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HUNDE, von vielen Läufern verhaßt???

Abonniere HUNDE, von vielen Läufern verhaßt??? 37 Beiträge, 24 Stimmen

 

Bospa08snr893q_medium derRene 326 Beiträge


Hallo zusammen!



Viele Läufer haben ja unangenehme Erfahrungen mit Hunden gemacht, manche nehmen sogar Pfefferspray für diese Probleme beim Laufen mit. Mich würde mal interessieren, welche Erfahrungen ihr dies bezüglich gemacht habt.




Ich fang auch gleich an:



Da ich mit einem Schäferhund aufgewachsen bin und auch durch ihn in meiner Jugend zum Laufen gekommen bin, bin ich alles andere als ein Hundehasser. Mit manchen Hundebesitzern sieht das natürlich anders aus (manchmal wünsch ich mir auch ich hätte Pefferspray dabei, allerdings für den dämlichen Besitzer, nicht für den Hund)



Ich bilde mir ein, dass ich die meisten Hunde halbwegs einschätzen kann, wie sie reagieren, dh. wollen sie spielen, haben sie Angst, sind sie verunsicht oder haben sie einen sehr ausgepägten Jagdtrieb… Daher beobachte ich einen Hund immer, sobald ich ihn seh, wie er auf mich reagiert. Gegebenenfalls bleib ich dann halt stehen und geh auf ihn ein, bis der Beitzer endlich reagiert.



Ich weiß wie schwer es ist, einem Hund seinen natürlichen Jagdtrieb abzugewöhnen, vor allem in ländlicheren Gebieten, wo man seltener Kontakt mit Läufern und Radfahrern hat und der Hund sie daher nicht gewohnt ist. Aber als Hundbesitzer sollte man seinen Hund soweit kennen, dass man weiß wie er reagiert und ihn gegebenfalls rechtzeitig an die Leine nehmen.



Ich hab bisher selten negative Erfahrung mit Hunden gemacht, außer wie gesagt mit Hunden, deren Besitzer ihr Tier nicht kennen. Da ist es aber recht nervig, wenn man gerade bei einem Tempokilometer stehen bleiben muß…



Speziell eine ausländische Dame, die mir immerwieder mit ihrem Rießenschnautzer auf meine Hausrunde begegnet nervt mich tierisch… (ich habe auch nichts gegen Ausländer, habe aber kein Verständnis dafür, dass man wenn man in Deutschland wohnt so tun kann, als ob man kein Deutsch versteht) Sie sieht mich jedes mal schon 100m bevor ich bei ihr bin, ruft aber nie ihren Hund zurück bzw leint ihn an und jedes mal hüpft der Hund ewig bellent um mich herum. grrrr



 



Ich bin auf eure Erfahrungen gespannt.



m.f.G. René



 
Helmut_d_medium helmut_d 5 Beiträge


Die Hunde heißen alle „ Der macht nichts der will nur Spielen“ nur wissen das nicht alle Hunde.



Das ist der Satz der einem von den Hundebesitzer immer zugerufen wird.



Die besten Erfahrungen habe ich auch mit einfach stehenbleiben gemacht, notfalls mit lautem Kommando zum Besitzer schicken.



 



Gruß



Helmut



 



 
Swiss_runner_medium SwissRunner 13 Beiträge


Also mich stört am meisten das die Hunde häufig in den Weg rennen und man stoppen muss. Das gebell ist ja fast schon normal. Ich wäre bei einem anfallendem Hund jederzeit bereit diesen “zur strecke zu bringen”, denn mein Wohl geht vor.



Gruß SwissRunner



 
Petermantsch_medium petermantsch 1 Beitrag


Previously wrote:






Also mich stört am meisten das die Hunde häufig in den Weg rennen und man stoppen muss. Das gebell ist ja fast schon normal. Ich wäre bei einem anfallendem Hund jederzeit bereit diesen “zur strecke zu bringen”, denn mein Wohl geht vor.






Gruß SwissRunner






Mir geht es genau so. Die Viecher kommen auf einen zugelaufen. Wenn man dann ärgerlich reagiert heisst es immer. Der beisst nicht… ich kann es nicht mehr hören… meine Toleranz gegebenüber den Kötern geht langsam gegen Null!



 



Gruss, Peter



 
Icon_missing_medium hoto0013 1 Beitrag


hey, immer cool bleiben. die möchten einen nur beschnuppern, mehr nicht.



 
Bospa08snr893q_medium derRene 326 Beiträge


Hui!
Da hab ich ja was losgetreten… Das ihr so verärgert seid hätte ich nicht gedacht…. Ich verstehe aber trotzdem die armen Viecher und deren Besitzer dafür um so weniger….



 
Schotti_medium Schotti 52 Beiträge


Erfahrungen aller Art habe ich auch schon gemacht!



Vom Supi Hundehalter der wenn er einen Läufer sieht seinen Hund sofort anleint (dafür gibt es immer ein freundliches Dankeschön) über den wohlerzogenen Hund der sich bei Komando unverzüglich in Sitz oder Platzstellung begibt und sich nicht mehr rührt (auch dafür gibts ein freundliches Dankeschön) bis hin zum völlig verblödeten Hundehalter und dem Standartspruch “der will doch nur spielen” wenn seine Bestie an einem hochspringt (Verdammt Ich aber nicht!!!)



