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35 Jahre BERLIN-MARATHON - "Berlin setzt Maßstäbe - Fünf Läufe, drei Weltrekorde" - Eine Bewegung aus dem Grunewald

Von mspnews am 23.09.2008

35 Jahre Berlin Marathon

Als ,Ronaldino der Läufer’ – so wird er in Brasilien genannt – das Ziel erreichte, schlug er vor Freude ein Rad, und später musste Horst Milde mit Ronaldo da Costa Samba tanzen.

Vieles deutete im Vorfeld des 25. BERLIN-MARATHON 1998 darauf hin, dass es ein großes Spektakel werden würde, wenig dagegen sprach dafür, dass dieses von einem Weltrekord gekrönt werden könnte. Über Jahre hinweg galt jene Zahl der 25.000 Teilnehmer aus dem Jahre 1990 als praktisch unerreichbar. Schließlich waren es damals ganz besondere Umstände, die die Läufer nach Berlin gelockt hatten.

Doch nun zeichnete sich vor dem Jubiläumslauf überraschend ein neuer Rekord ab. Und schließlich beteiligten sich an der Veranstaltung 27.621 Teilnehmer, darunter neben Läufern auch 1.945 Inline-Skater sowie die  Rollstuhlfahrer. Zählt man noch jene 5.256 Starter beim MINI-MARATHON hinzu, waren es sogar 32.877 Athleten, die beim Jubiläum dabei waren. Damit hatten 25 Auflagen des BERLIN-MARATHON nunmehr insgesamt 275.991 Teilnehmer, und der MINI-MARATHON der Schüler zählte in zehn Auflagen 30.150 Starter.

Ronaldo da Costa - der Läuferstar aus Brasilien

Für das Highlight bei dem Rennen, das mit dem Tiefkühl-Lebensmittelhersteller Alberto wieder einen Titelsponsor hatte, sorgte Ronaldo da Costa. Der Brasilianer, der aus ärmlichen Verhältnissen stammt, sollte in Berlin das Rennen seines Lebens laufen. Sein Marathon-Debüt war er 1997 in Berlin gelaufen. Und als Fünfter hatte er in 2:09:07 Stunden überzeugt. Bei seinem zweiten Berlin-Start hielt er sich anfangs zurück. Gemeinsam mit den kenianischen Favoriten Samson Kandie, Josephat Kiprono und Reuben Chebutich lief er rund eine halbe Minute hinter der Führungsgruppe.

Bei Kilometer 16 erreichten sie die Spitze, und schon bald nach der wenig rekordverdächtigen Halbmarathonzeit von 64:42 Minuten verabschiedete sich Ronaldo da Costa von den restlichen Konkurrenten. Die Kenianer nahmen den frühen Vorstoß des Brasilianers nicht ernst und merkten viel zu spät, dass dieser Ronaldo da Costa wesentlich stärker war als gedacht. Er kam zunächst dem Streckenrekord von 2:07:02 Stunden und dann dem gut zehn Jahre alten Weltrekord des Äthiopiers Belayneh Dinsamo, der 1988 in Rotterdam 2:06:50 gelaufen war, immer näher.

Es war etwa bei Kilometer 33. Da tauchte neben einem der Busse an der Spitze des Führungsfeldes plötzlich Victor Sailer auf seinem Motorrad auf. „Was heißt“, fragte der Leichtathletik-Fotograf aus New York den Manager von Ronaldo da Costa, Luis Felipe Posso, der aus jenem Bus das Rennen verfolgte, „keep cool auf Portugiesisch?“ Dann brauste Victor Sailer wieder zu jenem Mann, der in unglaublichem Tempo an der Spitze des BERLIN-MARATHON lief. „Keep cool“, rief er Ronaldo da Costa zu und machte ihm klar: „Dreh dich nicht mehr um, es kommt sowieso keiner mehr!“

Ganz relaxed

Victor Sailer erhielt eine überraschende Antwort, denn der 28-jährige Brasilianer sagte ihm: „Ich laufe ganz relaxed!“ Und das bei einem Tempo, das man in dieser Phase nie zuvor bei einem Marathonlauf gesehen hatte. Deutlich unter 3:00 Minuten absolvierte Ronaldo da Costa die einzelnen Kilometerabschnitte zwischen 22 und 42 km. Trotzdem dachten zunächst weder sein Manager Luis Felipe Posso noch sein Trainer Carlos Cavalheiro an die Möglichkeit einer Weltbestzeit. Es war ziemlich genau bei Kilometer 39, als der Manager seinem Schützling vom Bus aus zurief, dass er Weltbestzeit laufen könnte. „Er rief mir zu: los lauf, du schaffst den Weltrekord. Okay, habe ich ihm zugerufen, ich laufe“, erzählte der Brasilianer.

