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Überraschung am Matterhorn: Deutscher Sieg beim Jubiläum

Von mspnews am 19.08.2007

Mit einer großen Überraschung endete der 25. Matterhornlauf am Sonntagvormittag: Der 26-jährige deutsche Europameisterschafts-Neunte Timo Zeiler gewann mit einem Vorsprung von 1:16 Minuten den über 12,450 km und einer Höhendifferenz von 1001 m führenden Traditionslauf von Zermatt zum Schwarzsee auf 2.585 m Höhe. Der Trochtelfinger dominierte vom Start weg das über 1000 Teilnehmer starke Läuferfeld und setzte sich schon bei der Bergstation Furi nach vier Kilometern von seinen stärksten Verfolgern James Walsh und Martin Cox (beide Großbritannien) ab. An dieser Reihenfolge änderte sich bis zum Ziel im Schatten des majestätischen Matterhorns, das leider an dem Renntag in dichten Nebel gehüllt war, nichts mehr. Damit gewann 19 Jahre nach dem Sieg des heutigen Berglauf-Bundestrainers Wolfgang Münzel wieder ein deutscher Läufer bei einem der renommiertesten Bergläufe.

„Ich habe Timo schon unter den Besten erwartet“, kommentierte Münzel den letztlich sensationellen Erfolg des talentierten Bergläufers von der Schwäbischen Alb, „überraschend ist allerdings, dass Timo dies nach einem zweiwöchigen Höhentrainingslager auf der Bettmeralp gelungen ist!“ Mit 57:28 Minuten blieb Timo Zeiler nur knapp über der Streckenbestzeit des Australiers Ben du Bois von 57:17 Minuten. Walsh lief 58:44, Cox rannte 59:24. „In dieser Saison ist bei mir der Knoten endgültig geplatzt“, freute sich Timo Zeiler im Ziel. Als Neunter der Europameisterschaften war ihm Anfang Juli im südfranzösischen Cauterets der Aufstieg zu Europas Spitze gelungen, ehe er im weiteren Saisonverlauf den Karwendelberglauf in Mittenwald und vor zwei Wochen den steilen Berglauf Fionnay-Panossière in Streckenrekordzeit gewinnen konnte.

Aber nicht nur Zeiler wusste in Zermatt zu überzeugen, sondern die gesamte Nationalmannschaft zeigte sich beim 25. Matterhornlauf in bester Verfassung. Direkt am Ende des DLV-Höhentrainingslagers auf der 1900 m hoch gelegenen Bettmeralp kam das DLV-Team bei den Männern hinter den stark auftrumpfenden Briten (3:01:09) mit 3:02:51 auf Rang zwei, die Frauen kamen gegen die Schweiz zum Erfolg in 3:39:00 Stunden, da weder Tschechien noch Neuseeland eine dritte Läuferin ins Ziel brachten.

Eine überzeugende Leistung gelang dem 19-jährigen Junior Manuel Stöckert (TSV Ostheim), der als Siebter des Gesamteinlaufes in 1:01:09 Stunden zudem auch die Juniorenwertung gewinnen konnte und in Bestform zur Berglauf-Weltmeisterschaft nach Ovronnaz (Schweiz) am 15. September reisen kann. Auch der 20-jährige Quirin Schmölz (LG Würm Athletik) lief als Zwölfter in 1:04:19 ein beachtliches Rennen.

Bei den Frauen setzte sich eine Woche nach ihrem Erfolg beim traditionsreichen, über 31 km führenden Berglauf von Sierre nach Zinal mit Anna Pichrtova (Tschechien) die Favoritin in 1:05:41 Stunden durch. Die britische Swiss-Alpine-Marathon-Siegerin Elizabeth Hawker (1:06:50) und die Kolumbianerin Johana Riveros folgten auf den nächsten Plätzen, ehe mit Lisa Reisinger (SSC Hanau-Rodenbach/1:09:00) die beste Deutsche auf Rang vier bereits folgte. Die 23jährige Lehramtsstudentin schlug dabei die höher eingestuften Anne Frost (Neuseeland) und Iva Milesova (Tschechien). Annette Bendig (TG Nürtingen/1:13:01) wurde gute Siebte.

Wilfried Raatz

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