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Mission Impossible! Haile Gebrselassie verpasst im Regen von Dubai beim Standard Chartered Marathon seinen Weltrekord

Von mspnews am 16.01.2009

Mission Impossible! Haile Gebrselassie Verpasst Im Regen Von Dubai Beim Standard Chartered Marathon Seinen Weltrekord

Mission Impossible! Haile Gebrselassie verpasst im Regen von Dubai beim Standard Chartered Marathon seinen Weltrekord

Fast alles hatten die Veranstalter des 10. Standard Chartered Dubai Marathon möglich gemacht, um Haile Gebreselassie bei seinem Angriff auf den eigenen Weltrekord von 2:03:59, aufgestellt beim letzten Berlin Marathon, zu unterstützen. Gegen die Unwillen des Wetters waren sie aber machtlos. Heftige Regenschauer zu Beginn und vor allem am Ende des Laufs im arabischen Emirat machten somit alle Vorhaben zunichte, nach dem knapp gescheiterten Rekordversuch von Haile im letzten Jahr an gleicher Stätte den Weltrekord nach Dubai zu holen.

Dabei sah es bei Dunkelheit (Start bereits um 6:30 Uhr) und Regen schon unmittelbar nach Start nicht mehr gut für Haile und seine Pacemaker aus, die Verhältnisse waren für das geplante Rekordrennen denkbar ungünstig. Trotzdem fand man nach kurzen Abstimmungsproblemen schnell ein hohes Tempo, das sich eng an die Vorgaben hielt. Während man bei 5km in 14:50 das Plansoll noch leicht verfehlte, war man nach schnellen 14:22 für den Abschnitt zur 10 km Marke (29:10) bereits auf Weltrekordkurs.

Und trotz des durch den Regen recht glatten Pflasters auf der gradlinigen Wendepunktstrecke konnte man dieses Tempo zunächst halten und über 43:49 (15 km) und 58:29 (20 km) erreichte man die Halbdistanz in den exakt geplanten 61:45 (Endzeit: 2:03:30 !).

Kurz nach der 15 km Marke sah es noch bestens aus, Haile liegt auf Weltrekordkurs Entsprechend euphorisch waren die Beobachter und Zuschauer im Start-/Zielbereich von diesen guten Nachrichten auf der Strecke gestimmt, da mittlerweile auch der Regen aufhörte und die Strecke zu trocknen begann. Doch nachdem Haile die letzten seiner hervorragenden Pacemaker bei 25 km in 1:13:17 verlor, setzte wieder heftiger Regen ein, so dass der Rekordversuch scheitern musste. Die km-Abschnitte nach 26 km (2:56) und 28 km (2:58) waren noch die letzten Abschnitte unter einem 3 Minuten/km-Schnitt, und nach 1:28:17 bei 30 km war das Unternehmen Weltrekord bereits so gut wie gescheitert.

Bei 33 km lag Haile erstmals über der Zwischenzeit in Berlin und verlor anschließend noch einmal deutlich an Zeit. Während er im September 2008 noch einmal deutlich beschleunigen konnte, war das diesmal nicht mehr möglich, und nach 30:16 für den Abschnitt von 30 km nach 40 km erreichte er das Ziel vor dem Westin Beach Resort nach 2:05:29, exakt 90 Sekunden über dem Weltrekord.

Der Dubai Marathon ist seit den letzten beiden Jahren weltweit der bestdotierte Marathon, und auch wenn Haile diesmal die 1 Millionen Dollar Weltrekordprämie wieder verpasste, war das Preisgeld mit 250 000 US $ ein gutes Trostpflaster. Haile mit Siegerpokal und Preisscheck und dem Versprechen, es im nächsten Jahr in Dubai noch einmal zu versuchen.

Da das Rennen in Dubai fast ausschließlich auf Haile zugeschnitten war, ergaben sichzu den Nächstplatzierten entsprechend große Abstände. Deressa Chimsa (ETH) wurde in guten 2:07:54 Zweiter vor seinem Landsmann Eshetu Wondimu in 2:08:41.

Bei den Frauen konnte das erlesene Starterfeld – auch dem Wetter geschuldet – nicht ganz die hohen Ansprüche erfüllen. Es siegte Bezunesh Bekele (ETH) in 2:24:02 vor ihrer Landsfrau Atsede Habtamu in 2:25:17 und Dritte wurde, wie bereits beim Berlin-Marathon 2008, Helena Kirop (KEN) in 2:25:35. Etwas enttäuschend belegte Birhane Adere (ETH) hier nur den siebten Platz in 2:27:47.

Helmut Winter

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