Die nächste Kilometerzeit sagte alles: in 2:47 Minuten lief er den 40. Kilometer. Es war der schnellste Abschnitt des gesamten Rennens – so schnell, dass Cheforganisator Horst Milde im Führungsfahrzeug seiner eigenen Stopuhr misstraute. Im Ziel zeigten die Uhren 2:06:05 Stunden, und damit war die zehn Jahre alte Weltbestzeit des Äthiopiers Belayneh Dinsamo um genau eine dreiviertel Minute unterboten. Nach einer ersten Hälfte von 64:42 Minuten war er den zweiten Abschnitt in sensationellen 61:23 Stunden gelaufen. Das ist ein Ergebnis, das bei vielen internationalen Halbmarathonläufen nicht erreicht wird.

Der englische Leichtathletik-Journalist und Statistiker Mel Watman berichtete in ,Athletics International’, dass die schnellste zweite Hälfte in einem Rennen unter 2:08 Stunden bisher 62:56 Minuten betrug (Vincent Rousseau/1994/Endzeit: 2:07:51).

,Ronaldino der Läufer" und der Purzelbaum

 

Als ,Ronaldino der Läufer’ – so wird er in Brasilien genannt – das Ziel erreichte, schlug er vor Freude ein Rad, und später musste  Horst Milde mit Ronaldo da Costa Samba tanzen. Zum Tanzen zumute war auch der Siegerin: Wenige Wochen nach einem eher enttäuschenden EM-Marathon, in dem sie Fünfte geworden war, zeigte Marleen Renders (Belgien), was wirklich in ihr steckt. Mit 2:25:22 Stunden siegte sie und erzielte die viertbeste je in Berlin gelaufene Zeit. So wurde das Jubiläum des BERLIN-MARATHON vor einem Millionenpublikum zu einer perfekten Marathonparty.

Dass sich ein solches Resultat von Ronaldo da Costa nicht so schnell wiederholen lässt, war vor dem 26. BERLIN-MARATHON 1999 klar. Doch da waren ja noch die Frauen, deren Streckenrekord von Catherina McKiernan (Irland/2:23:44) zwar hochkarätig war, aber trotzdem noch Verbesserungspotenzial bot. Vor allen Dingen, weil es gelungen war mit Tegla Loroupe (Kenia) die zu der Zeit beste Marathonläuferin der Welt zu verpflichten. Mit 2:20:47 Stunden hatte sie in Rotterdam 1998 den Weltrekord aufgestellt. Zwar hatte der BERLIN-MARATHON nach wie vor kein mit den Rennen von London, New York oder Boston vergleichbares Budget, aber die schnelle Berliner Strecke lockte immer wieder Topathleten.

Tegla Loroupe - und der nächste Weltrekord

So war es Tegla Loroupes erklärtes Ziel, als erste Frau unter 2:20 Stunden zu laufen. Mit der bezeichnenden Startnummer 219 ging die damals 26-Jährige ins Rennen. Und sie begann viel zu schnell. Nach 32:32 Minuten war sie bei Kilometer zehn – eine Zwischenzeit, die gut ist für Endzeiten im Bereich von 2:17 Stunden! Gut im Plan war Tegla Loroupe dann zur Hälfte der Strecke, die in 69:27 Minuten gelaufen war. Muskelprobleme ließen sie jedoch auf den nächsten Kilometern etwas langsamer werden. „Während der ersten Hälfte der Strecke hatte ich überhaupt keine Probleme. Dann jedoch spürte ich einen leichten Schmerz in meinem linken Bein. Deswegen bin ich etwas vorsichtiger gelaufen und dadurch langsamer geworden“, erklärte  die zeitweise in Detmold bei ihrem Manager und Trainer Volker Wagner lebende Kenianerin.

„Ich wusste, dass meine Zwischenzeiten außerhalb des Bereiches meines Weltrekordes lagen. Aber das Publikum war an der Strecke wirklich toll. Und da ich mich noch relativ gut fühlte, wollte ich diesem Publikum unbedingt einen Weltrekord bringen. Also habe ich alles auf eine Karte gesetzt.“ Es war am Ende haarscharf. In 2:20:43 Stunden unterbot Tegla Loroupe ihren eigenen Weltrekord um vier Sekunden.
„Ich muss mich zuerst bei den Organisatoren und bei den Sponsoren bedanken, die es möglich gemacht haben, dass ich hier starten konnte“, sagte Tegla Loroupe, die in Kenia aufgrund ihrer Erfolge eine entscheidende Vorreiterrolle für ihre Landsfrauen spielte. „Als ich beim Leichtathletik-Meeting ISTAF vor einigen Wochen hier war, haben die Veranstalter mir den Kurs gezeigt. Die Strecke ist super – es war klar, dass man hier Weltrekord laufen kann. Ich bin so glücklich, dass ich es geschafft habe“, erzählte Tegla Loroupe, die in Berlin auch von männlichen Tempomachern profitierte.

