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Paris-Marathon mit 30.000 Läufern und Topzeiten, Attentats-Drama in Sri Lanka

Von mspnews am 08.04.2008

Spitzen- als auch breitensportlich hochklassig war der Paris-Marathon. Bei dem ersten der großen April-Marathonrennen gingen knapp 30.000 Läufer an den Start. Dabei produzierte das Männerrennen die besten Resultate: Gleich zwölf Läufer blieben beim Paris-Marathon unter 2:10 Stunden. Dabei siegte Tsegaye Kebede (Äthiopien) in seinem zweiten Marathon in der Weltklassezeit von 2:06:40 nach einem spannenden Zweikampf mit Moses Arusei. Der Kenianer war nach 2:06:50 im Ziel. Die Zeit von Kebede ist die zweitschnellste des Jahres bisher. Lediglich Haile Gebrselassie (Äthiopien) lief bei seinem Sieg in Dubai in 2:04:53 Stunden im Januar schneller.

Nach 63:40 Minuten hatte die Spitzengruppe die Halbmarathonmarke passiert, so dass die beiden Erstplatzierten die zweite Hälfte schneller rannten als die erste. Auch der drittplatzierte Josea Rotich (Kenia/2:07:24) und der folgende Äthiopier Gudisa Shentema (2:07:34) erzielten noch Weltklassezeiten.

Bei den Frauen musste sich die favorisierte Äthiopierin Worknesh Tola, die mit einer Bestzeit von 2:25:42 Stunden nach Paris gereist war, der Kenianerin Martha Komu geschlagen geben. Die Außenseiterin hatte sich in der Schlussphase des Rennens von Tola abgesetzt. Dennoch blieb es spannend bis zum Schluss, denn nur vier Sekunden trennten die Siegerin von der Zweitplatzierten. Komu gewann in 2:25:33, Tola lief 2:25:37. Lenah Cheruiyot (Kenia) lief als Dritte 2:26:00. „Ich danke Gott für alles, was er mir heute gegeben hat“, kommentierte Martha Komu ihren Überraschungscoup gegenüber der Internetseite www.iaaf.org. Die Kenianerin hatte ihre Bestzeit um sieben Minuten gesteigert.


Ergebnisse, Männer:




1. Tsegaye Kebede ETH 02:06:40
2. Moses Kimeli Arusei KEN 02:06:50
3. Josea Rotich KEN 02:07:24
4. Gudisa Shentema ETH 02:07:34
5. David Kemboi KEN 02:08:34
6. Abraham Chelanga KEN 02:08:56



Frauen:

1. Martha Komu KEN 02:25:33
2. Worknesh Tola ETH 02:25:37
3. Lenah Cheruiyot KEN 02:26:00
4. Shitaye Gemeshu ETH 02:26:10
5. Alice Timbilil KEN 02:26:45
6. Tanya Filonyul UKR 02:28:40

 
Sri Lanka-Marathon von Bombenattentat überschattet

Ein Wochenende mit vielen großen internationalen Rennen, bei denen Topläufer, Breitensportler und Zuschauer in stimmungsvoller Atmosphäre den Erfolg des Laufsports dokumentierten, erlebte eine schwarze Stunde: Beim Sri Lanka-Marathon starben 13 Menschen bei einem Bombenanschlag unmittelbar vor dem Start des Rennens. Über 90 Läufer wurden verletzt. Die Bombe explodierte als ein Minister der Regierung den Startpunkt 20 km außerhalb von Colombo erreichte, um das Startsignal zu geben. Der Minister starb ebenso wie ein Nationaltrainer und der Läufer Kuruppe A. Karunaratne, der bei Olympia 1992 in Barcelona im Marathon gelaufen ist. Karunaratne war auch bei der WM 1993 in Stuttgart am Start. 1991 hatte er bei den Südasien-Spielen für Sri Lanka die 10.000 m und den Marathon gewonnen.

Text: race-news-service.com

 

 

 

 

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