Flüche und Beschimpfungen aller Art gab es von meiner Seite aus natürlich auch schon aber das nützt relativ wenig den meistens trifft mann sich Tage oder Wochen später wieder irgendwo in Wald und Feld und die Tölle (wieder nicht angeleint springt wieder an einem hoch)



Mittlerweile löse ich das ägerliche Problem mit einer Ladung Pfefferspray und die Kläffer ziehen schnellstens wieder ab!!! Das ist mir bis jetzt zweimal passiert Dem Hundehalter gebe ich dann noch zu verstehen das falls es noch einmal vorkommt die Polizei antanzt Bis jetzt hat es geholfen Die Hunde waren das nächste Mal brav oder angeleint!!



Ich habe echt nix gegen Hunde aber bei manchen Herrchen und ihren verzogenen Kötern könnte ich ausrasten und beiden den Hals umdrehen!!!



SCHOTTI



 



 



 
Strongman_lauf_08_068_medium framuell 74 Beiträge


he he



habe selber einen hund,der geht auch mit zum laufen.aber was ich hier so lese na ja.



was kann der hund dafür wenn da ein läufer  oder mountenbiker kommt?in den jahren die ich laufe bin noch nicht



angefallen,oder halb aufgefressen worden.pfefferspray etc… würde es von mir gratis zurückgeben.leinenpflicht ist bei uns nicht



und das ist auch gut so.ich kann aber auch die läufer etc. verstehen das es nicht gerade angenehm ist wenn da so ein “KÖTER”



auf einen zu kommt. also einfach locker weiter ;)



mfg



frank



 



 
Optimistin_medium optimistin 12 Beiträge


Hallo,



ich finde, meistens sind die Hundehalter für das Verhalten der Hunde verantwortlich. Habe oftmals das Gefühl, dass ICH mich beim Besitzer entschuldigen müsste, dass ich da gerade vorbeilaufe. Bei uns im Park ist Leinenzwang, davon aber nicht viel zu bemerken. Es würde wesentlich weniger Aggressivität den Hunden gegenüber geben, wenn deren Besitzer die Hunde zurückpfeifen würden. Aber ich glaube, die machen sich noch einen heimlichen Spaß daraus, dass ihre Vierbeiner die Läufer verfolgen.



Schön ist es auch, obwohl die Hunde ja jetzt oftmals ein Blinkhalsband im Nunklen haben, wenn man aber dafür fast über deren Leine fällt, weil Herrchen/Frauchen und Vierbeiner sich an verschiedenen Endpunkten befinden. Auch hier ist wieder eine Entschuldigung des Läufers angebracht.



Somit, Entschuldigung an alle Hundebesitzer u. Vierbeiner, dass auch wir, den Park und Wald nutzen.



Bis zur nächsten nervigen Begegnung



eure optimistin



 
Icon_missing_medium elammerich 1 Beitrag


Hallo,



seit mich im letzten Oktober unverschuldet ein Hund beim Laufen gebissen hat und ein Gerichtsverfahren mit Schmerzensgeld und Schadensersatz läuft, ist mir beim Laufen auch nicht mehr so wohl.



Trotzdem will ich nicht alle Hunde und deren Halter gleich verurteilen, aber sobald ich einen Hund sichte gehen bei mir alle Alarmglocken und in den meisten Fällen bitte ich den Hundehalter per Zuruf den Hund an die Leine zu nehmen.                      In den meisten Fällen sind die Hundehalter dazu auch bereit.



Ich bin mal gespannt wie das im Sommer wird, wenn die Parks voll sind und noch mehr Hunde frei herumlaufen.



Viel Spass beim Laufen. Ach und bevor ich es vergesse Pfefferspray hilft zwar sich ein wenig sicherer zu fühlen, doch in den meisten Fällen ist der Hund zu lebendig um es richtig einzusetzen.



Liebe Grüße



 



 
Neumi_medium neumi 59 Beiträge


Hallo,



schön, dass sich jemand dieses Themas angenommen hat, ich habe mich bisher nie getraut, weil mir immer wieder alle versuchen klarzumachen, dass ich etwas überreagiere. Selbst ein Artikel in einer anerkannten Fachzeitschrift zum Thema Laufen und Hunde hat mit dem Aufruf an alle Läufer geschlossen doch “locker” zu bleiben. Nun aber mal zu den Fakten:



Ich “begene” beim Laufen im Schnitt alle 20 km einem Hund, und damit meine ich nicht sehen, dann wäre es sicher irgendwie im Bereich alle 5 km. Mit “begenen” meine ich, dass ich einen Kontakt habe, oder ein Hund den Weg kreuzt, stört oder bellt. Dabei kann man verschiedene Kategorien unterscheiden:



1.) Zunächst ist da der Hund, der, wenn man so träumend oder konzentriert die Straße entlang läuft, plötzlich in einem Meter Entfernung auf der anderen Seite eines Gartenzaunes losbellt, und man beinahe einen Herzinfarkt erleidet. Meist sehr ärgerlich, kann man aber nichts machen, inzwischen kenne ich aber meine Pappenheimer.



