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Frage an die routinierten Marathonläufer

Von travelman am 15.03.2010

Hallo Ihr Lieben,

nachdem ich letztes Jahr noch für diverse Halbmarathons trainiert habe, ist mein diesjähriges Ziel der Kölnmarathon in der vollen länge über 42 km. Hierzu habe ich auch einen Trainingsplan von meinem Leistungsdiagnostiker erhalten, und die sonntäglichen Läufe nehmen deutlich an Länge zu.

Gestern hatte ich den ersten Lauf über 3 Stunden, der wirklich gut lief. Nur verstehe ich nicht, warum mein Puls bei konstanter Geschwindigkeit ab Kilometer 21 auf einmal deutlich anstieg. Vom reinen Körpergefühl her hatte ich keinen Leistungseinbruch, eher im Gegenteil. Die letzten Kilometer ( es wurden 27,2 km ) fühlten sich sehr euphorisierend an.

Wie könnt Ihr mir diesen plötzlichen Pulsanstieg erklären?

Lieben Gruß,

Peter

PS: hier kann man den Lauf genauer sehen: http://connect.garmin.com/player/26986884

Kommentare

Wow, das sind ja viele Trainingskilometer bisher! Glückwunsch. :-) Auf das Niveau werde ich in den nächsten Monaten auch kommen.

Nein nein, keine Sorge, ich werde sicherlich nicht die volle Distanz vorher laufen. Um Gottes Willen! Momentan habe ich nur den Plan bis zum 4. April, kommenden Sonntag wird es nochmal eine Viertelstunde länger, aber das wird sicherlich leichter fallen.

Dir auch viel Spaß beim Trainieren, jetzt wird das Wetter ja auch täglich besser und besser!

Ganz lieben Gruß,
Peter

@travelman: da haben wir ungefähr die gleiche Historie und gleichen Leistungsstand. Ich laufe - nachdem meine Frau (und Wissensträger) lange genug an mich hingeredet hat - seit Februar 2009. Historie: 10km im Juni in 53:09, HM im August in 1:54:18, München Marathon im Oktober in 4:05. Bester 10km in 47:17 (wie Du) und bester HM in 1:45:31. Insgesamt >2.300 km in den letzten 12 Monaten.

Es gibt wohl kein "zu früh" für einen Trainingsbeginn. Ich hatte nur befürchtet, Du würdest die Distanz weiter so schnell steigern und versuchen, die 42 km vor dem Kölnmarathon ein paar Mal gelaufen zu sein     :-)

Aber, es ist gut, wenn Du einen Plan hast. Dann sind da sicherlich auch (wöchentliche) Regeneration und Ruhephasen vor dem Wettkampf berücksichtigt. Ich selbst trainieren nach den Plänen von achim-achilles.de, angereichert um Dehnübungen und Rumpfstabi, für Lauf-ABC bin ich zu faul.... (leider).

Viel Spass beim Traininen, webdeken

Ich habe einen Trainingsplan von einem Leistungsdiagnostiker, der mich alle paar Monate einem Laktattest unterzieht.

Findest Du den Zeitpunkt für den 30-er zu früh?

Zur Vorgeschichte: ich habe im November 2008 mit dem Laufen angefangen, 2009 die ersten Wettkämpfe. HM im April mit 1:59, HM im Oktober mit 1:48, 10 km im November mit 47:17. Gesamtkilometer 2009: 1497 km  

Nee, hatte meinen langen Lauf auf gestern verschoben und heute in "Generation Re" gemacht. Ich trainiere auf den Marathon im Mai in Würzburg hin.

Nach was für einem Plan trainierst Du? Ich frage nur, weil Du jetzt schon 30km-Läufe machst.

Gruss, webdeken

Webdeken,

danke wieder einmal für die Hinweise. Dann war das wohl noch gar nicht der Hammermann, sondern ein kleines Leistungsloch. Na da freue ich mich aber den guten Mann später mal kennen zu lernen ... Spätestens am 3. Oktober in Köln. :-)

Beine hoch legen und Tatort schauen ist genau das richtige Motto. 

Warst auch fleißig heute? ;-)

Schönen Abend und viel Spaß beim Krimi,

Peter

 

Peter

Glückwunsch zum ersten 30er. Die HzF-Kurve sieht richtig gut aus. Und, Du hast richtig gekämpft, was man an der wechselnden Pace erkennen kann. Hast Dich aber durchgebissen - sehr gut!!

Es war bestimmt anstrengend. Geh aber davon aus, dass Du den Hammermann noch erst richtig kennen lernen wirst. Das ist jetzt wahrscheinlich noch nicht passiert. Dazu sind Puls-und Pace-Verlauf noch zu stetig. Wenn es dann passiert, siehst Du hier heftige Veränderungen. Je nach Trainingsstand und Ernährung solltest Du so 2,5 bis 3,5h so rund um Pulsfrequenz 145-150 laufen können, bevor das eintritt. Wie dem auch sei, der Hammermann sollte Dir im Training keinesfalls begegnen - die erforderliche Regenerationsphase wäre für eine sinnvolle Fortsetzung eines Trainingsplans zu groß. 

Also, lieber langsam machen mit den Steigerungen. Gute Ernährung und ausreichend Schlaf nicht vergessen!

Auf jeden Fall hast Du Dir einen schönen Fernsehabend mit hochgelegten Beinen redlich verdient! Der Tatort kann kommen...

