht ein optimales Training aus Tempoeineheiten, Ausdauereinheiten und Regenerationseinheiten. (die ersten beiden können natürlich nochmals unterteilt werden) An seine Grenzen sollte man nur bei den Tempoeinheitten gehen bzw ambitioniertere Läufer vereinzelt auch bei den Ausdauereinheiten (zb mit starker Endbeschleunigung)

 
Dsc_3257_medium traudl 986 Beiträge

hi rene

ein sehr interessanter Beitrag. Da hatte ich in der Richtung letztes Jahr bei meiner Vorbereitung auf Frankfurt sehr gute Erfahrungen machen können. Im Vergleich zum Jahr davor wo ich für meinen 1. Marathon in Berlin trainierte, habe ich es für Frankfurt so manches Mal lockerer genommen, also etwas schleifen lassen (Training – lange Läufe, Ernährung…) auf jeden Fall war es eine sehr gute Selbsterfahrung für mich. In Zukunft, wenn ich wieder laufen kann, werde ich mich wieder diszipliniert und konsequent wie auf dem Weg nach Berlin vorbereiten.

Du könntest dich, falls es deine Zeit zulässt, ruhig öfters ein bisschen zu Wort melden.

Liebes Grüßle

traudl

 
P4120036_medium traumboot 273 Beiträge

@ Rene,

Ich glaube nicht das sich Beff Stunden oder Tagelang den Kopf darüber zermartert.

Es ist ihm halt aufgefalle das es Unterschiede im Tagesverlauf gibt.

Weiter finde ich es auch interessant wenn wir einfach, naiv und subjektiv unsere Erfahrungen austauschen. Es gibt auch noch anderes als Expertenwissen auf der Welt

@ Beff

Ich laufe sehr gerne früh. Anfangs komme ich schwer in die Gänge und ich habe das Gefühl mein Puls geht schneller hoch als später am Tag. Aber nach den ersten 2-3 km wirds locker und macht Spaß.

Wenn ich dann zu Hause die Daten meines TC übertrage ist aber Objektiv  kein Pulsunterschied zu erkennen.

Grüße Traumboot

 
Bospa08snr893q_medium derRene 326 Beiträge

Ach Traumboot, was soll ich dazu sagen??

1. Beff ist erwachsen und nicht auf den Mund gefallen, also denke ich er könnte sich selber Verteidigen

2. Ich habe niemanden angegriffen mit meinem Beitrag, ich habe lediglich meine (abweichende) Meinung zum Besten gegeben (ich dachte das ist Sinn und Zweck eines Forums)

3. wenn du genauer liest, wird dir auffallen das ich auch gern so viel Zeit hätte, was also alles andere als ein Angriff war.

4. Ich bin ein offener Mensch, der offen seine Meinung kund gibt, dabei jedoch nicht unbedingt jeden mit Samthandschuhen anfaßt… Erstaunlicher Weise komme ich trotzdem mit fast jedem aus, weil die meisten Verstehen was ich meine.

5. Ich bin alles andere als ein Experte, ich bin ein ähnlich ambitionierter Läufer wie Beff.

6. Wenn du keinen Wert auf Meinunngen und Erfahrungen Anderer legst, was machst du dann in einem Forum???

PS: wenn du nur sinnlos Zeit totschlagen willst überlies einfach in Zukunft meine Beträge!

 
Dsc_3257_medium traudl 986 Beiträge

sorry Jungs, dass ich mich hier einmische. mir gefällt euer Schreibton nicht so ganz richtig. Ihr seid doch beide erwachsen und könnt gerne eure Meinung kundtun, aber BITTE sachlich bleiben!! Es bringt doch niemandem was, wenn ihr euch hier in einen öffentlichen Forum so anzickt.

einen schönen Tag wünscht euch

traudl

 
P4120036_medium traumboot 273 Beiträge

@ Rene,

Ich hab, glaub ich zu wissen geschrieben, das mir der Erfahrungsaustausch wichtig ist.

Ich wollte dich auch nicht persönlich angreifen.

