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Die Nacht von Borgholzhausen am 16. Juni - Äthiopier Lidetu wertet das Männerrennen auf

Von mspnews am 15.06.2007

Friedhelm Boschulte ist froh, dass Sansar jetzt seine erneute Teilnahme bestätigte. Denn den »Nacht«-Organisatoren lag immer daran, auch den aktuellen Hermannslaufsieger präsentieren zu können.

Borgholzhausen (cwk). Äthiopien, die mit Kenia rivalisierende ostafrikanische Läufernation, wird Samstag auch im Männer-Elitelauf vertreten sein. Anfang der Woche meldete sich Dejene Lidetu, ein in der Schweiz trainierender Langstreckler mit vielseitigem läuferischen Spektrum – vom Cross über den Berglauf und die Straße bis zur Stadionbahn.

Gerade rückte der 1977 geborene Lidetu in die Klasse M30 auf; aber er war schon als Junior erfolgreich. 1995 startete er bei der Crosslauf-WM im englischen Durham und holte dort zwei Silbermedaillen. In der Einzelwertung über ca. 8470 m (den fünf Meilen der »Nacht« gut vergleichbar) gab er sich seinem inzwischen berühmten Landsmann Asefa Mezgebu nur um zwei Sekunden geschlagen und wurde unter 146 Läufern Junioren-Vizeweltmeister – wie auch in der Mannschaftswertung, die Kenia ganz knapp vor Äthiopien gewann.

In seinem Gastland startet Dejene Lidetu für Stade Lausanne, im Stadion der Stadt am Genfer See legte er vor drei Jahren die 5000 m in 14:24,88 Min. zurück. Aber auch auf längeren Distanzen – vor allem im Halbmarathon – mischt er in der Schweiz immer vorn mit. Die 5000-m-Zeit lässt übrigens erwarten, dass der Bielefelder Elias Sansar durchaus nicht ganz ohne Chance ist, den Äthiopier herauszufordern. Er schrammte ja 2004 mit 14:01,15 schon dicht an den 14 Minuten vorbei und wurde ein Jahr später DM-Sechster.

Friedhelm Boschulte ist froh, dass Sansar jetzt seine erneute Teilnahme bestätigte. Denn den »Nacht«-Organisatoren lag immer daran, auch den aktuellen Hermannslaufsieger präsentieren zu können. Beim Klassiker zwischen Detmold und Bielefeld hat der 27-Jährige ja noch eine makellose Bilanz: Zwei Starts (2006 und 2007) – zwei souveräne Siege. Gerade erst hat er sich bei einem anderen Event, dem Brüder-Grimm-Lauf in der Nähe Frankfurts, überlegen durchgesetzt und jede der fünf Etappen (Gesamtlänge über 80 km) gewonnen.

„Aufgrund der langen Läufe hat natürlich meine Spritzigkeit nachgelassen. Und die ist für ein Fünf-Meilen-Rennen unverzichtbar“, dämpft Sansar allzu hohe Erwartungen. Aber er fühlt sich in guter Form und ist hoch motiviert, um eine vordere Platzierung zu kämpfen. Die »Nacht« sei ihm wichtig, betont er. So stark wie im Vorjahr (24:09 Min. auf Platz 12) schätzt er sich allemal ein; es werde aber schwer, die Leistung von 2005 (23:47/11.) zu wiederholen: „Dazu müsste ich speziell an der Schnelligkeit gearbeitet haben. Ich bleibe jedoch optimistisch.“

Sein Respekt vor den Kenianern ist allerdings groß. Zu Recht: Neben dem Favoritenduo Ngolepus/Kipruto dürfte auch ein Läufer wie Wilson Kipkosgei Chemweno eine Nummer zu groß sein für Ostwestfalens Hoffungsträger. Die 2004 aufgestellte Bestzeit des 29-Jährigen über 10 km (28:13 Min.) liegt rund zwei Minuten unter Sansars persönlichem Rekord. Seine insgesamt vier Siege in Ratingen und Trier weisen ihn auch als Wettkampftyp aus.

www.lcsolbad.de

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