Eine derartige Praxis gibt es bei einigen Marathonrennen, allerdings wurde über dieses Thema kontrovers diskutiert. Speziell die Organisatoren des London-Marathons meinten damals, dies sei regelwidrig. Im April 2003 griffen die Briten dann aber selbst zu dieser Methode. „Ich verstehe nicht, warum sich einige darüber aufregen. Es gibt dafür keinen Grund. Ich habe  einen Weltrekord aufgestellt – und ich bin die Strecke Schritt für Schritt gelaufen. Da kann mir keiner helfen. Bei reinen Frauenrennen habe ich in der Vergangenheit oft bewiesen, dass ich sehr schnell laufen kann“, sagte Tegla Loroupe. „In einem großen gemischten Rennen wie in Berlin brauche ich Männer als Schutz, damit ich nicht umgerannt werde oder man mir in die Hacken tritt. Ich danke meinem Coach und Manager Volker Wagner, der das für mich organisiert hat.“

Es war aber keine Frage: der Berliner Weltrekord von Tegla Loroupe wurde vom Internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) anerkannt.

Japaner Takayuki Inubushi mit 2:06:57 sogar einen Asienrekord.

Dass diese 26. Auflage des BERLIN-MARATHON das Jubiläumsrennen des Vorjahres sogar noch übertrumpfte, lag in erster Linie an Tegla Loroupe, jedoch auch an einem bis dahin einmaligen Männerrennen. Der Strecken- und Weltrekord kam zwar nicht in Gefahr, aber nie zuvor hatte es in einem Marathon zwei Zeiten unter 2:07 Stunden gegeben. Auf dem Kurfürstendamm erzielte der Sieger Josephat Kiprono (Kenia) mit der bis dato drittschnellsten je erzielten Zeit von 2:06:44 eine nationale Bestmarke und der Japaner Takayuki Inubushi mit 2:06:57 sogar einen Asienrekord.

Es war die fünftbeste Zeit aller Zeiten. Und seit jenem 26. September 1999 hielt der BERLIN-MARATHON noch einen anderen Weltrekord. Denn Männer- und Frauensiegzeit zusammengerechnet ergeben 4:27:27 Stunden. In dieser Liste führte nun der BERLIN-MARATHON, der damit gemessen allein an den Siegzeiten das hochkarätigste Marathonrennen aller Zeiten war. Außerdem setzten sich die Berliner an die Spitze jener Tabelle, die Aufschluss gibt über die schnellsten Männer-Marathonläufe der Welt. Dabei wird der Durchschnitt der besten zehn jemals gelaufenen Zeiten einer Veranstaltung errechnet. Der BERLIN-MARATHON kam damals auf einen Schnitt von 2:07:18,6 Stunden. Zweiter war zu diesem Zeitpunkt Rotterdam (2:07:25,2), Dritter der Lauf in Chicago (2:07:44,9). Fast ebenso überraschend wie die Qualität war die Quantität, die der BERLIN-MARATHON ein Jahr nach dem Jubiläum hatte: 27.192 Teilnehmer aus 82 Nationen wurden gezählt.

Darunter waren zum ersten Mal auch 48 Power-Walker.  

Wahrscheinlich war für die Entwicklung des BERLIN-MARATHON der zweite Platz des Takayuki Inubushi wertvoller als die Zeit des Siegers Josephat Kiprono. Denn der Asienrekord verstärkte das Interesse der Japaner am BERLIN-MARATHON, der im Jahr 2000 mit der Warenhauskette real,- einen neuen Titelsponsor hatte. Eine Frau sorgte für eine Premiere beim real,- BERLIN-MARATHON: Mit Kazumi Matsuo stellte die Laufnation Japan zum ersten Mal bei diesem Rennen eine Siegerin. In 2:26:15 Stunden feierte die 26-Jährige ihren ersten großen internationalen Erfolg, nachdem sie die favorisierte Italienerin Franca Fiacconi hinter sich gelassen hatte.

Mit einem Novum war vorher das Rennen der Männer zu Ende gegangen. Nachdem der große Favorit Fabián Roncero (Spanien) bei Kilometer 30 mit Muskelproblemen aufgegeben hatte, lief ein Tempomacher die komplette Distanz und gewann: Simon Biwott (Kenia), WM-Neunter von Sevilla 1999 und somit kein Unbekannter über die klassische Distanz, rannte als Hase davon. In 2:07:42  verfehlte er seine eigene Bestzeit um nur eine Sekunde. Ihm folgte nach einer spannenden Schlussphase mit einem Rückstand von lediglich fünf Sekunden Antonio Pena (Spanien). Ein Jahr später wurde Simon Biwott Vize-Weltmeister im Marathon.

