MeinSportplatz
Banner_msp_team

mspnews

Sport als Jungbrunnen bis ins hohe Alter - Die Aktivierung der Älteren ist angesichts des demografischen Wandels zu einer Schwerpunktaufgabe des organisierten Sports geworden.

Von mspnews am 24.05.2007

In der Mitglieder-Bestandsaufnahme 2006 des DOSB heißt es: "Die Älteren ab 60 Jahre stellen – wie in den vergangenen Jahren zuvor – absolut wie prozentual gute Zuwachsraten dar." Konkret: Seit dem Jahr 2000 konnte der Organisationsgrad der älteren Männer und Frauen jeweils um mehr als drei Prozent gesteigert werden.

"Eine wichtige Herausforderung für den Deutschen Olympischen Sportbund besteht darin, ein neues Altersbild zu prägen und eine differenzierte Angebotsstruktur zu entwickeln, um immer mehr Ältere mit Angeboten in den Sportvereinen zu erreichen", sagt DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach im Vorwort zu der Broschüre "Richtig fit ab 50", die im Mai 2006 zur Unterstützung der Arbeit in den Vereinen als so genanntes Werkheft vom Deutschen Olympischen Sportbund herausgegeben wurde.

Vor wenigen Wochen kam aus der DOSB-Ideenschmiede schon das nächste Werkheft auf den Markt. Der Titel: "Bewegungsangebote 70 plus". Und ganz schnell sind bereits über 4.000 Exemplare von 5.000 Stück unter die Leute gebracht worden, so dass ein Neudruck notwendig wird.

In der Mitglieder-Bestandsaufnahme 2006 des DOSB heißt es: "Die Älteren ab 60 Jahre stellen – wie in den vergangenen Jahren zuvor – absolut wie prozentual gute Zuwachsraten dar." Konkret: Seit dem Jahr 2000 konnte der Organisationsgrad der älteren Männer und Frauen jeweils um mehr als drei Prozent gesteigert werden. Trotzdem ist in dieser Altersklasse noch immer der niedrigste Organisationsgrad im DOSB zu verzeichnen. Von den rund 27 Millionen Mitgliedschaften entfallen 25,22 Prozent auf Männer über 60 und 11,64 Prozent auf Frauen in diesem Lebensabschnitt. Das bedeutet für den DOSB: Hier gibt es noch viel zu tun.

Dabei geht es natürlich darum, dass die Älteren die Angebote der Vereine nutzen, um ihre körperliche Fitness und ihre Gesundheit zu erhalten. Aber es geht um noch viel mehr. Ein Perspektivenwechsel ist mit dem demografischen Wandel eingetreten. Der organisierte Sport braucht die über 60-jährigen. Es heißt längst nicht mehr "Sport für Ältere", sondern "Ältere für Sport".
Die fitten Rentnerinnen und Rentner sind Hoffnungsträger für das Fundament der Sportbewegung, für das Ehrenamt. DOSB-Präsident Bach formuliert das so: "Deutschland braucht fitte ältere Menschen, die sich und ihre Erfahrungen zum Wohle der Allgemeinheit einbringen. Das ist gut für den Einzelnen, aber auch für die gesamte Gesellschaft."

Früher waren die Menschen mit dem Eintritt in den Ruhestand richtig "alt", heute gelten Rentner als die "Generation der gewonnenen Jahre". Das "Dritte Lebensalter" (65 bis 80) ist vor allem von Aktivität und Leistungsfähigkeit geprägt. Dagegen beinträchtigen im "Vierten Lebensalter", das der so genannten Hochaltrigen ab 80 Jahren, vor allem Leistungseinbußen und Krankheiten das Leben. Aber auch hier kann Sport noch - richtig dosiert - als Jungbrunnen wirken.

„Fit für 100“ schenkt Stabilität und Glücksgefühle

Die Lebenszeit nimmt immer mehr zu. Bis 2025 werden sich in Deutschland die 100-jährigen von heute 8.000 auf über 45.000 mehr als verfünffachen, noch höher steigen die Menschen des „Vierten Alters“ (+ 80) - eine gewaltige Herausforderung auch für die Altersforschung im Sport. In einem Modellprojekt in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund Nordrhein-Westfalen hat Prof. Dr. Heinz Mechling (Bonn/Köln) Bewegungsangebote und deren Auswirkungen für Hochaltrige unter dem herausfordernden Titel „Fit für 100“ untersucht.
Das Ziel der gezielten Bewegungsangebote und Interventionsmaßnahmen für Hochaltrige und Demente lautete: die individuelle Kompetenz und Selbständigkeit, damit die Lebensqualität, über möglichst lange Zeit zu stärken und zu erhalten. Prof. Mechling resümiert das Ergebnis: „So konnten Kraft, Koordination und Beweglichkeit erheblich verbessert werden.“

Fortschritte beim Aufstehen, Stehen und Gehen erleichtern die Sturzprävention. Die psychisch-kognitive Leistungsfähigkeit und die Bewältigung von Alltagsfunktionen konnten stabilisiert und in Einzelfällen sogar verbessert werden. Besonders hervorzuheben sind die psychischen und sozialen Effekte. „So schätzten die Teilnehmenden ihr Kraftempfinden, ihre Leistungsfähigkeit, ihre Alltagsbewältigung und das Gefühl, glücklich zu sein, höher ein und begrüßten insbesondere die neuen Formen der gegenseitigen Kontaktaufnahme und der sozialen Aktivitäten.“
Und schließlich verringern diese positiven Auswirkungen die Pflege- und Arztkosten, Menschen können länger ambulant statt stationär betreut werden. Dieses Modellprojekt zeigt neue Wege auf, die auch die Politik zur Kenntnis nehmen und in ihre Gesetzgebung einbauen muß.

Quelle:
www.dosb.de

Kommentare

Bislang keine Kommentare

Zum Kommentarschreiben anmelden or registrieren