2.) Hundebesitzer, die gut erzogene Hunde haben, oder ihre Hunde generell an der kurzen Leine führen. Die rufen oder holen ihre Hunde ran, oder bringen sie durch Kommando zu “Sitz” oder “Platz”. Das freut mich immer, weshalb ich mich meist freundlich bedanke.



3.) Hundebesitzer, deren Hunde unangeleint laufen und die nicht hören, und denen es meistens egal ist, was ihre Hunde so machen. Meist ist es den Hunden dann auch egal, was ich mache, und so vergeht eine kurze Zeit der Unsicherheit bei mir, bis die Situation geklärt ist. Ich finde das trotzdem meist sehr unangenehm, obwohl auch wir früher Hunde hatten, und meine Eltern noch heute Hunde habe. Oft wollen aber auch Hunde wissen, wer der Chef ist, und steuern direkt auf den Läufer los, und man bleibt bis zum Schluß im Ungewissen, ob der Hund nun nett ist, oder nicht.



 



4.) Zum Schlußgibt es dann nur noch Hunde und Besitzer, die unerträglich sind. Angefangen von lautem Bellen über lästigem Hochspringen bis zum Hinterherlaufen mit finalem Biss in die Wade. Da sich die bisher genannten Kategorien (ausgenommen der Hund hinter dem Zaun) gleichmäßig verteilen (also je 33 %), habe ich also ca. alle 60 km (oder mind. einmal in der Woche) eine solche Situation. Häufig hilft es nur, laut schreiend auf den Hund zuzulaufen (hat auch schon bei einem Dobermann funktioniert), was einem aber meistens laute Pöbeleien des Besitzer einbringt. Von Pfefferspray hate ich wenig, die meisten Hundebesitzer sind meist agressiver als ihre Hunde. Ich kann zwar schnell laufen, komme aber oft an den gleichen Stellen vorbei….



 



Bei der letzten Kategorie fällt besonders auf, dass man als Läufer eigentlich immer glauben muss, dass man selbst etwas falsch gemacht hat, und Schuld ist an der Situation, selbst in Gebieten mit absolutem Leinenzwang. Und da ich am Rande von Berlin wohne, ist das eigentlich in meinem ganzen Laufrevier so, wobei mir angeleinte Hunde nur im Ausnahmefall begenen. Ich halte beim Laufen nicht gerne an, um dann stundenlang auf irgendwelche hysterischen Hunde einzugehen. Wenn bei einer 20-Meter-Leine der Hund am anderen Ende nicht zu groß ist, und sich die Leine quer über den Weg spannt, dann laufe ich auch schon einmal stur in der Mitte durch. Und schließlich habe ich mit dem schreiend auf den Hund zu laufen auch schon einmal einen Hund dazu gebracht, laut kläffend und mit eingezogenem Schwanz aus dem Wald zu rennen. Herrchen stand verdattert da, und such vermutlich heute noch den Hund.



 



Ich versuche beim Laufen immer auf alle Rücksicht zu nehmen, ich kann es nur überhaupt nicht leiden, wenn keiner auf mich Rücksicht nimmt. Falls übrigens jetzt noch jemand ein Gespräch mit dem Thema “Laufen und Autofahrer” eröffnet, könnte ich auch einiges dazu sagen, z.B. ob Autofahrer an einem Zebrastreifen zwar für Fußgänger, nicht aber für Läufer anhalten müssen…



 



wuff



neumi



 
Bospa08snr893q_medium derRene 326 Beiträge


Vielleicht sollten wir mal einen Link von diesem Gespräch in ein Hundeforum setze… ???  :)



 



Aber dort werden sicherlich hauptsächlich Hundebesitzer, die ihre Tiere im Griff haben angemeldet sein…



 
Strongman2009_medium Todde 1 Beitrag


Hmmmm….irgendwie alles nachzuvollziehen….aber ich warte jetzt schon Jahre auf meine erste Begegnung mit einem an mir hochspringenden oder in die Wade beißenden Agro-Hund….aber offenbar sind in HH die Hunde, die ohne Leine Laufen, ausnahmslos “gut erzogen”…..das mal einer bellt oder sich erschreckt, na das muss man mal aushalten können denke ich. Meine Erfahrung zeigt allerdings, dass die an der Leine extrem nervig sind. Ist ja aber auch nicht artgerecht…also versteh ich den Hund da eher. 



Ich warte weiter geduldig auf den “bösen” Hund…..



Gruß aus HH



 



 



 
Dsc_3257_medium traudl 986 Beiträge


bis jetzt hab ich noch nicht oft schwierigkeiten mit Hunden gehabt. ich teile es ja ein in ein Hund hört auf seinen Besitzer, aber ein Köter eben nicht ;). ich lauf ja relativ viel am Rand vom Naturschutzgebiet, wo Leinenzwang herrscht. na sagen wir mal 50% der Tiere sind angeleint. die meisten hunde und besitzer verhalten sich echt vorbildlich. halten ihre hunde oder rufen sie und der hund hört tatsächlich.  ab und zu gibts so ausnahmen bisher ohne grossen zwischenfall. wenn die Tiere ab Schäferhund oder kampfhundgrösse haben ist es schon ein flaues gefühl vorbeizulaufen, wenn das Tier nicht angeleint ist.