Elefanten an der Strecke

Dritter wurde 2000 der Kenianer Jackson Kabiga in 2:09:52 Stunden. Für ihn hatte es unterwegs allerdings eine Begegnung der ungewünschten Art gegeben. Kabiga lief in der Spitzengruppe und sein Manager Larry Barthlow fuhr in einem Bus vorneweg, als der Anhalter Bahnhof zwischen Kilometer 12 und 13 passiert wurde. Dort gastierte zu dieser Zeit der Amerikanische Zirkus, und als Clou hatten die Zirkusleute - nach einer Idee der Organisation - ein paar besondere Zuschauer an den Streckenrand geführt. Die Raubtiere waren im Käfig, doch an der Straße standen unter anderem Elefanten. „Ausgerechnet Elefanten“, rief Larry Barthlow und erklärte: mit Löwen habe Jackson kein Problem, „aber vor Elefanten hat er regelrecht Angst“. Der Kenianer kam heil ins Ziel. Doch seitdem ist er beim BERLIN-MARATHON nicht mehr gestartet.

Auch bedingt durch die glänzenden Ergebnisse in den 90er Jahren, erlebte der  BERLIN-MARATHON einen weiteren, deutlichen Aufschwung. Zum ersten Mal wurde 2000 die Zahl von 30.000 Startern übertroffen. 34.090 Meldungen aus 85 Nationen zählten die Veranstalter, darunter die Rekordzahl von 6.741 Inline-Skatern.

Joschka Fischer

Neben dem traditionellen Rollstuhlrennen wurden zum zweiten Mal nach 1999 auch Power-Walker offiziell zugelassen. Mit 219 Meldungen gab es auch hier einen deutlichen Aufwärtstrend. Unter den Läufern war auch ein sehr prominenter: Bundesaußenminister Joschka Fischer erreichte nach 3:54:29 Stunden gemeinsam mit seinem Begleiter – der in den 80er Jahren erfolgreiche Freiburger Marathonläufer Herbert Steffny – das Ziel. Seine Sicherheitsbegleiter hatten sich nach der Hälfte der Strecke abgewechselt.

Doch es gab auch Grund zur Trauer im Jahr 2000. Zwei Läufer starben beim  BERLIN-MARATHON. Es waren die ersten Todesfälle seit zehn Jahren bei dem Rennen. Insgesamt hatte es nun vier Tote in 27 Marathonrennen gegeben. Die beiden Läufer erlitten einen Herzstillstand und konnten trotz sofortiger medizinischer Hilfe nicht reanimiert werden. Meist sind nicht erkannte Herzerkrankungen die Ursache für einen derartigen Sekundentod beim Marathon. Einmal konnte ein Läufer in einer derartigen Situation beim BERLIN-MARATHON trotzdem gerettet werden. Er hatte unglaubliches Glück, weil er an einem Streckenpunkt zusammenbrach, wo ein Notarztwagen stand. Der Läufer fiel in die Hände eines Reanimations-Spezialisten.

Schummler

Nachdem die Ergebnisse dieses real,- BERLIN-MARATHON ausgewertet worden waren, stellte sich heraus, dass es wieder einmal eine Reihe von Schummlern gegeben hatte. Ohne den entsprechenden Chip am Schuh kann der Läufer im Ziel nicht registriert werden. Das hatte sich weitestgehend herumgesprochen. Doch auch mit Chip taucht nicht jeder zwangsläufig in der Ergebnisliste auf, selbst wenn die das Signal aufnehmenden Matten auf dem Kurfürstendamm überlaufen wurden. Der Läufer muss mit Chip am Schuh auch über die anderen Matten an den 5-km-Punkten gelaufen sein. 33 Läufer des BERLIN-MARATHON 2000 rannten zwar auf der Straße des 17. Juni los, ließen allerdings auf dem Weg durch die Stadt ein paar Bezirke aus.

Drei schafften es gerade einmal bis zur 5-km-Marke und wurden bald darauf im Ziel registriert. Die meisten tauchen nach der 25-km-Marke ab – ironischerweise dort, wo die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ihr Hauptquartier haben – und einige bei 40 km wieder auf. Zwischen beiden Punkten gibt es eine gute U-Bahn-Verbindung.

Erste Frau unter 2.20  - Barriere durchbrochen

Ein Jahr später wurde wieder ein Stück Leichtathletik-Geschichte geschrieben: Der 28. real,- BERLIN-MARATHON wurde gekrönt von Naoko Takahashi. Die 29-jährige Olympiasiegerin aus Japan lief als erste Frau die klassische Distanz von 42,195 km in unter 2:20 Stunden. Nach 2:19:46 Stunden rannte sie auf der Tauentzienstraße ins Ziel, und in Japan feierten die Menschen ihre Nationalheldin. Fast genau nur elf Minuten zuvor hatte der Sieger, Joseph Ngolepus (Kenia/ 2:08:47), sein Rennen beendet. Es war der geringste Abstand zwischen dem Männer- und der Frauensiegerin in der Geschichte des Rennens. Und es war der dritte Weltrekord binnen vier Jahren in Berlin.

