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Herz-Check OWL beim LC Solbad - Die Aktion "Sport mit Herz" in OWL

Von mspnews am 20.06.2007

Screening-Maßnahmen sollen nun auch in OWL durchgeführt werden. Ziel ist dabei die Identifikation von Herzerkrankungen unter Zusammenarbeit mit den Partnern des organisierten Sports und der Techniker Krankenkasse.

Die European Society of Cardiology (ESC) empfiehlt die Implementierung einer Screening-Maßnahme für junge Sportler in Anlehnung an die Vorsorgeuntersuchungen in Italien und den USA. Die Durchführung solch einer Maßnahme kann 50% bis 70% der sportabhängigen plötzlichen Herztode verhindern, so der federführende Kardiologe Domenico Corrado.

Der plötzliche Herztod bei Sportlern ist zwar eine nicht häufig auftretende Todesursache, aber immer ein tragisches Ereignis. In der öffentlichen Meinung fallen Sportler und Trainierte nicht in die Risikogruppe der zu erwartenden Todesfälle. Sport ist gesund und gerade auf das Herz-Kreislauf-System hat er einen positiven Einfluss. Geringere – in der für die sportliche Leistung – nicht auffällige Erkrankungen oder unter Umständen angeborene Anomalien des Herzens können die Gesundheit nachhaltig gefährden.

Vor diesem Hintergrund wurde das Projekt Sport mit Herz initiiert, das die Voraussetzungen für ein breit angelegtes Screening von Sportlern schaffen soll. Damit wird die Grundlage für einen gesunden Umgang mit dem Körper und das Wissen über die eigene körperliche Konstitution geschaffen. Sport soll auch gesund bleiben.

Die European Society of Cardiology (ESC) empfiehlt die Implementierung einer Screening-Maßnahme für junge Sportler in Anlehnung an die Vorsorgeuntersuchungen in Italien und den USA. Die Durchführung solch einer Maßnahme kann 50% bis 70% der sportabhängigen plötzlichen Herztode verhindern, so der federführende Kardiologe Domenico Corrado.

Diese Screening-Maßnahmen sollen nun auch in OWL durchgeführt werden. Ziel ist dabei die Identifikation von Herzerkrankungen unter Zusammenarbeit mit den Partnern des organisierten Sports und der Techniker Krankenkasse. Die Zielgruppe setzt sich zusammen aus Angehörigen der Bereiche Leistungssport, Breitensport, Freizeitsport und Betriebssport in der Region Ostwestfalen.

Dabei sollen Personen zwischen 12 und 68 Jahren angesprochen werden, die ein Minimum von 4 Stunden Sport pro Woche ausführen. Es ist durchaus gewollt, die Zielgruppe nicht selektiv einzugrenzen. Die Aktiven sollen die Möglichkeit bekommen, ihren körperlichen Status feststellen zu lassen und sich basierend darauf neue Impulse für den Umgang mit sportlicher Aktivität und ihrem Körper zu holen.

Unter dem Namen „Sport mit Herz“ wird das Kompetenzzentrum für Sport und gesunde Lebensführung OWL e. V. in Paderborn das Projekt im Jahr 2007 in Zusammenarbeit mit der Techniker Krankenkasse und dem Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen ins Leben rufen. Dieses Projekt soll nach den Vorbildern der schon in Italien durchgeführten Studien durchgeführt werden. Die Ansprache der Zielgruppe soll über das Kompetenzzentrum für Sport und gesunde Lebensführung OWL durch Vereine, Fachverbände, die Betriebe, die Kreissportbünde und den Landessportbund NRW erfolgen.

Der LC Solbad Ravensberg wird sich an diesem Projekt beteiligen und diese Aktion in Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Hans Scheller aus Borgholzhausen durchführen.
Termin für Borgholzhausen Sonnabend, 28. Juli 2007 - Die Untersuchungen laufen im 10-minütigen Rhythmus, beginnend ab 10:oo Uhr.
Voranmeldungen mit der genauen Zeitangabe sind nötig und vorher mit
Praxis Dr. H. Scheller
Freistrasse 29,
33829 BorgholzhausenTel.05425 – 6759
zu vereinbaren.
Jeder Teilnehmer muß dafür 30 EUR aufwenden.
Wir hoffen, dass unser Angebot gerade in unserem Ausdauer-Sport-Verein ganz besonders angenommen wird. Eine Mitgliedschaft im LC Solbad ist für die Teilnahme aber nicht vorgeschrieben, Jedermann-Frau ist eingeladen, sich seinen persönlichen Gesundheits-Check einzuholen.