Trotz dem bin ich der Meinung das die Diskussion an der eigentlichen Fragestellung vorbeigeht. Ich dachte Beff will von uns wissen ob wir auch Erfahrungen mit unterschiedlichen Puls in Abhängichkeit von der Tageszeit gemacht haben. Ich habe nichts in Richtung Trainingsmethotik gelesen.

PS: das mit Zeit totschlagen, na ja, du weißt ja nichts über mich.

 

 

 

 

 
Icon_missing_medium EFah 153 Beiträge

Wenn es eine einzige Gerechtigkeit auf der Welt gibt, dann ist es die, dass jeder Mensch, egal ob Harz IV Empfänger oder Manager, 24 Stunden am Tag Zeit hat. Jeder kann für sich entscheiden, gemäß seiner Zielsetzung und bestimmter Vorlieben wie diese Zeit einzusetzen ist.

 
Bospa08snr893q_medium derRene 326 Beiträge

Beff hat doch eindeutig geschrieben:

“Mir geht es hauptsächlich um die subjektive Meinung jedes Einzelnen,
wann für Ihn seine beste Trainingszeit ist, bei der er eine optimale
Leistungsfähigkeit an den Tag legen kann, bzw. sich am wohlsten fühlt –
und falls jemand dabei seine Herzfrequenz beobachtet und ähnliches
feststellt wie ich (oder anderes), so freue ich mich über diejenigen
Feststellungen.”

Mir ging es darum, klar zu stellen, das es nicht unbedingt eine optimale Trainingszeit gibt, da ein optimales Training aus Trainigsreizen besteht, welche kaum von der Tagesform abhängig sind, da unter Umständen bei schlechter Tagesform der Trainingsreiz größer sein kann….

so nun dikutiert was ihr wollt, ich ziehe mich aus der Diskusion zurück…

schönen Abend noch…

 
Derwaldseeer Beff 156 Beiträge

Schade, dass so eine “normale” Frage immer so ausarten muss und sich jeder nicht einfach kultiviert ausdrücken kann.

@derRene

Richtig, ich möchte individuell wissen, und d.h. wirklich nur wissen, ob jemand für sich selbst festgestellt hat, wie sein Puls variiert in Abhängigkeit zur Tageszeit. Wenn du persönlich für so etwas keine Zeit hast oder bewusst auf Pulsfrequenzen keinen Wert legst und nicht beobachtest, wieso äußerst du dich dann dazu? Ja, das ist dein Recht, aber es geht eindeutig an der Fragestellung vorbei. Und wie bereits EFah gesagt hat, hat jeder 24 Stunden am Tag, was du mit dieser Zeit anfängst bleibt jedem selbst überlassen.

Für mich als angehenden Physiotherapeuten ist es eben interessant, wie sich die Uhrzeit auf die Pulsfrequenz bzw. Leistungsfähigkeit auswirkt. Als ambitionierter Läufer weiß ich sehr wohl aus welchen Komponenten ein Training / Trainingsplan / Vorbereitung bestehen sollte um schneller werden – und dass ein rein pulsorientiertes Training nicht unbedingt schneller macht, ist mir auch klar. Schließlich spielen andere Faktoren auch noch eine große Rolle – und wenn dies auch nur ein Stein im Schuh sein sollte, der deine Herzfrequenz in die Höhe treibt.

@traumboot

Danke für deine sachliche Ausführung. Ich laufe auch oftmals früh – läufst du vor oder nach dem Frühstück und wenn mit, wieviel Pause lässt du zwischen Frühstück und Laufeinheit. Für mich ist ein Lauf ohne Frühstück meist eher länger und langsam, Tempo kann ich zwischen 5 und 8 Uhr noch nicht machen – da merke ich das meine Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist.

 

Sicherlich hat jeder von euch eine eigene individuelle Lieblingszeit, zu der er trainiert und allein das hat mich interessiert, zu welcher Zeit ihr euch am Leistungsfähigsten fühlt, bzw. ob sich die Zeit auch auf eure Herzfrequenz auswirkt – falls ihr ein Pulser seit.

 

Danke, sportliche Grüße Beff.