 



vor einigen Wochen war es doch so ein, eigentlich witziger vorfall- eine Frau, fährt mit ihrem Auto zum Naturschutzgebiet, lässt ihre Hunde raus, natürlich ohne leine, der junge von den beiden läuft auf mich zu, will spielen. ich will aber laufen. hab ihn einfach mit dem Fuss zur seite geschoben. bin weitergelaufen. ein paar tage später ist die feine Frau mit ihren Viechern wieder auf der Strecke. bitterböse droht sie mir, wenn ich noch einmal ihren Hundi TRETE, wird sie mir eine Ohrfeige verpassen. ich musste beinahe lachen, drehte mich um, und rief ihr zu, “na dann komm doch!”. keine 3 Schritte hätte die adipöse Tante das geschafft…. keine Ahnung aber immer wenn wir uns begegnen, kommt mir so ein breites Grinsen ins Gesicht… nnnneiiiinnnn ich bin nicht böööse….



schönes training und erfolg bei den Wettkämpfen wünscht euch allen



traudl



 



 
Neumi_medium neumi 59 Beiträge


@traudl



genau, das ist auch mein Spruch, wenn mir mal wieder jemand Schläge etc. androht, weil ich seinen Hund erschreckt oder ihn beleidigt habe: “Komm’ doch mit, dann reden wir darüber…” Merkwürdigerweise ist bisher niemand auf dieses freundliche und ernst gemeinte Angebot eingegangen.



 



Davon abgesehen habe ich vor ca. zwei Wochen erleben dürfen, wie ein unbelehrbarer Hundebesitzer direkt seine gerecht Strafe für Nichtachtung der Regeln erhalten hat. Und das ging so: Ich laufe regelmäßig auf einem langen geraden Weg über das Feld, auf dem an schönen Sonntagen auch etliche Spaziergänger, Fahrradfaher etc. unterwegs sind. In einigem Abstand vor mir lief ein anderer Läufer, an den ich langsam herankam. Da er vor mir lief hatte er das Pech (mein Glück) an eine Familie, bestehend aus zwei Erwachsenen, zwei Kindern und zwei Hunden, heranzulaufen. Einer der beiden Hunde, der größere von beiden, wollte bloß mal wieder spielen und lief bellend und um die Beine tänzelnd bei dem Läufer mit. Da er keine Anstalten machte, das Spiel zu beenden, musste Herrchen rufen, was aber ungehört (oder unbeachtet, man weiß es nicht genau) verhallte. Herrchen rief wieder und wieder, und langsam näherte ich mich der Familie, die trotz des Vorfalls ihren Spaziergang in meine Richtung fortsetzte. Also drehte sich Herrchen beim Rufen nach dem inzwischen mindestens 100 Meter entfernten Hund um, und lief rückwärts weiter. Nun war ich recht nahe, was das Interesse des zweiten, etwas kleineren Hundes hervorrief. Der wollte aber Gott sei Dank nicht spielen, sondern nur schauen. Also blieb er stehen, und schaute mich an. Zum Unglück seines Herren blieb er direkt in dessen Laufrichtung stehen (was dieser ja nicht sehen konnte, da er rückwärts lief), und es kam, wie es hier nur hätte kommen dürfen, der brüllende Mann stolperte über seinen eigenen Hund und fiel direkt auf seinen Ar…. Genau wie die Familie des Mannes konnte auch ich mir ein Lachen im Vorbeilaufen nicht verkneifen. Hach, war das schön…



Herzliche Grüße



neumi



 
Icon_missing_medium EFah 153 Beiträge


Hallo liebe Lauffreunde,



heute hat es mich erwischt. Ich wurde auf meiner Trainingsstrecke von einem Hund in den Unterarm gebissen. In diesem Wald treffe ich eigentlich immer auf Hunde mit ihren größtenteils verantwortungsvollen Hundebesitzern. Wenn diese ihre Hunde zu sich nehmen, bedanke ich mich immer höflich. So entstand ein freundliches Miteinander, manchmal sogar ein kleiner Smaltalk, sofern es mein Trainingsplan zulässt.



Der heutige Hund (geringfügig größer als Schäferhund) gehört einer Frau, die bis vor einem Jahr selbst auf dieser Strecke als Läuferin unterwegs war. Allerdings ohne Hund. Somit kannten wir uns schon. Vor ca. 8 Wochen hat mich ihr Hund schon mal fast umgerannt und ist an mir hoch gesprungen. Auch damals musste ich erkennen, dass ich absolut chancenlos bin, dieser Wucht, dieser Schnelligkeit etwas entgegenzusetzen. Die Situation damals, wie heute, war die, dass mir zuerst der Hund an einer Wegbiegung entgegen kam, Frauchen sich aber noch gut 20-30 Meter weiter weg, hinter der Kurve, befand. Letztes Mal blieb ich stehen, der Hund rast auf mich zu und rennt mir mit voller Wucht gegen das Knie und springt danach an mir hoch.



Zwischenzeitlich habe ich mir verschiedene Verhaltensregeln angehört. Am sinnvollsten erschien mir das “Nichtbeachten” zu sein. Auf keinen Fall “Anstarren” oder “Zurückbellen”.