http://www.lcsolbad.de/
LC Solbad

Herz-Screening? Gefahren des Hochleistungssports: Herzleiden werden oft übersehen

Sport hat zwar vorwiegend gesundheitsfördernde Wirkungen. Bis an die Grenzen der Belastbarkeit betrieben, kann er aber schädliche, mitunter sogar tödliche Folgen haben. Das schwächste Glied ist oft das Herz.Für Athleten mit angeborenem oder erworbenem Herzdefekt kann extreme körperliche Belastung verhängnisvoll werden.

Selbst kleine, unauffällige Störungen haben bei ihnen mitunter fatale Folgen. Das Risiko ist vor allem dann groß, wenn der Betroffene unerlaubte Wirkstoffe zur Leistungssteigerung einnimmt. Plötzliche Todesfälle bei Sportlern beruhen fast immer auf schweren Entgleisungen des Herztakts. Im schlimmsten FAll kommt es zum Herzflimmern und damit zum Stillstand der Blutzirkulation. Mit Abstand am häufigsten beruht der jähe Herztod auf einer krankhaften Herzmuskelverdickung, einer sogenannten hypertrophen Kardiomyopathie. Zu den Merkmalen dieses häufigen Leidens gehören eine asymmetrische Verdickung der linken Herzkammer und eine Fehlanordnung der für die Kontraktion zuständigen Muskelproteine. Zwischen einem normalen und einem krankhaft verdicktem Sportlerherzen verläuft allerdings keine scharfe Grenze, zumal jedes Herz bei regelmäßiger Belastung kräftiger wird. Daher wird die Muskelverdickung oft spät, wenn nicht zu spät erkannt.

Es gibt freilich Verfahren, mit denen sich dieses Leiden zuverlässig identifizieren läßt. In Deutschland und vielen anderen Ländern werden diese jedoch meist vernachlässigt, wie Klaus-Peter Mellwig vom Herzzentrum Bad Oeynhausen bemängelt. So sorge nur eine Minderheit der Sportorganisationen dafür, daß ihre jungen Mitglieder eingehend medizinisch untersucht würden.

Projektstudie Coach mit Herz. Vereinssport ist gesund!

Für die Beurteilung der Gesundheit eines Sportlers ist das sportliches Leistungsniveau irrelevant, weil selbst vermeintlich kerngesunde Topathleten von Herzanomalien betroffen sein können:

Studien belegen, dass jeder zehnte Sporttreibende Herzanomalien aufweist, die je nach Belastung und in Kombination mit Medikamenten zu dauerhaften kardiologischen Schäden führen können. Häufig kommt es aufgrund des persönlichen Fehlverhaltens zu anhaltenden Funktionsstörungen oder im schlimmsten Fall zum Herztod, der zwar eine seltene aber mögliche Konsequenz darstellt. Die Ungewissheit über die eigene Disposition ist dabei die wesentliche Ursache.

Alle sportlich Aktiven können mit Hilfe von Screening-Maßnahmen die Möglichkeit wahrnehmen, ihren körperlichen Status feststellen zu lassen und sich basierend darauf neue Impulse für den Umgang mit sportlicher Aktivität und ihrem Körper zu holen.

Der Coach (Trainer, Übungsleiter) ist für den Sportler die erste Bezugsperson bei der Begleitung des eigenen Sporttreibens. Zu seinem Aufgabenkreis zählt v.a. das Entwerfen von Trainingsplänen und die Anpassung der Trainingsumfänge und -intensitäten an den Athleten. Die von ihm vorgegebenen Trainingsinhalte dürfen nicht zu Überbeanspruchungen des Herz-Kreislauf-Systems führen.

Aufbauend auf der Infrastruktur aus dem Projekt ,,Sport mit Herz – Chef mit Herz’’ wird die Möglichkeit geboten, hier die entsprechenden grundlegenden Informationen zur Belastbarkeit eines Athleten einzuholen:

Auf der einen Seite können die Ergebnisse einer derartigen Untersuchung dem Coach selbst Anregungen für die weitere Trainingsplanung und –steuerung geben.
Zum anderen können die untersuchten Personen über mögliche Gefahren, die mit ihrer Sportaktivität in Zusammenhang stehen, aufgeklärt werden.

www.sportmitherz.de

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