 

PS: Ich kenne alle Ausführungen von Peter Greif über das Training mit Puls – darauf muss mich keiner aufmerksam machen und ich kenne mich mit zielorientiertem Training aus, sowie welche Faktoren die Leistung beeinflusst.

 
P4120036_medium traumboot 273 Beiträge

Das Essen vor dem Training ist für mich auch noch ein Unsicherheitsfaktor.

Ich weiß schon das man 2h vor dem Training was zu sich nehmen sollte. Ich bekomme aber frühs nichts runter. Wenn ich Sonntag morgen um 4 (natürlich im Sommer) zu einen langen Lauf aufbreche, zwing ich mir davor maximal eine Banane rein, und dann geht’s auch schon los. Helfe mir unterwegs mit Traubenzucker und Gelchips über die Zeit.

Allerdings habe ich bisher harte Trainingseiheiten auch meistens am späten Nachmittag gemacht.

Noch was zur Pulsüberwachung,

Ich trainiere auch nicht nach Puls, aber in der Stadistik, die man durch einen Trainingscomputer zur Verfügung hat, ist die Entwicklung gut zu erkennen.

Ich denke schon das die Entwicklung des Durchschnittspulses im Verhältniss zum geleisteten Training eine gewisse Aussagekraft hat.

Grüße an alle, Traumboot

 
Icon_missing_medium Thea 116 Beiträge

Thema bleibt spannend, Klasse!

@rene, bitte nicht zurück nehmen. Ich lese Deine Beiträge immer gern! Also wenn es Deine Zeit erlaubt, bitte wieder mitschreibseln ;-)

@traumboot, das mit dem Essen vor dem training ist eine spannende Sache. Du schreibst, daß Du Dir vor langen Läufen eine Banane reinzwingen mußt. Wie ist es wenn Du nichts ißt, bekommst Du dann Probleme unterwegs?

Ich frage das daher, weil ich nie vor den langen Läufen gegessen habe, dafür aber kürzlich mit einem Hungerast bestrafft wurde und meinen Lauf auf den ich mich schon die ganze Woche gefreut hatte, abbrechen mußte. Da half dann auch kein Riegel unterwegs merh etwas.

 
Derwaldseeer Beff 156 Beiträge

Hier ein aktueller Bericht von Netzahtleten.de:

Es gibt für fast alles ein gutes und ein schlechtes Timing. Was für den
Beruf oder die Liebe gilt, trifft auch auf den Sport zu. Wer sein
Training nach seinem Biorhythmus ausrichtet, hat nicht nur ein besseres
Gefühl beim Sport, sondern trainiert auch effektiver.


Wusstest Du, dass die beste Zeit sich zu rasieren kurz zwischen
Aufstehen und Frühstück ist? Das liegt daran, dass unser Körper in
diesem Zeitfenster in der Lage ist, „Kollateralschäden“ wie etwa
kleinere Schnittverletzungen am schnellsten zu heilen, weil der
Blutdruck noch nicht allzu hoch ist und der Kreislauf noch bei weitem
nicht auf Hochtouren arbeitet. Das mag banal klingen, steht aber
beispielhaft für den Einfluss, den der Biorhythmus auf unser Leben ausübt.

Der Biorhythmus – Für alles gibt es eine gute und schlechte Zeit


Suprachiasmatischer Nucleus, so lautet der Fachterminus für unsere
„innere Uhr”, die letzten Endes nichts anderes ist als ein
reiskorngroßes Hirnareal. Von dort aus führen Nervenstränge zur
Zirbeldrüse, wo u.a. das Müdigkeitshormon Melatonin, aber auch der
„Wachmacher“ Serotonin produziert wird. Der Suprachiasmatische Nucleus
reguliert darüber hinaus auch, wann die Körpertemperatur sinkt, wann der
Blutdruck steigt und vieles mehr.

Daraus lassen sich, grob unterteilt, zwei Hochphasen ableiten, die
natürlich je nach Schlaf- und Lebensgewohnheiten von den nun folgenden
Uhrzeiten abweichen können. Im Großen und Ganzen sind wir jedoch
zwischen dem Aufstehen und dem Mittagessen sowie am Nachmittag und
frühen Abend (zwischen 16 und 21 Uhr) am leistungsstärksten.