Diese Regeln habe ich seither beachtet und gute Erfahrungen gemacht. Auch heute habe ich mein Tempo gedrosselt, habe den Hund nicht angeschaut und “Nichtbeachtung” gezeigt. Aber irgendwie hat ihn das nicht beeindruckt.



Frauchen war natürlich schockiert, als sie meinen blutenden Unterarm sah. Wir blieben beide ruhig und sachlich und tauschten unsere Namen aus. Sie hat zwischenzeitlich auch schon angerufen und sich nach meinem Befinden erkundigt.



Nun meine wirklich ernst gemeinte Frage an alle Hundbesitzer oder Hundekenner:



Wie soll ich mich zukünftig in solchen Situationen verhalten? Habe ich dennoch etwas falsch gemacht? Was würdet Ihr als Hundekenner tun? Meine Angst hat sich jetzt natürlich noch verstärkt, und die können Hunde ja bekanntlich riechen.



Pefferspray und Gewalt lehne ich ab.



Ich zähl auf Euch, denn ich will wieder entspannt und glücklich laufen können.



Liebe Grüße,



Euer EFah (bzw. ATom)



 



 
Lucky2214722_medium lucky2214722 1 Beitrag


Also vorweg muss ich sagen, dass ich Hunde SEHR gerne mag. “Hund” fängt bei mir ab 50 cm an. Ich bin seit dem Kindesalter  mit 2-3 Hunden aufgewachsen und hatte auch nie besondere Angst vor ihnen und soweit auch nie schlechte Erfahrungen gemacht.



Aber neulich war es auch bei mir das erste Mal. Es war mein erster Lauftag nach meiner 3 monatigen ungewollten Laufpause. (Ich hatte mich zuvor im Lauftraining – auch noch bei einer Vorbereitung auf einen Halbmarathon – so doll hingelegt, dass dabei das Knie verdreht war und ich üble Verletzungen an Händen, Ellbogen und dem linken Knie hatte).



Also freute ich mich besonders doll, endlich wieder mit dem Laufen zu beginnen. Es war früh morgens und somit hatte ich noch keinen anderen Menschen gesehen. Plötzlich bog vor mir eine Frau um die Ecke (sehr chic gemacht und Kopfhörer in den Ohren). Sie hätte mich sehen müssen, aber wahrscheinlich war ihr Cappy so tief ins Gesicht gezogen, dass sie nichts mehr wahr nahm. Ihr Hund folgte ihr und als der ich sah, dachte der, er müsse sein Frauchen beschützen, da ich ja wie eine Bedrohung hinerherlief. Er stellte sich mir in den Weg fletschte die Zähne und knurrte sehr laut. Die Frau drehte sich nicht einmal um. Der Hund hätte mich wahrscheinlich zerfleischen können und sie hätte es nicht mitbekommen. Beruhigend redete ich auf den Hund ein, drehte mich dann langsam um und ging langsam von ihm weg. Das Risiko war einfach zu groß, wieder für womöglich lange Zeit verletzt zu sein. Ich hatte zum ersten Mal echt angst und fühlte mich machtlos.



Da ich die Laufstrecke aber nicht ganz aufgeben wollte, lief ich einen Bogen und kam so 300 Meter hinter der Frau wieder auf den gleichen Weg. Sie lief immer weiter und drehte sich wieder nicht um. Der Hund sah mich am Ende des Weges und blieb wieder stehen. Und plötzlich bog die Frau in einen anderen Weg ab und war weg. Hätte ich ein Handy dabei gehabt, hätte ich die Polizei gerufen. Ich war soo wütend. Bei uns herrscht nämlich Leinenpflicht und ich hätte es nicht schlimm gefunden, wenn der Hund unangeleint mitgelaufen wäre, wenn die Frau wenigsten geguckt hätte, wo ihr Hund bleibt. Somit musste ich anhalten, da ich nicht mehr auf einen anderen Weg abbiegen konnte, und warten, bis auch der Hund weglief.



Über Pfefferspray habe ich dann auch nachgedacht. Jedoch habe ich das Gerücht gehört, dass Hunde danach erblinden können. Das möchte man dem Hund ja auch nicht antun. Der Frau hätte ich es jedenfalls lieber ins Gesicht gesprüht!!!



 
Dsc_3257_medium traudl 986 Beiträge


hallo EFah



erst mal, wie gehts deinem Arm? ist hoffentlich nichts schlimmes? der Schreck sitzt natürlich schon tief. vor so einem Fall hoffe ich hier im Ländle verschont zu bleiben….



du hast schon richtig reagiert mit nichtbeachten. ich versuche auch immer, schon von weitem die Situation abzuschätzen, meistens werden die Hunde ja angeleint, oder Hund macht “Platz” usw. wenn ich dann vorbeilaufe, versuche ich auch ganz cool und gelassen vorbeizulaufen und bin froh wenn ich vorbei bin.



es gibt in allen Situationen Ausnahmen und dann passiert einfach was… das konntest du eben nicht verhindern.