Fast zwei Jahrzehnte hatten die besten Langstreckenläuferinnen der Welt vergeblich versucht, die 2:20-Stunden-Barriere zu unterbieten. Angefangen bei Ingrid Kristiansen (Norwegen) und Joan Benoit-Samuelson (USA) in den 80er Jahren über Wanda Panfil (Polen) und die Berlinerin Uta Pippig bis hin zu Tegla Loroupe (Kenia) – sie alle scheiterten an der Marathon-Barriere. In Berlin fiel nun zwölf Jahre nach der Mauer auch die Marathon-Mauer. Dass der Weltrekord von Naoko Takahashi nur eine Woche Bestand hatte, weil die Kenianerin Catherine Ndereba in Chicago die Marke auf 2:18:47 Stunden steigerte, schmälert den Erfolg nicht. Denn es ist der real,- BERLIN-MARATHON, der in die Sportgeschichte eingegangen ist. Hier wurde die Barriere durchbrochen. Und das wird, wie bei Leichtathletik-Weltrekorden ähnlicher Dimension, in Erinnerung bleiben. Und zwar wesentlich länger als manch anderer Marathon-Rekord.

Coup von Mark Milde

 

In die Wege geleitet hatte den Start von Naoko Takahashi der inzwischen für die Topathleten zuständige Mark Milde. Dem jüngeren Sohn des Cheforganisators Horst Milde war ein Coup gelungen, der ihm in der internationalen Laufszene Respekt verschaffte. Er hatte nämlich nicht nur die Olympiasiegerin sondern auch die Weltrekordlerin für den  BERLIN-MARATHON verpflichtet: Tegla Loroupe. Das sorgte dafür, dass der Lauf spitzensportlich weltweit im Blickpunkt stand wie nie zuvor. Genau 121 Pressevertreter allein aus Japan hatten sich für diesen  BERLIN-MARATHON akkreditiert. Das war weit mehr als die Zahl japanischer Journalisten, die einen Monat zuvor zu den Leichtathletik-Weltmeisterschaften nach Edmonton gereist war.

Unter den japanischen Journalisten in Berlin waren auch drei Redakteure des Comic-Heftes ,Young Sunday’. In diesem wurde die Geschichte von Naoko Takahashi unter dem Titel Kazekko (,Die Tochter des Windes’) erzählt. Das Heft hat eine wöchentliche Auflage von 700.000 Stück, doch durch den Sieg von Naoko Takahashi wurde mit einer Auflagesteigerung gerechnet. Schon vor Takahashis Triumph war allerdings die Ausgabe erschienen, die sie in Berlin als Siegerin zeigte. Über diese Planung war Naoko Takahashi jedoch weniger glücklich.

Als Naoko Takahashi gegen 18.30 Uhr japanischer Zeit in Berlin dann tatsächlich als Siegerin ins Ziel lief, guckte ihr fast jeder zweite Japaner zu. In ihrer Heimat saßen über 53 Millionen Landsleute am Fernseher. „Am Ende hatten wir eine Einschaltquote von 53,5 Prozent“, erklärte Norihiko Kondo von Fuji-TV. Eine Einschaltquote von einem Prozent entspricht in Japan etwa einer Million Menschen. Durchschnittlich betrug die Einschaltquote der knapp dreistündigen Sendung 36,4 Prozent – unglaubliche Zahlen.

Bei abgesehen von einem leichten Wind guten Wetterbedingungen, war es zuvor allerdings zu keiner Zeit zu dem erwarteten Zweikampf zwischen der Olympiasiegerin Naoko Takahashi und der Weltrekordlerin Tegla Loroupe gekommen. Schon nach wenigen Kilometern, kurz hinter dem Brandenburger Tor, führte die Japanerin mit rund einer halben Minute Vorsprung vor Kathrin Weßel (SCC Berlin) und Tegla Loroupe. Die Berliner Lokalmatadorin, die nach einer Babypause vor knapp eineinhalb Jahren ein Comeback gestartet hatte, wurde schließlich in persönlicher Bestzeit von 2:28:27 Stunden Dritte. „Ich wusste, dass ich auf dem Weg war zu einer neuen Bestzeit und war sehr optimistisch während des gesamten Laufes“, sagte Kathrin Weßel.

Die Zeit unter 2:20 Stunden war eigentlich auch das erklärte Ziel von Tegla Loroupe. „Ich hatte ein leichtes Problem mit der Rückenmuskulatur, deswegen konnte ich einfach nicht schneller laufen. Ich bin zufrieden, dass ich unter diesen Umständen überhaupt so durchgekommen bin. Aber ich möchte Naoko Takahashi gratulieren. Sie ist eine große Athletin“, erklärte die als sehr faire Athletin bekannte Tegla Loroupe. Schon vor dem Start hatte die Kenianerin gemerkt, dass sie Probleme haben würde, so dass sie von Anfang an das Tempo von Naoko Takahashi nicht mitlief.