Gruss, webdeken

Lieber Webdeken,

Tausend Dank für Deine Hinweise! Es ist alles goldrichtig, was Du sagst. Zufälliger Weise bin ich eine Stunde vor Deiner Nachricht auf den gleichen Hinweis gestossen. Ich wollte schauen (googeln), wie viel ich idealer Weise beim heutigen Lauf trinken sollte, da fand ich die gleiche Aussage zu den Gels.

Ich habe heute zum ersten Mal die 30-er Marke erreicht. Dabei hatte ich 1,8 l zu trinken mit ( Trinkrucksack ) und ich wollte mal versuchen ganz ohne Gels auszukommen. Leider hatte der "Mann mit dem Hammer" dermassen etwas dagegen, dass ich zumindest ein Päckchen nehmen musste. Wobei ich heute 30 Minuten länger unterwegs war, als mein bisher längster Lauf letzte Woche, bei dem ich vier Gels genommen habe.

Auch habe ich versucht, den Puls halbwegs Konstant zu halten. Euere Hinweise ( Dank auch an DK ) haben hier tatsächlich sehr geholfen.

Bin mal gespannt, wie Ihr den heutigen Lauf seht: http://connect.garmin.com/activity/27605151

Wie gesagt, das war der erste über 30 km und der zweite über drei Stunden überhaupt.

Lieben Gruß,

Peter

 

@travelman

Ich habe mir die Daten auch mal angeschaut: Den starken Anstieg bei 21km kann ich nicht ganz erkennen. Vielmehr sehe ich eine stetig wachsende Herzfrequenz. Das ist auch gut so. Nach immer mehr Training wirst Du beobachten, dass der Anstieg flacher werden wird.

Du sagst, Du läufst streng nach Pulsbereich? Ehrlich gesagt, hätte ich aufgrund der Daten vermutet, dass Du eher versucht hast, die Pace zu halten. Ich schliesse mich Deichkieker an: bei den langen Läufen geht's um Grundlagenausdauer und Du solltest wirklich im GA1 bleiben, auch wenn die Pace immer langsamer wird und Du am Ende nur noch schleichst. Mach Dir am besten ein entsprechendes Training auf dem Garmin, das Dich bei Überschreitung anpiepst.

Noch was zu den Gels: Du hast 4 Gels auf 27 km zu Dir genommen? Was dein Körper bei den langen Läufen lernen soll ist, vermehrt Energie aus Fettreserven zu gewinnen, weil diese - im Gegensatz zu den Kohlehydraten - ausreichend vorhanden sind. Durch die Zuführung von soviel Gels (und Kohlenhydraten) geht Dir dieser Trainingseffekt aber verloren. Und, Dein Körper lernt nicht damit umzugehen, wenn der Glykogenspeicher dann tatsächlich leer läuft (=der Mann mit dem Hammer). Steffny hat eine ähnliche Frage hier kommentiert. Spar Dir die Gels lieber für die Wettkämpfe auf. Ist auch billiger...   :-)

Viele Grüße, webdeken

Hallo DK,

ja, ich habe bergab laufen lassen um den Puls zu halten. Ich laufe nach Pulsbereich und nicht nach Geschwindigkeit, so sieht es mein Trainingsplan vor. Und bergab fällt er bei mir immer dermassen in den Keller wenn ich normal weiter laufe, dass ich mittlerweile dann tatsächlich Gas gebe. Umgekehrt versuche ich bergauf nicht dagegen zu halten. Aber Dein Tipp ist sicherlich richtig, demnächst mal ein bisschen konstanter zu halten. Die nächsten zwei Wochenenden werden die Läufe jeweils 15 Minuten länger, da kann ich es ja anwenden und werde auch den entsprechenden Erfolg sehen. Ich muss mir nur noch eine effektive Nahrung als diese Gels suchen.

Danke nochmals für das Drüberschauen! :-)

LG

Peter

Hi travelman,

hab mir deinen Lauf mal angesehen. Du bist teilweise nicht ruhig gelaufen. Hast es bergab laufen lassen. Das würde ich nur auf kürzeren Strecken machen! Der Sinn der Langen ist ja eine Gewöhnung der Kohle/Fettumstellung des Körpers und eine Marathonzeitgewöhnung. Das heisst du bist vor deinem MA ihn schon etliche male gelaufen, von der Zeit her.

Versuch das nächste mal deinen Puls strickt einzuhalten im MA musst du das auch, sonst läufst du dich platt. Und dann wirst hart!

 

Viel Spass weiterhin, DK

Hallo DK,

Danke für Deinen Kommentar!

Die Hormonausschüttung hat wohl tatsächlich zugeschlagen, da ich ab dem Punkt total high war. Ich hatte noch nie einen derartigen Punkt, an dem ich hätte ewig weiter laufen können.

Ich hatte ein Camelbak mit 3l Wasser auf dem Rücken, ich habe extrem viel getrunken, es ist sogar noch etwas übrig geblieben am Ende obwohl ich nicht gegeizt habe zu trinken, und ich hatte vier Power Bar Gels gegessen (oder getrunken?). Das dürfte doch theoretisch ausgereicht haben, oder?

Der Spaß ist definitiv da, zumal heute noch nicht einmal ein Muskelkater kam :-))

LG

Peter

 

hi travelman,

dein körper hat warscheinlich dort von Kohlehydrate auf Fettverbrennung umgestellt. Und die Hormonausschüttung zum Überlastschutz hat wohl auch reagiert. Regelt sich aber wenn du öfter die Langen läufst.

Dran denken auch im Training Longjogg trinken und etwas essen. Wichtig, sonst kannst du in ein Loch fallen und das kann gefährlich werden. Unterzuckerung! Ist mir zweimal passiert, zum Glück Begleitung gehabt die es merkte.

 

Viel Spass, DK

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