Du hast ja geschrieben, dass die Hundebesitzerin mit dir telefoniert hat, vielleicht könntet ihr da abklären, dass sie an der Laufstrecke ihren Hund anleinen soll??



was mir noch so spontan einfällt, habt ihr eine Hundeschule in der Nähe? vielleicht fragst du da mal nach wie du reagieren sollst. Bei mir ums Eck ist so was. Wenn die mal trainieren frage ich mal nach und schreib dir nochmal.



weiterhin gute Besserung und lass dir den Spaß am laufen nie nehmen



Grüßle Traudl



 
Icon_missing_medium EFah 153 Beiträge


Hallo Lucky, hallo Traudl, hallo liebe Hundefreunde,



zunächst mal herzlichen Dank für Eure schnellen Antworten. Meinem Arm geht es schon wieder etwas besser. Die Amputation konnte nochmal vermieden werden. (Spass, Spass) Er ist noch ziemlich geschwollen und beginnt verschiedene Farben anzunehmen. Beschwerden bereiten mir heute eher die Spritzen, die ich gegen Wundstarrkrampf erhalten habe. (Meine letzte Impfung war dann doch schon vor 30 Jahren. Der Arzt war total entsetzt über so viel “Fahrlässigkeit”.)



Nun zu Dir, liebe Lucky, mir geht es genau so wie Dir, dass mich die Verantwortungslosigkeit mancher Hundebesitzer richtig nervt. Trotzdem werden wir dieses Problem niemals in den Griff bekommen. Menschen sind einfach verschieden. Die Wahrnehmungen oder die Einschätzung von Gefahren beruhen hauptsächlich aus gelebten Erfahrungen. Deshalb sind wir auch so unterschiedlich.



Aus diesem Grund will ich mich zukünftig darauf konzentrieren, was ich an meinem Verhalten ändern kann. Das Verhalten bzw. das Verantwortungsbewußtsein des Hundebesitzers kann ich nicht ändern, darüber hinaus steht jeden Tag ein neuer auf.



Beim Telefonat mit der Hundebesitzerin habe ich erfahren, dass ihr Hund aus dem Tierheim stammt. Niemand weiss, was er vorher alles erlebt hat. Sie geht regelmäßig zur Hundeschule und war der Meinung, dass er mittlerweile große Fortschritte gemacht hat. Trotzdem hat er einen sehr ausgeprägten “Beschützerinstinkt”. Sie hat nach wie vor Probleme, wenn fremde Leute zu ihr nach Hause kommen.



Klar sage ich, mit diesem Wissen hätte sie diesen Hund niemals ohne Leine im Wald laufen lassen. Doch Frauchen hat die Lage eben anders eingeschätzt. Im Nachhinein tut ihr es natürlich leid und denkt nun an Maulkorb oder zurück ins Tierheim. Eigentlich eine traurige Geschichte, für die Familie und für den Hund.



Aber genau deshalb brauche ich ja von Euch, liebe Leser, Tips und Anregungen für mein Verhalten gegenüber frei laufenden Hunden. Der Hinweis von Lucky (beruhigend auf den Hund einreden) gefällt mir schon mal ganz gut. Daran habe ich bisher noch nicht gedacht. Ich bin immer nur glücklich wenn ich vorbei bin. Du liebe Traudl hast mich bestärkt bei dem Gedanken “Nichtbeachtung”. So könnten viele Hinweise etwas “Ganzes” ergeben, woraus alle Leser/Läufer provitieren könnten.



Meine neueste Idee: Hundeleckerli dabei zu haben. Kann natürlich auch sein, dass dann alle Hunde hinter mir her sind, weil sie diese Dinger in meiner Tasche riechen. (bin mir noch nicht sicher ob ich das testen soll, vielleicht meldet sich jemand freiwillig)



Also, nochmals die freundliche Bitte um rege Diskussionsbeteiligung. Jede Meinung zählt, ich freue mich.



Herzliche Grüße



Euer EFah (früher ATom)



 



 
Icon_missing_medium EFah 153 Beiträge


Oh, ich bitte um Verzeihung:



“profitieren” schreibt man natürlich mit f.



 
Dsc_3257_medium traudl 986 Beiträge


hallo EFah,



 



ich habe dir ja versprochen, dass ich mich bei mir um die Ecke bei der Hundeschule informiere. Die hatten heute Agilityturnier, also jede Menge Hunde und Hundehalter….



ich habe also einfach einen Hundehalter zu dem Problem Läufer – Hund angesprochen. Die Dame hat mir gesagt, man solle auf jeden Fall versuchen ganz ruhig zu bleiben, dem Hund nicht in die Augen zu schauen, weil er das als Kampfaufforderung verstehen könnte. man kann versuchen den Befehl “Platz” zu benutzen, weil den so gut wie jeder Hund kennt.



wegen den Leckerlis habe ich jetzt gar nicht gefragt. normalerweise, wenn ein Hund sehr gut erzogen ist, nimmt er von fremden Menschen nichts zu fressen an. kannst ja mal von deinen Erfahrungen berichten.



wie geht es inzwischen deiner Verletzung??? alles gute weiterhin, schönes Training und verletzungsfreie Zeit wünscht dir



traudl



 
Antje_m_medium AntjeM 2 Beiträge


Liebe LäuferInnen,



 



 ich mag Hunde gern, habe sogar in Betracht gezogen mir einen in die Familie zu holen (meine geliebte Katze ist nicht mehr und ich bin allergisch gegen Katzenhaare :( Das wäre sicher toll mit ihm zu laufen.