Nach  10 km lag sie in 35:04 Minuten gar mit fast zwei Minuten Rückstand zur Japanerin auf dem fünften Platz. Doch nach und nach schob sie sich wieder nach vorne. Und kurz vor der 35-km-Marke überholte sie dann noch Kathrin Weßel und wurde Zweite in 2:28:03.
Naoko Takahashi war nur auf den ersten 5 km des Rennens außerhalb ihres Fahrplanes für die Zeit unter 2:20 Stunden gewesen. Diesen Punkt hatte sie nach 16:45 Minuten erreicht. Dass sie hier noch nicht schneller war, lag jedoch auch am Gegenwind in dieser Phase des Laufes. Mit einem sehr gleichmäßig schnellen Lauf holte sie die anfangs verlorene Zeit bald wieder ein. Nach 69:50 Minuten hatte sie die erste Hälfte absolviert. Und zeitweise, besonders zwischen Kilometer 25 und 30, schien es sogar so, als könnte für Naoko Takahashi vielleicht sogar ein Ergebnis von unter 2:19 Stunden möglich sein. „Ich bin enttäuscht, dass sie nicht 2:16 Stunden gelaufen ist“, sagte ihr Trainer Yoshio  Koide später.

Doch einen echten Grund enttäuscht zu sein, gab es natürlich nicht. Erst auf den letzten Kilometern war Naoko Takahashi langsamer geworden.
Besonders in der Anfangsphase des Rennens hatte die 1,63 m kleine und 47 Kilogramm leichte Naoko Takahashi von sogenannten „Guard Runners“ profitiert. Diese sie begleitenden Läufer hatte der Veranstalter als Schutz in dem Massenrennen mit über 30.000 Läufern zur Verfügung gestellt. Das war durchaus sinnvoll. Denn zumindest einmal musste einer der Begleiter einen Läufer wegschubsen. Dieser hatte, vielleicht um in das TV-Bild zu gelangen, versucht, neben Naoko Takahashi zu gelangen. Für die Japanerin war dieser
real,- BERLIN-MARATHON ohnehin Neuland, denn sie war nie zuvor in einem Massenrennen gestartet.

Läuferin des Jahres 2000 

 

Während Naoko Takahashi nach unzähligen TV-Interviews für das japanische Frühstücksfernsehen in der Nacht zum Montag nur unwesentlich länger schlief als 2:19:46 Stunden und morgens um sechs Uhr bereits wieder zwölf Kilometer rannte, sorgte ihr Trainer für Unterhaltung. „Als Yoshio Koide nach dem Olympiasieg in Sydney ein TV-Interview geben sollte, hatte er zwischenzeitlich so viel Sake getrunken, dass er betrunken vor die Kamera trat. Seitdem hat er in Japan den Spitznamen ,Alkoholiker Koide’“, erzählte der japanische Präsident der internationalen Vereinigung der Marathon- und Straßenläufe (AIMS), Hiroaki Chosa.

Nach der Weltbestzeit in Berlin wurde Koide am Sonntag natürlich laufend der japanische Schnaps angeboten. „Koide trank wieder viel. Aber als er heute morgen im Bett aufwachte, hatte er seine Schuhe noch an“, berichtete Hiroaki Chosa, der Naoko Takahashi am Tag nach dem Triumph in Berlin als Läuferin des Jahres 2000 auszeichnete.
Angesichts der Begeisterung um Naoko Takahashi, die von hunderttausenden Zuschauern am Straßenrand nach vorne getrieben wurde und an unzähligen japanischen Fahnen vorbeilief, geriet das Männerrennen etwas in den Hintergrund. Wie schon im Jahr zuvor gab es wiederum eine Überraschung durch einen Tempomacher: Der Kenianer Joseph Ngolepus folgte dem Beispiel seines Landsmannes und Freundes Simon Biwott. Der 26-Jährige sollte eigentlich die Spitze bis zum Kilometer 25 führen, doch anstatt auszusteigen, lief er weiter und gewann in 2:08:47 Stunden. „Ich merkte, dass die anderen nicht ganz so gut in Form waren“, erklärte Joseph Ngolepus, der mit seinem Erfolg auch Tegla Loroupe in gewisser Hinsicht etwas trösten konnte. Denn der Kenianer gehört zur Trainingsgruppe von Tegla Loroupe und lebt mit ihr und anderen Läufern zeitweise in Detmold bei Manager Volker Wagner.

