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spasslaeufereins

Endlich Lauf-Twen

Von spasslaeufereins am 03.06.2012

Vor 5 Wochen kam ich zufällig mit dem Auto durch das Rheintal bei der Loreley. Dabei fiel mir ein, dass ich schon einmal vom Mittelrhein-Marathon gelesen hatte. Zu Hause also ins Internet geschaut: Am 02. Juni sollte es soweit sein.

Zum Start wurden wir mit einem Zug vom Zielort Koblenz zum Start in Oberwesel gebracht. Die Stimmung war prächtig, das Wetter ebenfalls. Zum Start um 17:40 Uhr war es  20° warm, aber mit Einbruch der Dämmerung wurde es kühler.

Einziges Ziel war: ankommen und die Strecke mit den vielen Burgen genießen.

Bis km 16 lief es absolut gleichmäßig mit 6:15, aber für mich wohl etwas zu schnell. So musste ich mich von meiner Laufbegleiterin verabschieden. Ich hatte sie kurz nach dem Start getroffen.

Die Strecke verlief größtenteils auf der gesperrten B 9 am Rhein entlang. Ab und zu gab es Abstecher in die Orte am Wegesrand. Und hier war eine Stimmung, als ob Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen und der Papst zu Besuch kommt. Gefühlte einhundert Mal gab es "la-ola", viele machten Picknick an der Straße und feuerten auch die letzten Läufer mit Begeisterung an, Kinder klatschten ab oder liefen zur moralischen Unterstütung ein paar Meter mit.

Zwischendurch musste ich ein paar Schritte gehen, angesichts des begeisterten Publikums aber nur außerhalb der Ortschaften. Auch den steilsten Streckenabschnitt (eine etwa 100 m lange Auffahrt zur B 9 mit etwa 10 Höhenmetern) bin ich gegangen - in meiner Umgebung lief hier allerdings keiner mehr.

So langsam wurden die Kilometer zum Ziel weniger und meine Psyche wurde stärker. Jeden Kilometer habe ich einem von Euch oder meiner Familie gewidmet. Zwischendurch traf ich noch 2 Läuferinnen aus Heilbronn, die mich etwas mitschleppten, und Michel Descomte, den Motivationskünstler aus Frankreich. Ich hatte ihn an vielen Strecken am Wegesrand stehen sehen und nun sah ich ihn das erste Mal selber laufen.

Bei km 39 hatte ich meine Startbegleitung wieder eingeholt. Später kam eine Gruppe Jugendlicher spontan vom Picknick an die Strecke und bot an, als gute Fans auch mitzulaufen. Einen guten halben Kilometer hatte ich nette Begleitung, auch wenn sie sich schwertaten, auf der gesperrten Straße die roten Ampeln zu ignorieren.

Kurz vor dem Ziel sprang noch ein Zuschauer auf die Strecke, um einen Läufer neben mir für die letzten 500 Meter zu motivieren. Er rief aber auch dazu, dass seine Sprüche für alle gelten. Dem Armen müssen fast die Ohren abgefallen sein. Und 100 m vor dem Ziel hatte er ihn soweit, dass er den Schlussspurt einleiten wollte. Aber jetzt war ich richtig gut drauf, legte den Turbogang ein, ließ den Läufer hinter mir und kam mir dabei vor wie eine Gazelle :)

Und dann war es vollbracht - und ich einer der glücklichsten Menschen der Welt. 

Kommentare

jahhhhhuuuu, suuuper mega geil !!!......Freue mich für Dich Klaas, yes Baby.   Marathon läßt Dich scheben...zumindest eine Zeit danach. Der Körper fertig, der Geist am Zenit. Meiner ist jetzt 6 Wochen her und ich bin auch noch nicht runtergekommen.

Leute , wers noch nicht geschafft hat....das ist die beste Psychotherapie.

 

Du lernst Dich selber neu kennen !!!!

 

Herzlichsten Glückwunsch

 

TOMMY...man sieht sich in Köln !

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