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Knastmarathon in der JVA Darmstadt

Von mspnews am 19.05.2007

Dieter Bremer, einigen Jahren Streckenchef des Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon, hatte die Häftlinge mit Bildern des letzten Frankfurter Marathons eingestimmt, um sie zu motivieren, nach der Entlassung dort mitzumachen.

Dieter Bremer, Projektleiter des „Knastmarathon“, nahm die Herausforderung an, einerseits auf einem Gefängnisgelände einen Marathon zu organisieren, andererseits die anfangs 31 interessierten Sträflinge sechs Monate bei Laune zu halten und entsprechend vorzubereiten

Häftlinge der Justizvollzugsanstalt Darmstadt-Eberstadt laufen ihren ersten „Knastmarathon“ am vergangenen Wochenende. Völlige Utopie? Nein!
Am Sonntag, den 13. Mai, wurde dieses Vorhaben für insgesamt elf Häftlinge zusammen mit 63 weiteren, externen Läuferinnen und Läufern Wirklichkeit und liefen auf dem Gefängnisgelände erstmals die komplette Marathondistanz von 42,195 Kilometer.

Dieter Bremer, Projektleiter des „Knastmarathon“, nahm die Herausforderung an, einerseits auf einem Gefängnisgelände einen Marathon zu organisieren, andererseits die anfangs 31 interessierten Sträflinge sechs Monate bei Laune zu halten und entsprechend vorzubereiten. Bremer, Gründer des 1998 aus der Taufe gehobenen Marathonprojekts der TU Darmstadt „In sechs Monaten zum Frankfurt-Marathon“ und seit einigen Jahren Streckenchef des Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon, hatte die Häftlinge mit Bildern des letzten Frankfurter Marathons eingestimmt, um sie zu motivieren, nach der Entlassung dort mitzumachen.

Dadurch wurde bei den Häftlingen ein positiver Gedankengang ausgelöst: Wenn ich in Frankfurt laufen will, dann darf ich nicht wieder straffällig werden. Dass am Ende „nur“ elf Insassen diese Disziplin zeigten, das monatelange Training auf sich nahmen und am Sonntag die 1,4 Kilometer lange Knastrunde 17 mal bewältigten, lag einzig an einer Frühentlassungswelle.
Positive Eindrücke nahmen auch die Läufer außerhalb der Gefängnismauern mit. Das Verrückte, die ganze Zeit unter Einfluss der Mauern im Kreis zu laufen, das Kennenlernen und Freundschaften schließen während des Laufens, aber auch die Faszination des ersten Darmstädter Knastmarathon miterleben zu dürfen, reizte viele.

Dass das Laufen bei den Häftlingen mehr auslösen wird als eine pure Fitnessverbesserung und die Annerkennung von Außen bekam den Häftlingen gut.

http://www.frankfurt-marathon.com/

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