UNITED WE RUN

Der BERLIN-MARATHON hatte in diesem Jahr auch eine politische Dimension. Erfolgreich setzte die Veranstaltung ein Zeichen des Mitgefühls, der Völkerverständigung und des Friedens. Im Gedenken an die Todesopfer der Terrorattacken in New York und Washington vom 11. September 2001 hatten die Teilnehmer vor dem Start ein Transparent mit der Aufschrift „United we Run“ mit den Logos der Läufe von New York city und Berlin über ihre Köpfe hinweggezogen . Zuvor hatte der Cheforganisator des New-York-Marathons, Allan Steinfeld, den Startschuss gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit, gegeben. Viele Läufer hatten ein schwarzes Trauerband am Arm oder an der Startnummer - und es wurde in Berlin von den Teilnehmern für die ÜberlebendeN der Feuerwehrleute und Polizisten Geld gesammelt

Das Transparent wurde nach New York City geschickt, um bei diesem Lauf auchdas Mitgefühl Berlins und der Läuferwelt Ausdruck zu verleihen. In einer Zeremonie vor der UNO - vor dem Start des New Yorker Frühstückslaufes übergab Horst Milde dem höchsten Beamten der Feurwehr einen Scheck des gesammelten Geldes in Berlin. Das grosse (40 x 60 m) Banner UNITED WE RUN wurde am Start in News York an der Verrazzano Narrows Bridge auf einer freien Fläche von Race Directoren aus aller Welt gehalten und dann ausgelegt. Im weltweiten Fernsehprogramm war diese Zeremonie dann auffällig zu erkennen.

Im Ziel in Berlin  wartete auch Prominenz auf die Sieger: Innenminister Otto Schily hielt gemeinsam mit dem AIMS-Präsidenten Hiroaki Chosa das Zielband.

Schock mit Aprilscherz

Im Vorfeld des 29. BERLIN-MARATHON gab es einen kleinen Schock für einige dänische Marathonläufer. Die Dänen spielen seit vielen Jahren eine große Rolle. Fast 2000 von ihnen starteten zum Beispiel 2001. Aus keiner anderen Nation kommen so viele Läufer zum größten deutschen Marathon. Und deswegen werden die Berliner Aktivitäten im Nachbarland sehr aufmerksam verfolgt. Plötzlich mussten die Dänen in ihren Zeitungen lesen, dass die Veranstalter des BERLIN-MARATHON aus Kapazitätsengpässen ihre Strecke verändert hatten.

Der neue Kurs führte demnach im ersten Drittel des Rennens über die Stadtautobahn. Sechs menschenleere Fahrstreifen. 13 trostlose Kilometer lang. Und nichts mehr mit dem Stimmungshöhepunkt Wilder Eber! Den nächsten Schock bekam ein dänischer Reiseveranstalter, der wohl um seine Kundschaft fürchtete. Er fragte allerdings nach in Berlin – und löste Heiterkeit aus. Die dänischen Redakteure hatten bei der Nachricht auf der Web-Page des BERLIN-MARATHON nämlich eine entscheidende Zeile gleich unter der Überschrift übersehen. Und da stand folgendes: ,Achtung: bei dieser Meldung handelt es sich um unseren Aprilscherz!’    

Nicht nur sportlich verzeichnete der BERLIN-MARATHON in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung, sondern auch im Internet: www.berlin-marathon.com ist zu einer gefragten Adresse rund um den Laufsport geworden. In den vergangenen drei Jahren klickten mehrere Millionen Besucher der Web-Page eine zweistellige Millionenzahl von Seiten an.
Der 29. BERLIN-MARATHON wurde seinem Ruf als eines der spektakulärsten und zugleich schnellsten Rennen weltweit über die klassischen 42,195 Kilometer einmal mehr gerecht. Ein Jahr nachdem Naoko Takahashi in Berlin als erste Frau unter 2:20 Stunden gelaufen war, siegte sie erneut mit einer Weltklassezeit.

Die 30-jährige Japanerin, die zwischendurch bei keinem anderen Marathon an den Start gegangen war, lief 2:21:48 Stunden. Vergleichsweise noch hochkarätiger und zudem spannender war dieses Mal das Rennen der Männer, das der Kenianer Raymond Kipkoech in 2:06:47 Stunden gewann. Dies war die zehntbeste je gelaufene Zeit. Zum ersten Mal blieben in Berlin zudem gleich drei Läufer unter 2:07 Stunden. Beim kenianischen Durchmarsch erzielten auch Kipkoechs Landsleute Simon Biwott (2:06:49 Stunden) und Vincent Kipsos (2:06:53) Zeiten unter der prestigeträchtigen Marke.

Lediglich einmal – beim London-Marathon im April 2002 – war zuvor in der Marathongeschichte noch ein Läufer mehr unter 2:07 Stunden geblieben. Über eine Million Zuschauer, so schätzte sogar die eigentlich mit derar- tigen Zahlen sehr zurückhaltende Berliner Polizei, sorgten für Volksfeststimmung auf den 42,195 km. Sie feuerten die Rekordzahl von Teilnehmern aus 90 Nationen an. Insgesamt 41.376 hatten sich gemeldet. Diese Zahl teilte sich auf in 32.752 Läufer, 8369 Skater, 121 Rollstuhlfahrer und 134 Walker. Außerdem beteiligten sich 7223 Schüler am MINI-MARATHON über rund 4,2 km.