Ich hatte bisher nicht viele unangenehme Begegnungen mit Hunden: Ein Münsterländer ging mit seinem Männchen Gassi. Ja, so wie es sich liest, ist es auch gemeint. Ich war im forschen Wandertempo unterwegs. Im nachhinein ist mir klar, dass der Münsterländer deshalb meinte er müsse sein Männchen beschützen. Der Hund knurrte mich an und umkreiste mich langsam. Mir blieb nicht anderes als “ruhig” abzuwarten, bis Männchen herangekommen war. Natürlich musste auch ich mir anhören, dass er nichts tun würde. Männchens Wort in Gottes Ohr dachte ich, sagte aber: “Wenn das nochmal vorkommt, zeige ich sie an.” Dieser Typ schien noch nicht mal zu wissen, was das Knurren bei einem Hund heißt! Ich hatte Angst und war bei jedem weiteren Ausflug permanent auf der Suche nach diesem Hund, bis ich ihn an der Kurzen Leine eines anderen Besitzers wieder sah. Sieh an, sieh an: Wehrt euch, liebe Sportsfreunde, damit ihr euch frei auf allen Wegen bewegen könnt.



Ich weiß, dass die Hunde nichts für ihr Verhalten können. Die Menschen machen die Fehler. Wenn man mit ihnen darüber reden kann, ist es ideal. Wenn sie auf stur stellen, muss ich mich wehren. Aber dem Hund bin ich nicht böse. Bei mir in der Nähe gibt es auch eine Hundeschule. Ich sehe das gerne, wie dort die Menschen üben. Einmal dachte ich, ich sehe nicht richtig. Die Trainerin ging mit ihren Vierbeinern spazieren. Soweit war alles normal, bis ich statt einer Hunderute einen Katzenschwanz unter ihnen registrierte! Als ich anhielt, war der Schnurrer im Graben (ohne Wasser) untergetaucht. Sowas hätte ich noch nie gesehen sagte ich der Frau und sie erklärte: “Ja, manchmal kommt der Kater mit. Ich habe ihm beigebracht, auf mich zu hören.” (Dass sie vermutlich zuerst den Hunden beibrachte, den Kater zu akzeptieren, hat sie nicht gesagt.) “Manchmal nutze ich ihn im Hundetraining. Dann rufe ich ihn und der Hundehalter muss darauf achten, dass sein Hund den Kater in Ruhe lässt.” Ich war platt. Ob ich mich mal zur Desensibilisierung gegen Jogger anbiete?



Friedliches Laufen wünscht



AntjeM



 
Icon_missing_medium EFah 153 Beiträge


 



Hallo Traudl,



 



das ist ja voll lieb von Dir, dass Du Dich so engagierst. Ich danke Dir herzlich dafür.





Zu Deiner Frage: Mittlerweile ist wieder alles verheilt und schmerzfrei. An der mentalen Heilung bin ich noch am Arbeiten, da dieser Vorfall meine Angst vor Hunden ziemlich verstärkt hat.





Letzte Woche habe ich „Frauchen“ mit ihrem „Max“ wieder getroffen. Er läuft nun immer an der Leine und um seine Beißwerkzeuge hat er ein Band, um Wiederholungen zu vermeiden. Ich habe ihn nun auch schon gestreichelt und ihm ein Leckerli gegeben. Vielleicht werden wir sogar noch Freunde.





Nun noch eine seltsame Geschichte:



Gestern war wieder ein Vorbereitungslauf in Ulm. Ich hab mal wieder alles gegeben und war im Ziel ziemlich kaputt. Ich suchte mir eine Bank um mich auszuruhen. Meine liebe Frau wollte mir etwas zum Trinken besorgen. Nun sitz ich da, bin glücklich und zufrieden und warte auf mein Wasser, da kommen zwei größere Hunde auf mich zu. Legt sich doch der eine Hund ganz friedlich mit seiner Schnauze auf meinen linken Fuß, der andere mit seinen Pfoten auf meinen rechten Fuß, um dort ein Mittagschläfchen zu machen.





Ein riesengroßes Stadion, zwischen 500 und 1.000 Leute anwesend und die Hunde suchen sich ausgerechnet den aus, der am meisten Angst hat, als ob sie, stellvertretend für ihre ganzen Artgenossen, bei mir ein gutes Wort einlegen wollten. Irgendwie fand ich das schon merkwürdig, aber irgendwie auch schön.



Als meine Frau dies sah, hat sie vor lauter Lachen fast mein Wasser verschüttet.



 



Herzliche Grüße,



EFah



 



 



 



 
Boring_medium framika 54 Beiträge

Also, ich habe noch nicht alles durchgelesen … als Hundbesitzer und Läufer gibt es jetzt mal von mir eine kleine Lektion in HÜNDISCH mit Tipps:

- Der Hund springt an: Dominanzverhalten, will den Gegner zu Fall bringen, um einen Machtkampf zu provozieren oder zum Spielen zu animieren ODER bei kleineren Hunden: betteln nach Aufmerksamkeit

Abwehr bei Anspringen: seitwärts vom Hund wegdrehen und Knie hoch, dabei laut RUNTER oder NEIN sagen nicht brüllen!

