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Venloop halve marathon, 25.03.12

Von macpek am 26.03.2012

"Alter Flachländer, was für ein Gewusel!", denkt die komplette Besatzung unseres voll besetzten Kleinbusses bei Ankunft am Startgelände. Und der erste Eindruck täuscht nicht, die Party ist schon ordentlich zu Gange. Nachdem alle eingeführten Kfz auf dem 2,5 km entfernten Park & Ride Platz am Stadion entsorgt sind und wir mit dem Pendelbus bequem wieder am Start ankommen, schallt uns schon von weitem laute Anheiz-Musik entgegen. Dazu animieren Aerobic-Tänzer/innen alle paar Meter auf Podesten die Läufer/innen im Startblock zum Warmmachen.

Punkt 13:45 Uhr erfolgt der Startschuss, begleitet von einem Papierregen aus der Konfettikanone. Es ist extrem voll auf und an der Strecke, "Let op de drempels!" ist das Motto der ersten drei km: Zwischen vielen Beinen schafft es doch tatsächlich einer der Hubbel bis in den Stoßdämpfer meines Hüftbereichs. Bedankt! Das nehm ich zur Gelegenheit, ein wenig aufs Tempo zu achten. Bloss noch ein paar Körner für die letzten km übrig lassen. Wenn du hier am Ende abkackst, dann schreien dich de Nederlander aber mal sowas von zusammen... ;-)

Fast an der gesamten Strecke ist wahnsinnig viel los. Die Bässe und die Gänsehaut an den Musikständen verhindern den routinemäßigen Systemcheck auf Lungen- und Herzfunktion. Da hilft nur ein Blick auf die Handgelenk-Pace: Ok, stimmt, weiterfeiern!

Bei km 10 hole ich den 1:30 h Pacer ein. Och menno, Zeitsprünge sind auch im Ausland unmöglich, schreibt mir der Zeitmesser. Der sogenannte Pacer bräuchte ein neues Zielzeit-Trikot. Und den roten Luftballon haben die Zuschauer-Kinder auch mehr verdient. ;-)

Meine beiden persönlichen Highlights an der Strecke sind "The Final Countdown", von einer Drummercombo mit unglaublichen 300 bpm bei km 11 ekstatisch in Dauerschleife gespielt und, nach dem Abschnitt oben auf dem Maas-Deich, das wunderschöne Nonnenkloster bei km 13,5. Schau mal an, Venlo ist doch nicht nur Markt und die "2 Brüder". Wer hätte das gedacht?

Von der Autobahnbrücke bei km 15 bis zur Brücke über die Maas bei km 19,5 geht es gefühlt nur bergauf. Oder werde ich etwa müde? ;-) Doch nach der Flussquerung stehen die Zuschauer geschlossen in 10er-Reihen hinter den Absperrungen und geben klatschend und schreiend nochmal alles. Die letzten 1000 m durch die Fußgängerzone "Parade" nehme ich Tempo raus und genieße diese herrliche Stimmung einige wertvolle Sekunden länger. Mist, da vorn ist schon das Ziel.

Nachdem wir dann wieder alle zusammen am Treffpunkt sind, geht es noch mit Heißhunger auf eine verdiente Portion Frietjes speciaal in die Altstadt. Danach fahren wir abends müde, zufrieden und leise (bis auf Dieters plötzlichen Krampf) gen Heimat Hagen.

Mein Fazit:
Wie man ein Laufevent für wenig Geld perfekt organisiert und sich und die Läufer feiert, dass hat man in Venlo so richtig drauf. Da tut mir unser kommender Vorrundensieg bei der Fußball-EM fast schon leid. Ach Quatsch, Spaß beiseite: Man kann die Atmosphäre im Blog nicht wirklich rüberbringen, man muss es selbst erleben => Loop de Venloop!

Kommentare

Klasse Bericht, hab früher viel in Holland gearbeitet, kann mir die Stimmung gut vorstellen. Glückwunsch zur tollen Zeit Traumboot

Meinen Glückwunsch zu der Super-Zeit.

Wenn man Deinen Blog so liest, scheint es, als hättest Du einen Sonntagsspaziergang gemacht.

Ist nicht negativ gemeint, aber wie mir scheint, ist bei Dir noch einiges an Luft drin.

Eine schnelle Regeneration wünscht Dir ... das Muli

STARK, echt stark. Volle Gratulation !!!

1:34:08 h; im Soll für die D'dorf-Vorbereitung.

Falls er den Ballon nicht zerdrückt + das Shirt gewechselt hat, hat ihn die Strömung wohl noch ein bisschen weiter abgetrieben. Entschuldige die Wasser-Baywatch-Assoziation, aber das Shirt und der Ballon waren auch rot. ;-)

Schöner Bericht, vielen Dank !!!

Jetzt hätte mich dennoch Deine Zeit interessiert. Konntest Du Dir den 01:30 Läufer vom Leib halten?

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