Acht der ersten zehn Plätze für Kenia

 

Nie zuvor in der Geschichte des BERLIN-MARATHON lagen die ersten drei Männer am Ende so dicht zusammen. Lediglich fünf Sekunden trennten den Sieger Raymond Kipkoech vom drittplatzierten Vincent Kipsos. Und da die ersten drei alle aus Kenia kamen, gab es sogar noch einen Streckenrekord. Kenias Männer-Trio benötigte als Mannschaft 6:20:28 Stunden. Nur zwei Sekunden fehlten zum inoffiziellen Team-Weltrekord, den ebenfalls Kenia hält. Zum ersten Mal in der Geschichte des BERLIN-MARATHON kamen die ersten fünf Athleten aus dem afrikanischen Laufland Nummer eins. Die Kenianer belegten zudem acht der ersten zehn Plätze – auch das war beim BERLIN-MARATHON ein Novum.

Obwohl hinter der Form von Naoko Takahashi ein Fragezeichen stand, präsentierte sich die Japanerin in Berlin einmal mehr souverän. Bis Kilometer 25 lief sie im Windschatten der später zweitplatzierten Mexikanerin Adriana Fernandez (2:24:11). Dann zog „Die Tochter des Windes“, wie Takahashi in Japan genannt wird, davon und kam zum sechsten Sieg in ihrem siebenten Marathon. Nur bei ihrem ersten Versuch über die 42,195 km 1997 in Osaka hat sie nicht gewonnen.

Deutsche Meisterschaft

Zum dritten Mal fand im Rahmen des  BERLIN-MARATHON auch die Deutsche Meisterschaft statt, die Martin Beckmann (LG Leinfelden) gewann. In der Gesamtwertung belegte er mit 2:16:07 Stunden Rang 23. Bei den Frauen triumphierte die Berlinerin  Kathrin Weßel vom Veranstalterklub SCC Berlin in 2:36:36. Damit wurde die 35-Jährige, die trotz eines Ischiasproblems lief, um den Titel für den Verein zu gewinnen, im Gesamtklassement Achte.

Tragisch war der fünfte Todesfall in der Geschichte des Laufes. Ein Läufer brach an der Fasanenstraße, weniger als einen Kilometer vor dem Ziel, zusammen und konnte nicht mehr wiederbelebt werden. Dies gelang den Rettungsteams aber bei einem Schweizer, der ebenfalls zusammengebrochen war.  

Ab 2003 Start und Ziel - Brandenburger Tor   

Einige Monate später sorgten die Veranstalter mit einer Streckenveränderung auch international für Aufsehen. Dieses Mal war es kein Aprilscherz. Das Ziel wird ab 2003 am Brandenburger Tor sein. Diese Neuigkeit löste einen wahren Ansturm auf die Startnummern des 30. real,- BERLIN-MARATHON aus. Ein großer Gewinner dieses Booms ist die Stadt Berlin. Denn am Marathonwochenende kamen schon 2002 über 100.000 Touristen in die Stadt. Unabhängige Studien zeigen, dass sie Berlin einen Kaufkraftschub von über 65 Millionen Euro geben, so dass alleine der Mehrwertsteuerzuwachs etwa acht Millionen Euro beträgt.

Internationale Sportfunktionäre gratulierten zur neuen Streckenänderung. Der Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, Lamine Diack, sagte: „Im Namen des internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF spreche ich den Organisatoren des BERLIN-MARATHON meine Anerkennung für ihre Entscheidung aus, das Ziel in diesem Jahr an das Brandenburger Tor zu verlegen. Für mich, und für viele Menschen in der ganzen Welt, symbolisiert dieses architektonische Juwel nicht nur Berlin sondern das neue Deutschland mit all seinen Aussichten. Ich glaube, dass der BERLIN-MARATHON, der sich seinen Platz als einer der besten Marathonläufe der Welt verdient hat, nun mit diesem fotographischen Hintergrund noch mehr Publicity gewinnen wird. Die weitere neue Nachricht – dass sich Berlin um die Ausrichtung der Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009 bewerben wird – zeigt mir, dass sich Berlin als die deutsche Leichtathletik-Stadt präsentieren möchte. Ich erkenne das an. Und ich wünsche allen Teilnehmern und den Organisatoren des Laufes viel Glück.“

Mit dem neuen Ziel am Brandenburger Tor beginnt pünktlich zum Jubiläum, dem 30. BERLIN-MARATHON 2003 , ein neues Kapitel in der Geschichte eines der spektakulärsten und hochklassigsten Straßenrennen weltweit.

Quelle: Jubiläumsschrift zum 30. BERLIN-MARATHON - Jörg Wenig und Horst Milde

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