Eine kleine Einschränkung gibt es aber: Man muss seinen Biorhythmus über einen längeren Zeitraum betrachten. So erreichen wir über das
ganze Jahr gesehen im Spätsommer und Herbst unsere höchste
Leistungsfähigkeit, während wir im Winter in einer Talsohle angelangt
sind. Alles in allem kann man aber folgende, allesamt wissenschaftlich
belegte, Trainingsempfehlungen ableiten.

Vor dem Frühstück: Beste Zeit zum Abnehmen



Der Körper arbeitet zwar über Nacht nicht so viel wie am Tag, zapft aber
dennoch seine Energiereserven für Regenerations- und Reparaturarbeiten
an. Deswegen muss er bei körperlicher Betätigung vor dem Frühstück
mangels gefüllter Kohlenhydratspeicher vermehrt auf die Fettspeicher
zurückgreifen. Allerdings solltest Du das Training vor dem Frühstück nicht übertreiben. Lockeres Ausdauertraining über eine halbe, maximal eine dreiviertel Stunde reicht.

Wer harte Ausdauereinheiten oder koordinativ anspruchsvolle Sportarten
machen möchte, sollte dagegen erst mal frühstücken. Ansonsten wären
Deine Energietanks bald so leer, dass gar nichts mehr geht, Du
unkonzentriert wirst und Dich möglicherweise verletzt.


Mittags: Der Biorhythmus geht in den Keller



Nach dem Mittagessen geht Deine Leistungskurve nach unten. Der Körper
ist mit dem Verdauen beschäftigt. Das Blut zirkuliert nun
schwerpunktmäßig im Magen-Darm-Trakt, was auch die allseits bekannte
Mittagsschwere erklärt. Während der Körper verdaut, kann er Dein Gehirn
und Deine Muskulatur nämlich nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgen, um körperliche
und geistige Höchstleistungen zu vollbringen.

In dieser Phase ist eine harte Einheit wenig ratsam, allenfalls leichte
Bewegung an der frischen Luft kann Dir dabei helfen, Dein Essen zu
verdauen und wieder allmählich in Schwung zu kommen. Diese Phase hält in
aller Regel bis zum frühen Nachmittag an.


Nachmittag und früher Abend: Beste Zeit für hartes Training



Ab etwa 16 Uhr geht Deine Leistungskurve noch einmal steil nach oben.
Der Zenit wird gegen 19 Uhr erreicht. In dieser Phase erreichen auch
Deine Körpertemperatur, Dein Blutdruck und Deine Lungenfunktion ihr
Tageshoch, die Muskulatur ist nun besonders empfänglich für
Trainingsreize. Nun bietet sich hartes Training an, egal ob es sich um
eine Ausdauer-
oder eine kraftbetonte Einheit handelt.


Nach 21 Uhr: Biorhythmus stellt sich auf die Nacht ein



Spätestens 2 bis 3 Stunden bevor Du üblicherweise schlafen gehst,
solltest Du keinen intensiven Sport mehr treiben. Dein Biorhythmus
stellt sich nämlich bereits jetzt auf die Nachtruhe ein, beginnt u.a.
bereits, das Schlafhormon Melatonin auszuschütten. Übermäßige Bewegung
kann ihn aus dem Rhythmus bringen und Dir eine schlaflose Nacht
bereiten. Sanfte, entspannende Bewegungsformen auf der anderen Seite
können Dir jedoch helfen, schneller einzuschlafen.

Eine Ausnahme gibt es jedoch: Wettkämpfern wird empfohlen, nach
Möglichkeit zu der Tageszeit zu trainieren, zu der sie auch ihre
Wettkämpfe austragen. Auf diese Weise kann man seinem Biorhythmus so zu
sagen ein Schnippchen schlagen. Denn wie eine finnische Studie
herausgefunden hat, kann man sich die Bestform auch in den Morgenstunden
antrainieren.

Wer also für einen Marathon trainiert, sollte lieber früh morgens als
abends die Laufschuhe schnüren. Auch wenn das Aufstehen noch so schwer
fällt.


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