 

- Der Hund bellt einen an: Alphatier-Verhalten, Eindringlinge werden vertrieben. Eindringling ist jeder, der in den persönlichen Bereich des Tieres eindringt oder es von ihm als solches empfunden wird. Der Raum, den die Leine läßt / der Raum, den der Besitzer dem Hund als ‘Rumlauf-Entfernung’ läßt / grundsätzlich das andere Ende der Leine, egal, was dran ist / das Eindringen in den Raum wird eventuell als Angriff gewertet und das Bellen ist wieder die Warnung zum Vertreiben

- Bei permanentem Anbellen: Weggucken, Arme rund halten, als wolltet Ihr etwas in dem Arm halten und beschützen, anknurren jaha! Das funktioniert!

 

- Der Hund verfolgt den ‘Eindringling’ (s.o.): Vertreiben (wiederum s.o.)

- Bei Verfolgen: RUHIG weiterlaufen, ggf. knurren … wenn der persönliche Bereich verlassen wird, gibt es für gewöhnlich keinen Grund, weiter zu vertreiben

 

- Schwanzwedeln und hüpfendes Laufen sowie umspringen: Der Hund WILL spielen. Hunde laufen nunmal von NAtur aus sehr gerne und laufen beim Toben mit Artgenossen Unmengen an Kilometern :o)

- wenn er WIRKLICH spielen und gucken will: Wer mag, langsamer werden, Arme locker hängen lassen, Handrücken nach unten LEICHT Richtung Hund halten, dann kann er schnuppern. Wenn ihr ihn streicheln wollt: IMMER VON DER SEITE! N I E VON OBEN !!! Das würde eventuell als Bedrohung aufgefaßt werden können.

 

- wer echt Angst vor den Viechern hat: RUHIG UNDGIG WETERGEHEN, bis der Hund das Interesse verliert, dabei gezielt an dem Tier VORBEISEHEN, eventuell noch den Kopf leicht senken Das ist eine Unterwerfungsgeste (den Hinweis mit dem ‘Schwanz einziehen’ verkneife ich mir jetzt … nicht LOL)

 

Ich hoffe, ich habe etwas Übersetzungshilfe leisten können :o)

Bei weiteren Fragen stehe ich sehr gerne zur Verfügung :o)

Ein gutes ‘Wörterbuch Hund-Mensch’ gibt es hier: https://www.orgenda.de/newsletter/archiv.asp?sgfid=23&nlid=200

 
Einstein_fuesse_medium lauf_igor 3 Beiträge

@ framika

es kann nicht der Punkt sein, ob wir LäuferInnen das Verhalten eines Hundes richtig einschätzen und angemessen reagieren. Ich will einfach laufen und nicht darüber nachdenken ob der Hund Dominanzverhalten oder Alphatierverhalten zeigt, bzw. mich als Eindringling sieht. Ich will mich auch nicht laufend durch derartige Begegnungen aus dem Rythmus bringen lassen.

Abhängig von der Außentemperatur und Tempo laufe ich mit oder ohne meinem Hund. Innerhalb der Ortschaft habe ich ihn an der Leine um zu signalisieren das mein Hund kontrolliert ist. Die Leine ist kurz, der Hund läuft an meiner Seite, auf meiner Höhe, mein Tempo. Nur so funktioniert laufen mit angeleinten Hunden. Auch ohne Leine würde mein Hund an meiner Seite laufen, ich akzeptiere aber die Verunsicherung von Menschen die ihm nicht trauen.

Im freien Gelände – ich laufe hauptsächlich auf Flußdämmen, Feldwegen, Wäldern und Radwegen – lasse ich den Hund von der Leine. Ist kein Fußgänger, Radfahrer etc. in Reichweite hat er freien Auslauf vor mir, d.h. er läuft, springt und schnüffelt in meinem Blickfeld, nie hinter mir. Kommt jemand in unsere Nähe bleibt er stehen und schaut zu mir, nicht zu dem was da kommt. Auf ein kurzes Kommando kommt er zu mir gerannt und läuft an meiner linken Seite mit mir weiter. Habe ich den Eindruck die/der Entgegenkommende hat Angst, oder will ihm signalisieren sie/er soll ihren/seinen Hund fixieren, fasse ich meinen Hund am Halsband und führe ihn, was natürlich keine komfortable Laufhaltung ist. Nach der Begegnung läuft er auf Kommando “vorne” wieder frei. In unübersichtlichem Gelände und im Wald läuft er immer an meiner Seite.

Ich erzähle darüber nicht ausführlich weil ich meinen Hund für einen so tollen Kerl halte, sondern weil mich dies als Läufer und Hundehalter seit sehr vielen Jahren beschäftigt. Ich brülle auch keine Hunde an, nur Hundehalter. Dieser hat dafür zu sorgen, das ich unbeeinträchtigt meines Weges gehen oder rennen kann, nicht mehr oder weniger. Ob er dafür seinen Hund durch Kommandos dirigiert, ihn anleint oder sich auf ihn wirft, ist mir vollkommen gleich.

Gruß lauf_igor

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Foren laufen / off-topic HUNDE, von vielen Läufern verhaßt???